Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Max-Planck-Medaille 2017

Die Max-Planck-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik.

Prof. Dr. Herbert Spohn

„In Würdigung seiner bedeutenden Beiträge zur Statistischen Physik hinsichtlich der Aufklärung des Übergangs von mikroskopischer Physik zu makroskopischem Verhalten.“

Stern-Gerlach-Medaille 2017

Die Stern-Gerlach-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik. Sie wird für Arbeiten aus dem gesamten Bereich der Physik vergeben.

Prof. Dr. Laurens W. Molenkamp

„für die experimentelle Beobachtung des topologischen Isolatorzustands in HgTe-Quantentöpfen, eines neuen Zustands der kondensierten Materie. Seine bahnbrechenden Arbeiten haben die Basis für das neue Forschungsgebiet der topologischen Quantenmaterialien gelegt und eröffnen faszinierende Anwendungen.“

Laurens W. Molenkamp ist einer der weltweit führenden Experimentalphysiker auf dem Forschungsgebiet des Quantentransports neuartiger Materialen. Hierbei hat er sich insbesondere durch wegweisende Arbeiten zu den physikalischen Eigenschaften topologischer Isolatoren ausgezeichnet. Dieses Forschungsfeld hat durch seine Pionierarbeit, die zur Entdeckung des Quanten Spin Hall Effekts führte, eine stürmische Entwicklung erfahren, die nach wie vor zu wichtigen Erkenntnissen führt.

Laurens W. Molenkamp studierte Chemie an der Universität Groningen in den Niederlanden, wo er im Jahr 1985 in der physikalischen Chemie promoviert wurde. Anschließend verbrachte er zunächst fast zehn Jahre als Wissenschaftler am Philips Forschungslabor in Eindhoven in den Niederlanden. Im Jahr 1994 wurde er zunächst an die RWTH Aachen berufen. Seit 1999 lehrt und forscht er an der Universität Würzburg.

Georg-Kerschensteiner-Preis 2017

Der Georg-Kerschensteiner-Preis kann für hervorragende Leistungen auf folgenden, der Vermittlung der Physik dienenden Gebieten, verliehen werden: a) Lehre im Bereich Schule, Hochschule und Weiterbildung, b) Erforschung der Lehr- und Lernprozesse im Physikunterricht und c) Entwicklung und Erforschung neuer Konzepte und Medien für die Lehre und deren wissenschaftliche Evaluation.

Prof. Dr. Joachim Wambsganß

„in Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen bei der Konzeption und Umsetzung des innovativen medienübergreifenden Projektes „Uni(versum) für alle!”. Ihm ist es damit gelungen, deutschlandweit Studierende, Schüler und interessierte Laien für astrophysikalische Forschung zu begeistern.“

Für sein innovatives Projekt "Universum für alle!". Mit diesem medienübergreifenden Programm gelang es dem Heidelberger Astrophysiker, Schülerinnen und Schüler, Studierende und interessierte Laien für die Faszination des Kosmos zu begeistern. Die "Astronomische Mittagspause" umfasste 70 Kurzvorträge an 70 aufeinanderfolgenden Werktagen, jeweils zur Mittagszeit in einer Kirche. Die Vortrags-Videos sind bei Youtube kostenlos verfügbar. Das schön gestaltete Buch führt per QR-Code direkt zu den Videos.

Wambsganß studierte Physik und Astronomie in Heidelberg, München und Princeton. Er promovierte 1990 an der LMU. Als Postdoc forschte er an der Princeton University, am MPI für Astrophysik Garching und am AIP Potsdam. Im Jahr 1999 wurde er Professor an der Universität Potsdam. 2004 wechselte er nach Heidelberg, wo er bis 2015 Direktor des ZAH (Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg) war.

Hertha-Sponer-Preis 2017

Der Hertha-Sponer-Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Physik an eine Wissenschaftlerin vergeben. Der Preis soll vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen durch öffentliche Auszeichnung ermutigen und so mehr Frauen für die Physik gewinnen.

Dr. Isabelle Staude

„in Anerkennung ihres zukunftsweisenden Beitrags zur Grundlagenforschung in der Nanophotonik. Isabelle Staude hat eine neuartige Methode aufgezeigt, welche die umfassende Kontrolle von Lichtfeldern auf nanoskopischen Längenskalen ermöglicht und dabei weitgehend frei von Absorptions- und Streuverlusten ist. Die von ihr gewonnen Erkenntnisse ermöglichen es Forscherinnen und Forschern, bei der Kontrolle von Licht auf der Nanoskala gänzlich neu zu denken, und eröffnen den Weg zur Entwicklung photonischer Komponenten neuartiger Funktionalität.“

Frau Dr. Staude hat einen neuartigen Weg aufgezeigt, welcher die umfassende Kontrolle von Lichtfeldern auf nanoskopischen Längenskalen ermöglicht und dabei weitgehend frei von Absorptions- und Streuverlusten ist. Dies wird durch die Anregung von Mie-Resonanzen elektrischen und magnetischen Charakters in lithographisch hergestellten Silizium-Nanopartikeln erreicht. Die von ihr gewonnen Erkenntnisse eröffnen den Weg zur Entwicklung extrem dünner photonischer Komponenten neuartiger Funktionalität.

Frau Dr. Staude studierte Physik an der Universität Konstanz. 2011 promovierte sie am Karlsruher Institut für Technologie über “Functional Elements in Three-Dimensional Photonic Bandgap Materials“. Als Postdoktorandin an der Australian National University führte sie von 2011 bis 2015 die hier ausgezeichnete Arbeit durch. Zurzeit leitet sie eine Emmy-Noether Nachwuchsgruppe an der Universität Jena.

Robert-Wichard-Pohl-Preis 2017

Der Robert-Wichard-Pohl-Preis wird für hervorragende Beiträge zur Physik verliehen, die eine besondere Ausstrahlung auf andere Disziplinen in Wissenschaft und Technik haben, für außergewöhnliche Leistungen in der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis in der Lehre, im Unterricht und in der Didaktik der Physik.

Prof. Dr. Metin Tolan

„in Anerkennung seiner Verdienste bei der Verbreitung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Denkweisen in der interessierten Öffentlichkeit. Er hat dafür neue Formate entwickelt, die er mit hohem didaktischem Geschick vermittelt. Unabhängig von Alter und Vorbildung wird sein lesendes, zuschauendes oder hörendes Publikum ausgehend von Alltagsthemen in den Bann vermeintlich einfacher Fragen gezogen, bei deren Beantwortung Tolan die Erkenntnisse der aktuellen Physik – darunter auch Ergebnisse seiner eigenen hochkarätigen Forschung – auf faszinierende Weise einfließen lässt.“

Smoluchowski-E.-Warburg-Preis 2017

Der Marian-Smoluchowski-Emil-Warburg-Preis wird für herausragende Beiträge in der reinen oder angewandten Physik gemeinsam von der Polnischen Physikalischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Erinnerung an das Wirken von Marian Smoluchowski in Polen und Emil Warburg in Deutschland verliehen. Der Preis wurde mit Hilfe der Meyer-Viol-Stiftung eingerichtet. Er wird in zweijährigem Rhythmus abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Polen zuerkannt.

Prof. Andrzej Michal Oles

Andrzej M. Oles hat vielfältige Beiträge zur statistischen Physik von Gittermodellen mit komplexen Ordnungsverhalten geleistet. Sein Augenmerk gilt vor allem Systemen, in denen der orbitale Freiheitsgrad des Elektrons eine wichtige Rolle spielt. So hat er Modelle und Materialien untersucht, in denen nicht nur komplexe Ordnungsparameter sondern auch exotische Unordnungsphänomene, auftreten.

Andrzej M. Oles hat den größten Teil seiner wissenschaftlichen Laufbahn an der Jagiellonian University in Kraków in Polen verbracht. Nach seiner Anfangszeit als ausgezeichneter Student stieg er bis 1994 zum ordentlichen Professor auf. Seit den 1980er-Jahren verbindet ihn eine regelmässige Zusammenarbeit mit dem Max Planck Institut für Festkörperforschung in Stuttgart.

Georg-Simon-Ohm-Preis 2017

Der Georg-Simon-Ohm-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines Studenten oder einer Studentin der physikalischen Technik oder verwandter Studiengänge an Fachhochschulen auszeichnen und so dem Ansporn des physikalisch-technischen Nachwuchses dienen.

Moritz Kopetzki

Für seine Abschlussarbeit im Masterstudiengang Mikro- und Nanotechnik mit dem Titel Mikroelektronische Systeme zur Erzeugung und Charakterisierung eines Hochvakuums in einem verkapselten TO-Gehäuse wird Herr M. Sc. Moritz Kopetzki mit dem Georg-Simon-Ohm-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. Die Arbeit wurde in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Alfred Kersch in Kooperation mit der Fa. KETEK angefertigt. Herr Kopetzki leistet mit seinen Untersuchungen einen innovativen Beitrag zu mikrotechnischen Systemen, die einen Hochvakuumbetrieb erfordern. Durch Integration von miniaturisierter Ionen-Getter-Pumpe und Pirani-Vakuummeter in einem gasdicht verschlossenen Gehäuse konnte er ein Modul mit zuverlässiger Mikro-Vakuum-Umgebung erzeugen, welches in Feldemissions-Elektronenquellen angewendet werden kann.

Herr Kopetzki studierte an der Hochschule München im Bachelorstudiengang Physikalische Technik und anschließend im Masterstudiengang Mikro-und Nanotechnik. In einem Praxissemester und als Werkstudent im Bereich Forschung und Entwicklung der Fa. KETEK konnte er seine im Studium erworbenen Kenntnisse anwendungsnah erweitern.

Herbert-Walther-Preis 2017

Der Herbert-Walther-Preis ehrt herausragende Beiträge in der Quantenoptik und der Atomphysik sowie hervorragende Leistungen in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Der Preis wird gemeinsam von der Optical Society of America (OSA) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Erinnerung an Herbert Walther vergeben, der in den USA und in Deutschland mit großem Erfolg geforscht und sich durch sein Wirken für die OSA und DPG in hervorragender Weise verdient gemacht hat. Die Verleihung erfolgt jährlich abwechselnd in den USA und in Deutschland.

Prof. Dr. Randall G. Hulet

Randy Hulet ist einer der Pioniere von Experimenten mit ultrakalten Atomen. Er ist bekannt für seine grundlegenden Arbeiten zur Bose-Einstein-Kondensation von Lithiumatomen, zur Beobachtung von polarisiertem, entartetem Fermigas sowie von Materiewellen-Solitonen in Bose-Einstein-Kondensaten.

Randy Hulet promovierte 1984 bei Dan Kleppner am Massachusets Institute of Technology (MIT) und arbeitete bei Dave Wineland am National Institute for Science and Technology (NIST), Boulder. Im Jahr 1987 kam er an die Rice University, wo er 2000 zum Fayez Sarofim Professor ernannt wurde.

Schülerinnen und Schülerpreis (IYPT) 2017

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Er wurde 1982 - 91 von der Physikalischen Gesellschaft der DDR vergeben und von der DPG übernommen. Die fünf besten deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Physik-Olympiade sowie des Young Physicists' Tournament werden ausgezeichnet.

Jonas Landgraf

Carina Kanitz

Ann-Kathrin Raab

Sören Selbach

Fabian Eller

Schülerinnen und Schülerpreis (PhysikOlympiade) 2017

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Er wurde 1982 - 91 von der Physikalischen Gesellschaft der DDR vergeben und von der DPG übernommen. Die fünf besten deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Physik-Olympiade sowie des Young Physicists' Tournament werden ausgezeichnet.

Sven Jandura

Kai Gipp

Simon Lichtinger

Christian Schmidt

Arne Wolf

Walter-Schottky-Preis 2017

Der Walter-Schottky-Preis dient der Auszeichnung einer in den letzten beiden Jahren, bevorzugt im letzten Jahr, auf dem Gebiet der Festkörperforschung veröffentlichten, hervorragenden Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/ innen.

Dr. rer. nat. Helmut Schultheiß

„für seine grundlegenden Arbeiten zum Verständnis der Spinwellen-Propagation in Nanostrukturen und deren Anwendung in neuen funktionalen Bauelementen zum Transport und zur logischen Verarbeitung von Information.“

Die Nutzung von Spinwellen als Informationsträger, die sogenannte Magnonik, ist ein vielversprechendes Konzept für die energieeffiziente Prozessierung von Daten. Als Basisfunktionen müssen die Propagationskontrolle der Spinwellen, die Manipulation der Informationseinheit sowie die Rekonfiguration des Schaltkreises realisiert werden. Helmut Schultheiß und seinem Team ist es nun gelungen, alle diese Aspekte gleichzeitig in einer in den Nanometerbereich integrierten Magnonik zu demonstrieren.

Helmut Schultheiß hat an der TU Kaiserslautern studiert und wurde dort auch promoviert. Nach einem 3-jährigen Forschungsaufenthalt am Argonne National Laboratory wechselte er 2013 an das HZDR und übernahm dort 2014 die Leitung einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe. Seit 2015 hat er gleichzeitig den Status eines TU Dresden Young Investigators.

Max-Born-Preis 2017

Der Max-Born-Preis wird für besonders wertvolle und aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Physik gemeinsam vom britischen Institute of Physics (IOP) und der DPG in Erinnerung an das Wirken Max Borns in Großbritannien und Deutschland verliehen. Er wird jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Großbritannien zuerkannt.

Prof. Carlos S. Frenk

Carlos Frenk hat bahnbrechende Beitraege zum theoretischen Verstaendnis der Bildung von kosmischen Strukturen im Universum geleistet. Mittels numerischer Simulationen konnte er zeigen, wie aus Fluktuationen im fruehen Universum unter dem Einfluss kalter Dunkler Materie Ansammlungen von Galaxien-Gruppen und Cluster entstehen, wie sie im heutigen Universum auf grossen Skalen beobachtet werden. Diese Arbeiten waren fuer die Etablierung der Theorie der kalten Dunklen Materie zur Bildung kosmischer Strukturen von entscheidender Bedeutung. Carlos Frenk made ground-breaking contributions to the theoretical understanding of the formation of cosmic structures in the universe. Using numerical simulations he could show how fluctuations in the early universe under the influence of cold dark matter lead to the formation of galaxy groups and clusters that are in accordance with the observed large-scale distribution of galaxies. This work was crucial for establishing the cold dark matter theory for the formation of other cosmic structures.

Gustav-Hertz-Preis 2017

Der Gustav-Hertz-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/innen auszeichnen und so dem Ansporn des Nachwuchses dienen. Dabei soll die auszuzeichnende Arbeit aus den Gebieten der experimentellen oder theoretischen Physik stammen, einen gewissen Abschluss zeigen und neue Erkenntnisse enthalten. "Erkenntnis" wird dabei nicht allein im Sinne der Grundlagen verstanden, sondern es werden auch Ergebnisse im Sinne der Anwendung und Praxis gewertet. Als "junge Physiker/innen" werden auch solche mit abgeschlossener Promotion und in besonderen Fällen mit abgeschlossener Habilitation verstanden, sofern ihnen zum Zeitpunkt des Vorschlags kein Angebot einer Lebensstellung als Hochschullehrer/in oder einer leitenden Stellung in einem hochschulfreien Forschungsinstitut oder in der Industrie vorliegen.

Prof. Dr. Dennis Meier

„Dennis Meier untersuchte die physikalischen Eigenschaften von Domänenwänden in Multiferroika. Er konnte außergewöhnliche elektronische Phänomene zeigen, welche an Domänenwänden auftreten, und diese als neuartige funktionale Grenzflächen darstellen. Im Gegensatz zu gewachsenen Grenzflächen sind Domänenwände beweglich, was von immenser Bedeutung für die Nutzbarmachung von Multiferroika ist. In Würdigung dieser hervorragenden Arbeiten verleiht die Deutsche Physikalische Gesellschaft Herrn Prof. Dr. Dennis Meier den Gustav-Hertz-Preis 2017.“

Verleihung des Gustav-Hertz-Preises für seine richtungsweisenden Arbeiten zu Domänenwänden in Multiferroika. Durch die von ihm nachgewiesenen besonderen magnetischen und elektrischen Eigenschaften stellen sich diese Wände als eine neuartige Form funktionaler oxidischer Grenzfläche dar. Im Gegensatz zu gewachsenen Grenzflächen sind Domänenwände jedoch beweglich, was von immenser Bedeutung für die Nutzbarmachung von Multiferroika ist.

Dennis Meier studierte Physik an der Universität zu Köln und promovierte als Physiker im Jahr 2010 an der Universität Bonn. Danach forschte er als Feodor-Lynen Stipendiat der Alexander von Humboldt-Gesellschaft an der UC Berkeley in den USA. Ab 2013 arbeitete er als Gruppenleiter an der ETH Zürich, wo er 2015 habilitiert wurde. Seit 2016 ist er Associate Professor und Onsager Fellow an der NTNU in Trondheim, Norwegen.

Gentner-Kastler-Preis 2017

Der Gentner-Kastler-Preis wird gemeinsam von der DPG und der Société Française de Physique verliehen. Er wird für besonders wertvolle wissenschaftliche Beiträge zur Physik jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Frankreich zuerkannt.

Prof. Dr. Johannes Orphal

Ehrenmitglied 2017

Prof. Dr. Reimar Lüst

„in Anerkennung seiner Pionierleistungen auf dem Gebiet der theoretischen Plasmaphysik, vor allem der Magnetohydrodynamik, sowie seiner experimentellen Arbeiten zur Erklärung der Entstehung des Kometenschweifs. Darüber hinaus hat Reimar Lüst über mehrere Jahrzehnte durch seine leitenden Tätigkeiten im Forschungsmanagement maßgeblich zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Wissenschaftslandschaft beigetragen.“

Prof. Dr. Dr. Siegfried Großmann

„in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der theoretischen Physik komplexer Systeme, insbesondere in der Turbulenz- und Chaosforschung, und seiner hohen Verdienste um die Physik, die er kompetent und unermüdlich als akademischer Lehrer und Lehrbuchautor sowie als wissenschaftspolitischer Verantwortungsträger maßgeblich gefördert hat.“

AMOP-Dissertationspreis 2017

Die in der Sektion AMOP zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

Florian Meinert

SKM-Dissertationspreis 2017

Die in der SKM zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

Dr. Stephan Wirths

SMuK-Dissertationspreis 2017

Die in der SMuK zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

M.Sc. Tim Dietrich

Dipl.-Phys. Simon Spannagel

Young Scientist Award for Socio- and Econophysics 2017

Francisco C. Santos

Lehrerpreis 2017

Dieser Preis wird für herausragende Leistungen in der Gestaltung und Weiterentwicklung von Physikunterricht an Schulen vergeben, beispielsweise für Leistungen, die in besonderem Maße geeignet sind, Schülerinnen und Schüler für das Fach Physik zu motivieren, die Bedeutung der Physik für das Leben und Zusammenleben der Menschen aufzuzeigen sowie Talente für die Physik zu erschließen.

Dirk Schulz

„für seinen herausragenden, umfassenden und zukunftsorientierten Einsatz für die Vermittlung der Physik im Unterricht, in der Kooperation mit außerschulischen Partnern sowie im Bereich der Fortbildungen in Hinblick auf eine sinnvolle Verwendung neuer Technologien im Physikunterricht.“

Catrin Harz

„für ihr Engagement für ein herausragendes Angebot an Breiten- und Individualförderung in Physik durch motivierende Integration aktueller physikalischer Ereignisse in den Schulalltag sowie für ihren vorbildlichen Einsatz in der Mädchenförderung und der Kooperation mit außerschulischen Partnern.“

Thomas Henrich

„für sein Engagement für ein herausragendes Angebot an Breiten- und Individualförderung in Physik durch motivierende Integration aktueller physikalischer Ereignisse in den Schulalltag sowie für seinen vorbildlichen Einsatz in der Mädchenförderung und der Kooperation mit außerschulischen Partnern.“

Mildrit Redlin

„für ihren herausragende, langjährige und öffentlichkeitswirksame Gestaltung von Physikunterricht, für den Aufbau und die Betreuung des Pasewalkers „Spektrums“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie insbesondere für ihr Engagement, mit Hilfe dieses Zentrums Menschen aus aller Welt für die Physik zu begeistern.“

DPG-Technologietransferpreis 2017

Der Technologietransferpreis wird an die am Technologietransfer beteiligten Parteien, also an das Institut, aus dem die Technologie kommt, an die für den Technologietransfer verantwortliche Stelle und an das die Technologie umsetzende Unternehmen, gemeinsam verliehen.

Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik 2017

Verliehen von der DPG für publizistische Leistungen, die zur Verbreitung naturwissenschaftlich-physikalischen Denkens im deutschsprachigen Raum in hervorragender Weise beitragen.

Christiane Götz-Sobel

Ehrennadel der DPG 2017

Prof. Dr. Eckehard Schöll

„Die DPG ehrt seinen herausragenden Einsatz für die Belange der Gesellschaft insbesondere bei der Organisation von Frühjahrstagungen der Sektion Kondensierte Materie.“

Dr. Marcel Wunram

„"in Anerkennung seines herausragenden und langjährigen persönlichen Engagements beim Aufbau und der umsichtigen Leitung des DPG-Mentoring-Programms zur Unterstützung junger Physikerinnen und Physiker beim Einstieg in das Berufsleben in der Industrie verbunden mit einer beispielhaften Mitarbeit in der Jungen Deutschen Physikalischen Gesellschaft."“

Dr. Holger Becker

„in Anerkennung seines herausragenden Engagements in zahlreichen Gremien der DPG, bei dem er sich insbesondere als langjähriger Vorsitzender des Arbeitskreises „Industrie und Wirtschaft“ (AIW) sowie auch in den Kommissionen „Leistungsspektrum der DPG“ und „Optionen für die Zukunft“ unermüdlich für die Belange der Physikerinnen und Physiker in der Industrie eingesetzt hat.“

Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg

„in Anerkennung seines persönlichen Engagements im Demokratisierungsprozess der Physikalischen Gesellschaft der DDR und bei der Vereinigung der beiden physikalischen Fachgesellschaften in Ost und West sowie seiner vielfältigen Aktivitäten in Gremien der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.“

Prof. Dr. Wolfgang Gudat

„in Anerkennung seines herausragenden persönlichen Engagements als Schatzmeister und als Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin sowie für seinen unermüdlichen Einsatz zur Wahrung der Traditionen der Gesellschaft.“

Prof. Dr. Wolfgang Roether

„"in Anerkennung seines herausragenden persönlichen Engagements bei der Gründung des Fachverbands Umweltphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie bei der Förderung umweltphysikalischer Lehre und Forschung."“

Otto-Hahn-Preis 2017

Der Otto-Hahn-Preis ist ein gemeinsamer Preis der Stadt Frankfurt am Main, der GDCh (im Zusammenwirken mit dem Deutschen Zentralausschuss für Chemie e. V.) und der DPG. 2005 wurden der "Otto-Hahn-Preis der Stadt Frankfurt" und der "Otto-Hahn-Preis für Physik und Chemie" zum "Otto-Hahn-Preis" zusammengelegt. Die Verleihung findet mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Auszeichnung besteht aus einem Preisgeld von 50.000 Euro, einer Urkunde und einer Medaille.

Prof. Dr. Karsten Danzmann