Chronik

Die DPG ist heute die mitgliederstärkste physikalische Gesellschaft der Welt. Hervorgegangen ist sie aus einer Initiative von sechs jungen Wissenschaftlern im Jahr 1845 in Berlin. Diese wollten sich über das Kolloquium bei Professor Gustav Magnus hinaus mit den neuesten physikalischen Untersuchungen befassen und dies mit Gründung einer öffentlichen Gesellschaft auch anderen Interessierten ermöglichen. In den folgenden 175 Jahren wuchs die Physikalische Gesellschaft. Die wichtigsten Stationen und Zäsuren ihrer Geschichte, die nicht nur ruhmreiche Zeiten umfasst, lässt sich hier von heute bis ins Jahr 1845 nachvollziehen.

  • 14. Januar 2020

    175-jähriges Jubiläum

    Am 14. Januar 2020 feiert die DPG mit einer Auftaktveranstaltung im Magnus-Haus Berlin ihr 175-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Physik in der und für die Gesellschaft“ sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geplant. Vier Quartalsthemen Physik als Naturerkenntnis, Physik und Bildung, Physik und Information sowie Klima und Energie strukturieren das Jahr.
    ⇒ Jubiläumsfilm: 175 Jahre Deutsche Physikalische Gesellschaft

  • 23. September 2019

    © DPG / Seeger 2019

    DPG-Herbsttagung

    Die DPG führt neben den DPG-Frühjahrstagungen ein neues Tagungsformat ein: Die DPG-Herbsttagung widmet sich einem aktuellen Forschungsthema, das von den drei Sektionen der DPG gemeinsam bestimmt wird. Erstmals findet die Tagung im September 2019 an der Universität Freiburg statt.

  • 2015

    © DPG 2015

    Physik für Flüchtlinge

    Physik für Flüchtlinge wird 2015 ins Leben gerufen und versucht, Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften, Erstaufnahmeeinrichtungen und Schulen in ganz Deutschland Physik spielerisch und anhand einfacher Experimentier-Aufgaben näherzubringen. Im Mai 2018 läuft die dreijährige Förderung des Projektes durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus, jedoch wird das Projekt teilweise eigenständig vor Ort fortgeführt.

  • 2015

    © DPG / ZAB / Marschalsky 2015

    Internationales Jahr des Lichts

    Die UN-Generalversammlung ruft das Jahr 2015 als Internationales Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien aus, das an die Bedeutung von Licht als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen und daher auch als zentraler Bestandteil von Wissenschaft und Kultur erinnern soll. Die DPG übernimmt die Federführung bei der Koordination der Aktivitäten in Deutschland.

  • 2009

    © DPG 2017

    Langfristig gesicherte Zukunft im Physikzentrum Bad Honnef

    Nachdem das Physikzentrum Bad Honnef (PBH) schon seit 1976 ein Ort des wissenschaftlichen Austausches ist und seit 1977 die DPG-Geschäftsstelle beheimatet, schließt die DPG mit der Universität Bonn im Jahr 2009 einen Nutzungsvertrag über das Physikzentrum Bad Honnef bis 2039. Auf Grundlage dieses neuen vertraglichen Fundaments werden von der DPG in den Jahren 2010 bis 2012 umfangreiche Sanierungen des historischen Stiftsgebäudes durchgeführt. Im Jahr 2015 wird zudem ein von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung finanziertes Gästehaus mit Tiefgarage im Garten des PBH eingeweiht.

  • 2008

    Physikkonkret

    Während der Präsidentschaft von Gerd Litfin wird das erste Physikkonkret zum Thema „Arbeitsmarkt für Physiker/innen“ veröffentlicht. Das Informationsblatt informiert fortan politische Entscheidungsträger über wichtige Hintergrundinformationen zu aktuellen Themen der Naturwissenschaften. Im Laufe der Jahre entwickelt sich auch ein großes Interesse von Schulen an den Informationsblättern, da sich diese kompakten Ausgaben gut für den Schulunterricht eignen.

  • 2008

    © DPG / Bauke 2015

    Lise-Meitner-Lectures

    Zu Ehren von Lise-Meitner rufen die Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG) und die DPG die Lise-Meitner-Lectures ins Leben, die im Jahr 2008 erstmals stattfinden. Die jährlich wechselnden Referentinnen der Vortragsreihe stellen ihren beruflichen Werdegang und ihr Forschungsfeld vor und helfen so, vor allem junge Frauen für die Physik zu begeistern.

  • 2006

    Referenten für die Geschäftsstelle

    Während seiner Präsidentschaft (2004 – 2006) verfolgen Knut Urban und Hauptgeschäftsführer Bernhard Nunner den Plan, für die DPG professionellere Strukturen zu schaffen. Die Geschäftsstelle wird signifikant personell ausgebaut, um die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder durch Referenten zu unterstützen. Am 15. März 2006 wird der erste Referent eingestellt, 2020 sind in Bad Honnef und Berlin insgesamt acht Referentinnen und Referenten für die DPG tätig.

     

  • 2006

    Gründung der jDPG

    Im Herbst 2006  vereinen sich erstmals Mitglieder nicht mehr aufgrund eines gemeinsamen physikalischen Interessensgebietes, sondern aufgrund ihres Alters: Der Kerngedanke der jungen DPG lautet,  über den Vorlesungsstoff hinaus Physik in ihrer spannenden, wissenschaftlichen Vielfalt und gesellschaftlich relevanten Anwendung erfahrbar zu machen und das im Austausch mit Gleichgesinnten. Bereits 10 Jahre nach der Gründung hat die jDPG weit über 3.000 Mitglieder.

  • 2005

    Einstein-Jahr

    Die UNESCO ruft 2005 aufgrund des 100-jährigen Jubiläums von Einsteins „annus mirabilis“ das Internationale Jahr der Physik aus.  In Deutschland wird dazu das Einstein-Jahr ausgerufen, das für die DPG zentrale Ereignis des Jahres. Unter dem Motto „Physik seit Einstein“ findet die Jahrestagung in Berlin statt. Die Tagung übertrifft nicht nur die Erwartungen in Bezug auf die Teilnehmerzahl, sondern auch an die Resonanz in der Öffentlichkeit und in der Politik. In diesem Rahmen findet auch ein einstündiges Treffen mit Angela Merkel, der damaligen Oppositionführerin im Bundestag, statt, bei dem DPG-Präsident Knut Urban ihr Einsteins Veröffentlichungen im Faksimile überreicht.

  • 2003

    Weltderphysik.de geht online

    Die Online-Plattform weltderphysik.de wird im März 2003 auf der Frühjahrstagung der DPG in Hannover zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Vorausgegangen ist der große Erfolg des ersten Wissenschaftsjahres „Jahr der Physik“, welches das BMBF und die DPG veranlasst, das wachsende Interesse an der Physik mit einem neuen Internetportal weiter zu fördern. Seit 2005 ist das Internetportal auch barrierefrei für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar. Auch visuell oder motorisch eingeschränkte Besucherinnen und Besucher können die Welt der Physik erforschen und die zahlreichen Informationen und Recherchequellen nutzen.

  • 2003

    © DPG / Danetzki 2018

    Einweihung des Heraeus-Hörsaals

    Aufgrund der anhaltend hohen Auslastung des Physikzentrums Bad Honnef wird ein neuer Hörsaal an das Gebäude angebaut. Der neue Heraeus-Hörsaal wird im Jahr 2003 eingeweiht.

  • 2001

    © Highlights der Physik

    Highlights der Physik

    Aufgrund des großen Erfolges finden ab 2001 jährlich die sogenannten Highlights der Physik statt. Das Wissenschaftsfestival wird vom BMBF, der DPG und der gastgebenden Universität ausgerichtet und gastiert von Jahr zu Jahr in einer anderen Stadt.

  • 2000

    Jahr der Physik

    Im Rahmen der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ ruft das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Jahr der Physik als erstes Wissenschaftsjahr aus. Ziel ist es, das für viele Menschen abstrakte Thema Physik anfassbar zu machen und das Interesse Jugendlicher und Erwachsener für diesen faszinierenden Bereich der Naturwissenschaften zu wecken.  Die Auftaktveranstaltung findet am 18. Januar 2000 an der Technischen Universität Berlin statt. Das ganze Jahr finden zahlreiche Publikumsveranstaltungen statt.

  • 2000

    Denkschrift

    An der Schwelle zum dritten Jahrtausend veröffentlicht die DPG die Denkschrift mit dem Titel „Physik: Themen, Bedeutung und Perspektiven physikalischer Forschung“. Sie soll die Bedeutung und Faszination der Physik deutlich machen, aber auch zum Nachdenken über deren Konsequenzen anregen. Physikerinnen und Physiker zeichnen in dieser Schrift ein Bild des gegenwärtigen Zustands sowie der Perspektiven, Chancen und Risiken physikalischer Forschung.

  • 2000

    Vorträge zu Ehren von Max von Laue

    Die DPG begründet eine Vortragsreihe zu Ehren von Max von Laue. Der Physiker und Nobelpreisträger, der von 1931 bis 1933 Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft war, setzte sich zwischen 1933 und 1945 in außergewöhnlicher Weise für die Menschenrechte ein. Die Max-von-Laue-Vorträge finden jeweils im Rahmen der DPG-Jahrestagungen statt und werden von Wissenschaftlern gehalten, die sich durch starkes politisches oder soziales Engagement auszeichnen.

  • 2000

    © DPG

    Erster DPG-Abiturpreis-Jahrgang

    Mit der Einführung des DPG-Abiturpreises beginnt eine Zeit des stetigen Mitgliederwachstums. Nominiert durch ihre Lehrkräfte werden Abiturientinnen und Abiturienten damit ausgezeichnet, die besondere Leistungen im Fach Physik erbracht haben. Die Auszeichnung umfasst neben einer Urkunde und teilweise einem Buchpreis auch eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft in der DPG. Die Mitgliederzahl der DPG steigt dadurch immer weiter an.

  • 14. Januar 1999

    Mehr Öffentlichkeitsarbeit

    Nach ausführlicher Diskussion beauftragt der Vorstandsrat im Jahr 1999 eine Agentur, um ein besseres Bewusstsein für die Physik in der Gesellschaft zu schaffen. Vor allem bei der Vorbereitung und Durchführung des Jahres der Physik, das 2000 stattfindet, wird die Agentur benötigt. Sie unterstützt die DPG ab diesem Zeitpunkt und noch bis ins Jahr 2011 in allen Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit.

  • 17. Dezember 1998

    Gründung des New Journal of Physics

    Der erste Beitrag erscheint in der 1998 gemeinsam von DPG und dem Institute of Physics (IOP) gegründeten Open-Access-Fachzeitschrift New Journal of Physics, die Forschungsarbeiten aus allen Bereichen der Physik veröffentlicht.

  • 14. November 1998

    Stellungnahme zur Energiepolitik

    Der Vorstandsrat verabschiedet eine Stellungnahme zur Energiepolitik und dem geplanten Ausstieg aus der Kernenergie, in der die DPG die Absicht der Bundesregierung begrüßt, erneuerbare Energiequellen forciert einzuführen und die Einsparung von Energie zu fördern. Wegen der globalen Bedeutung des Klimaschutzes hält sie jedoch die weitere Nutzung der Kernenergie für vorläufig unverzichtbar und legt deshalb Wert auf eine konsequente Weiterentwicklung der nuklearen Sicherheitstechnik.

  • 1995

    Großes Jubiläum mit Festschrift

    Zum 150-jährigen Jubiläum erscheint eine Festschrift, welche die gesamte Geschichte der DPG umfassend darstellt. Herausgeber ist Theo Mayer-Kuckuk. Das Fehlen eines zentralen Archivs wird bei der Arbeit an der Festschrift als großes Manko empfunden. Das führt 1996 zur Einstellung eines Archivars, der dieses  aufbaut und einrichtet.

  • 1992

    © DPG 2008

    Nutzung des Magnus-Haus Berlin

    Die DPG schließt einen Vertrag über die Nutzung des Magnus-Haus Berlin mit der Stadt Berlin. Im Anschluss beginnt die DPG mit der Sanierung des Gebäudes, das am 18. November 1994 nach  Beendigung der Arbeiten wieder eröffnet wird.

    Nachdem das Haus 2001 durch den Liegenschaftsfonds Berlin an Siemens Real Estate verkauft wird, kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Das Landgericht Berlin stellt in seinen Urteilen im Jahr 2004 fest, dass der Nutzungsvertrag unverändert fortbesteht und die DPG das Magnus-Haus Berlin trotz des Verkaufs weiterhin „wie ein Eigentümer“ mietfrei nutzen und Teile des Hauses untervermieten kann. Der Nutzungsvertrag kann allerdings im Jahr 2024 gekündigt werden.

  • 20. November 1990

    © DPG Archiv

    Wiedervereinigung

    Ein gutes Jahr nach dem Mauerfall, besiegeln die Physikalische Gesellschaft der DDR (PG-DDR) und die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) im Magnus-Haus Berlin feierlich ihren Zusammenschluss zur heutigen DPG. Auf den Tag genau zwanzig Jahre später lädt die DPG aus diesem Anlass zu einer Jubiläumsfeier am gleichen Ort ein, um mit einer Podiumsdiskussion sowie zwei Festvorträgen an diese aufregende Zeit und ihre Auswirkungen auf die gesamte Wissenschaftslandschaft zu erinnern.

  • 1989

    WE-Heraeus-Förderprogramm der DPG für die Teilnahme an Tagungen

    Im Jahr 1989 zeichnet sich der Beginn großer Veränderungen in Mittel- und Osteuropa ab. Als sich Anfang November die innerdeutsche Grenze öffnet, reagiert die DPG mit Sofortmaßnahmen: Es werden unter anderem Vergünstigungen und Erleichterungen für Aus-/Übersiedler und für Besucher aus der DDR eingerichtet, um ihnen die Teilnahme an den Aktivitäten der DPG zu ermöglichen. Ein großer Dank gilt der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung für die großzügige Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch ihr Kommunikationsprogramm.

  • 1986

    Stern-Gerlach-Medaille

    Die Stern-Gerlach-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik. Sie wird 1986 von der DPG als Preis gestiftet und 1992 in eine Medaille umgewandelt. Die Auszeichnung wurde 1988 erstmalig an Erich Gerdau verliehen.

  • 9. Juli 1985

    © DPG / Danetzki 2018

    Trägerschaft des Physikzentrum Bad Honnef

    Im Jahr 1985 übernimmt die DPG die Trägerschaft des Physikzentrums Bad Honnef. Vorsitzender des eingerichteten Kuratoriums wird Eberhard Freiherr von Medem. Theo Mayer-Kuckuk wird auf Vorschlag der Universität Bonn vom DPG-Präsidenten zum Wissenschaftlichen Leiter bestellt. Die Tagesgeschäfte liegen weiterhin in den Händen des bewährten wissenschaftlichen Sekretärs Joachim Debrus. Vor allem ihm ist es zusammen mit der Wirtschaftsleitung zu danken, dass das Haus als Tagungsstätte weiterhin beliebt und ausgelastet ist: 1986 werden 68 zum Teil mehrtägige Seminare mit insgesamt 2.500 Teilnehmenden durchgeführt.

  • 1981

    Umbildung des Vorstandsrates

    Der Vorstandsrat wird in ein Parlament der DPG. Grundgedanke ist dabei, ein repräsentatives Gremium der DPG einzurichten. Es soll wichtige Entscheidungen, beispielsweise die Wahl des künftigen Präsidenten bzw. der künftigen Präsidentin, für den Verein treffen. Zuvor wurden diese Entscheidungen im Rahmen der Mitgliederversammlung auf den Tagungen getroffen, bei denen abhängig vom Tagungsort keine repräsentative Gruppe von Vereinsmitgliedern zusammenkam.

  • 7. November 1980

    1. Tag der DPG

    Am 7. und 8. November 1980 findet erstmalig der Tag der DPG im Physikzentrum Bad Honnef statt. Neben dem Vorstand und Vorstandsrat nehmen auch andere Entscheidungsgremien der Gesellschaft teil. Als Höhepunkt findet eine Diskussionsveranstaltung über die Zukunftsperspektiven der Physik statt, auf der die Entwicklungstendenzen in den verschiedenen Teilbereichen der Wissenschaft erörtert werden. Die Tagungen der DPG wurden zuvor vom Herbst in das Frühjahr verlegt, um diese Zusammenkunft allen Gremien der DPG zu ermöglichen.

  • 13. Juli 1976

    Gründung der DPG-GmbH

    Die wesentlichen Teile des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs des DPG e. V. werden in eine GmbH ausgelagert. Alleingesellschafter der „DPG-Kongreß-, Ausstellungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung“, kurz „DPG-GmbH“, ist der Verein. Gegenstände des Unternehmens sind Dienstleistungen auf dem Gebiet der Verwaltung und der Werbung, die Organisation und Durchführung von Kongressen und Ausstellungen sowie die Raumvermietung im Magnus-Haus Berlin.

  • 12. Juni 1976

    © DPG

    Gründung des Physikzentrum Bad Honnef

    Im 1906 erbauten Hölterhoffstift eröffnet am 12. Juni 1976 das Physikzentrum Bad Honnef. Anfang September 1977 bezieht die DPG-Geschäftsstelle dort einige Räume.

  • 1972

    Hauptamtliche Geschäftsstelle

    Zur Erleichterung der Verwaltung der Vereinsmitglieder und der Organisation von Vereinsaktivitäten wird 1972 eine hauptamtliche Geschäftsstelle in Bonn-Bad Godesberg eingerichtet. Zuvor wurde diese Arbeit ehrenamtlich bewältigt. Als erster Geschäftsführer wird Wolfgang Heinicke (1972 – 1985 und 1989 – 1994) eingestellt.  Nach ihm sind Rainer Poerschke (1985 – 1989), Volker Häselbarth (1994 – 2004) und Bernhard Nunner (ab 2004) in dieser Position tätig.

  • 1971

    Machen Menschen das Wetter?

    Bei einer Pressekonferenz 1971 im Rahmen der 36. Physikertagung  wird die "Einwirkung menschlicher Tätigkeit auf das Klima" thematisiert. In den darauffolgenden Jahren rückt dieses Thema in den Fokus und gipfelt 1985 in dem Aufruf der DPG: "Warnung vor drohenden weltweiten Klimaänderungen durch den Menschen".

  • 11. Oktober 1963

    Wiedergründung der DPG

    Aus dem Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften entsteht wieder eine Deutsche Physikalische Gesellschaft mit zu diesem Zeitpunkt 3.800 Mitgliedern. Geschäftsführer ist ab 1963 Karl-Heinrich Riewe, der als Schriftführer die neue Satzung mit ausgearbeitet hatte.

  • 1961

    10. Colloque Ampère in Leipzig

    Im September organisiert die Physikalische Gesellschaft in der DDR (PGDDR) eine erfolgreiche internationale Tagung. Es nehmen 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 17 Ländern teil. Die bundesdeutschen Physikerinnen und Physikern boykottieren die Veranstaltung weigehend aufgrund des kurz zuvor erfolgten Mauerbaus.

  • 24. April 1958

    © DPG Archiv

    Max-Planck-Feier

    Den 100. Geburtstag von Max Planck würdigen zwei Festveranstaltungen in Berlin: am 25. April in der West-Berliner Kongreßhalle und einen Tag zuvor in der Ost-Berliner Staatsoper sowie im Magnus-Haus Berlin, das aus diesem Anlass in die Trägerschaft der Physikalischen Gesellschaft in der DDR übergeben wird.

  • 1955

    © DPG Archiv

    Einstein-Feier in Berlin

    Anlässlich des 50. Jubiläums von Einsteins drei berühmten Veröffentlichungen im Jahr 1905 veranstalten die Physikalische Gesellschaft zu Berlin (PGzB) und die Physikalische Gesellschaft in der DDR (PGDDR) in Berlin eine Einstein-Feier. Festredner sind Max Born (1882 – 1970) am 18. März in West-Berlin und Leopold Infeld (1898 – 1968) am 19. März in Ost-Berlin.

  • 1954

    Internationale Physik

    Im Jahr 1954 wird Deutschland Mitglied der International Union of Pure and Applied Physics (IUPAP), die bereits 1922 in Brüssel als internationale Organisation zur Förderung und Vereinheitlichung der Physik gegründet wurde. Die DPG vertritt Deutschland fortan in der IUPAP.

    Wenige Jahre später wird 1968 ein Dachverband für physikalische Fachgesellschaften in Europa gegründet, die European Physical Society (EPS). Die DPG ist eines der Gründungsmitglieder.

  • 26. September 1952

    Gründung der Physikalischen Gesellschaft in der DDR

    Nachdem zunächst nur regionale Kolloquien und Tagungen stattgefunden haben, wird auch in der DDR auf Initiative von Friedrich Möglich (1902 – 1957) und Robert Rompe (1905 – 1993) wieder eine Physikalische Gesellschaft gegründet.

  • 13. Oktober 1950

    Zusammenschluss

    In Bad Nauheim gründet sich der Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften (VDPG), durch den die regionalen Einzelgesellschaften in einer einheitlichen Struktur repräsentiert werden. Geschäftsführer wird der bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt tätige Hermann Ebert.

  • 1948

    © DPG Archiv

    Lise Meitner und Otto Hahn

    Lise Meitner (Mitglied seit 13. Dezember 1907) und Otto Hahn (Mitglied seit 8. Januar 1909) werden in Clausthal am 10. September 1948 zu Ehrenmitgliedern gewählt. Während der Physikertagung in Bonn erhalten sie im September 1949 in Anwesenheit des Bundespräsidenten Theodor Heuss die Max-Planck-Medaille. Meitner ist erstes weibliches Ehrenmitglied und erste Trägerin der Max-Planck-Medaille.

  • 1946

    Neubeginn

    Im Oktober findet in Göttingen die erste Physikertagung nach dem Krieg statt. Erste regionale Gesellschaften werden gegründet: im August 1946 in Württemberg-Baden, im Oktober die „DPG in der Britischen Zone“, im Juli 1947 in Hessen, im Dezember 1947 in Bayern, im April 1948 in Rheinland-Pfalz und am 7. Dezember 1949 die Physikalische Gesellschaft zu Berlin (PGzB).

  • 8. Mai 1945

    Auflösung aller Vereinsstrukturen

    Kurz nach dem Kriegsende erfolgt die Auflösung aller Vereinsstrukturen nach dem Alliierten Kontrollratsgesetz.

    Durch die 1933 erfolgte Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es in der Folgezeit zur Vertreibung namhafter jüdischer Wissenschaftler und einer militärisch-anwendungsbezogenen Neuausrichtung der Forschung. In dem 2006 veröffentlichten Buch Physiker zwischen Autonomie und Anpassung - Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich arbeitet die DPG Ihre Rolle in diesen politisch unruhigen Zeiten auf.

  • 18. Januar 1945

    © DPG Archiv

    Hundert-Jahr-Feier

    Kurz vor Kriegsende begeht die DPG ihr 100-jähriges Jubiläum. Festvorträge halten u.a. Eberhard Buchwald und Hans Schimank, Ernst Brüche zeigt „Filmerinnerungen aus den Tagungen der DPG“.

    ⇒ Bericht über die Hundert-Jahr-Feier in den Physikalischen Blättern

  • 1944

    Gründung der „Physikalischen Blätter“

    Ernst Brüche (1900 – 1985) begründet eine neue Zeitschrift, deren Herausgeber er bis 1972 bleibt und die 1976 Mitgliederzeitschrift und offizielles Organ der DPG wird. 2001 erfolgt die Umbennenung der Physikalischen Blätter aus verlagsrechtlichen Gründen. Die Zeitschrift heißt nun Physik Journal. Nach einer vollständigen Retrodigitaliserung im Jahr 2013 stehen alle Jahrgänge der Physikalischen Blätter im Web frei zur Verfügung.

     

  • 9. Dezember 1938

    Arisierung

    Die DPG verschickt ein Rundschreiben an ihre noch verbliebenen jüdischen Mitglieder, dass eine Mitgliedschaft „unter den zwingenden obwaltenden Umständen“ nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

  • 23. April 1938

    80. Geburtstag von Max Planck

    Am 23. April 1938 richtet die DPG eine Feier zum 80. Geburtstag von Max Planck im Harnack-Haus aus. Die Max-Planck-Medaille wird an Louis de Broglie verliehen und vom französischen Botschafter entgegengenommen.


    Quelle: Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv

  • 1933

    Anpassung, aber kein „Diktator der Physik“

    Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten macht sich vor allem Johannes Stark (1874 – 1957), neben Philipp Lenard der Hauptvertreter der sog. „Deutschen Physik“, Hoffnungen, eine Art „Diktator der Physik“ zu werden. Seine Bemühungen um den DPG-Vorsitz werden vor allem durch Max von Laue erfolgreich bekämpft. Als Ergebnis wird der Industriephysiker Karl Mey zum Vorsitzenden gewählt. Ihm folgen Jonathan Zenneck (1935 – 1937), Peter Debye (1937 – 1939) und Carl Ramsauer (1939 – 1945).

  • 28. Juni 1929

    © TECHNOSEUM, Nachlass Brüche

    Max-Planck-Medaille

    Am Tag von Plancks goldenem Doktorjubiläum wird die erste Max-Planck-Medaille an Max Planck und Albert Einstein verliehen. Die Medaille gilt bis heute als renommierteste Auszeichnung der DPG für theoretische Physik. Die Liste ihrer Träger ist ein Who's Who der modernen (theoretischen) Physik.

  • 1921

    Erste eigene Tagung

    Im Jahr 1921 findet der erste Deutsche Physikertag in Jena statt. Bisher hatten die Physiker eine eigene Sektion bei den alljährlichen Tagungen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ), die jedoch 1920 beschließt, nur noch alle zwei Jahre zusammenzukommen. Das gibt den Anstoß, in den Zwischenjahren eine „Physikertagung“ abzuhalten, die fortan gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Physik und der Deutschen Mathematikervereinigung ausgerichtet wird.

  • 14. Januar 1920

    Regionale Strukturen

    Der erste Gauverein entsteht in Bayern (14. Januar), gefolgt von Wien (20. Februar), der später zum Gauverein Österreich erweitert wird. Damit verzichten die österreichischen Kollegen auf die Gründung einer eigenen Gesellschaft und schließen sich stattdessen der DPG an. Es folgt Hessen (24. Januar 1921) und in Berlin gründet sich die PGzB als Gauverein der DPG neu (1. Oktober 1921).

  • 1920

    Die DPG konsolidiert sich

    Seit Gründung der DPG entzünden sich immer wieder Konflikte zwischen den Mitgliedern in und außerhalb Berlins. Letztere fühlen sich benachteiligt und fordern eine umfassende Reform der Gesellschaft. Auch die Rolle Fritz Habers im DPG-Vorstand führt zu Konflikten. Mit Arnold Sommerfeld als erstem nicht-Berliner Vorsitzendem (1918 – 1920) und nach Diskussionen auf der ersten Naturforscherversammlung im September 1920 kommt es zu einer Befriedung, die zu einem Rückzug Habers aus den DPG-Geschäften führt. Die Versammlung ist allerdings von der Auseinandersetzung zwischen Philipp Lenard und Albert Einstein überschattet.

  • 1919

    Deutsche Gesellschaft für technische Physik

    Die in der Industrie tätigen Physiker, deren Zahl vor allem seit der Jahrhundertwende stark gestiegen ist, fühlen sich nicht ausreichend repräsentiert. Angeführt von Georg Gehlhoff und Karl Wilhelm Hausser konstituiert sich im November 1919 die Deutsche Gesellschaft für technische Physik und hat zunächst 125 Mitglieder. Obwohl ursprünglich in Abgrenzung zur DPG gegründet, kommt es schnell zu einer konstruktiven Zusammenarbeit.

  • 1914

    Der Erste Weltkrieg und Wissenschaft

    Der Chemiker Fritz Haber (1868–1934) wird Präsident der DPG. Als Vertreter der physikalischen Chemie hat er im Grenzbereich dieser beiden Wissenschaften gearbeitet und unter anderem die Grundlagen für das Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniaksynthese gelegt, das in zweierlei Hinsicht nun größte Bedeutung bekam: für die Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoffen. Auf deutscher Seite war er der Hauptinitiator des Gaskrieges. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließ er Deutschland und starb wenig später in Basel.

    A. Schirrmacher, Die Physik im Großen Krieg, Physik Journal, Juli 2014
    H.-G. Bartel, Ein Geheimrat im Militärdienst - Physik Journal, Juli 2014

     

  • 7. November 1913

    Einstein wird DPG-Mitglied

    Albert Einstein (1879 – 1955), durch die Begründung der Relativitätstheorie bereits weltberühmt, kommt als besoldetes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften nach Berlin und wird Mitglied der DPG. Im Auftreten und politischen Denken für die damalige Zeit eher unorthodox, übernimmt er von 1916 bis 1918 den Vorsitz der DPG.

  • 1905

    © Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin-Dahlem

    „Kaum eine Sitzung, die ich versäumt habe“

    Max Planck (1858 – 1947) wird Vorsitzender. Von Kiel nach Berlin kommend wurde er 1889 Mitglied der Gesellschaft und war bereits ab 1892 als Rechnungsführer im Vorstand aktiv.

    Kein anderer Physiker hat so lange und so maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke der Gesellschaft genommen.

     

  • 10. Dezember 1901

    Erster (Physik-)Nobelpreis

    In Stockholm werden zum ersten Mal Nobelpreise vergeben. Den Physik-Nobelpreis erhält Wilhelm Conrad Röntgen (1845 - 1923) für seine sechs Jahre zuvor erfolgte Entdeckung der Röntgenstrahlen. Röntgen war seit 1899 Mitglied der DPG, 1919 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

  • 14. Dezember 1900

    Die Geburtsstunde der Quantentheorie

    Auf der Sitzung der DPG am 14. Dezember 1900 hält Max Planck seinen berühmten Vortrag „Zur Theorie des Gesetzes der Energievertheilung im Normalspektrum“ und begründet damit die Quantentheorie.

  • 1900

    Annalen der Physik

    Die „Annalen der Physik“ sind eine bedeutende physikalische Fachzeitschrift, die seit 1799 erscheint. Ab dem Jahr 1900 wird die Zeitschrift unter Mitwirkung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft herausgegeben. Seit 1906 übernimmt unter anderem Max Planck die Herausgeberschaft, die er bis zu seinem Lebensende ausübt.

  • 3. Februar 1899

    Erstes weibliches Mitglied

    Elsa Neumann (1872–1902) hatte 1899 „Über die Polarisationscapacität umkehrbarer Elektroden“ bei Emil Warburg promoviert und wird als erste Frau in die DPG aufgenommen.

  • 1899

    Von der Berliner zur Deutschen Physikalischen Gesellschaft

    Die Anzahl „auswärtiger“ Mitglieder nimmt stetig zu. Diese nicht in Berlin lebenden Mitglieder fühlen sich zunehmend von den Berliner Mitgliedern dominiert und bemühen sich um stärkeren Einfluss. Ein äußeres Zeichen dieser Bestrebungen ist die Umbenennung der Gesellschaft, deren neue Statuten maßgeblich von Max Planck ausgearbeitet werden. Vorsitzender bleibt Emil Warburg.

  • 1897

    © Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin-Dahlem

    Physiker und Wissenschaftsmanager

    Emil Warburg (1846–1931) wird Vorsitzender und behält dieses Amt bis 1905. Er gehört zu den einflussreichsten Physikern seiner Zeit und erhält 1895 mit dem Berliner Lehrstuhl die wohl prestigeträchtigste Universitätsposition. 1905 wird er Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt. An ihn erinnert der seit 1997 vergebene Marian-Smoluchowski-Emil-Warburg-Preis.

  • 4. Januar 1896

    Das nachgeholte Jubiläum

    Das 50. Stiftungsfest der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin wird gefeiert, unter anderem mit Vorführungen im Hörsaal des Physikalischen Instituts der Universität, darunter die fast lebensgroße Projektion der Daguerreotypie der Gründungsmitglieder, von denen nur noch Emil du Bois-Reymond und Gustav Karsten leben. Zu sehen sind auch eine Photographien, die Wilhelm Röntgen kurz zuvor mit den von ihm entdeckten „X-Strahlen“ aufgenommen hat.

  • 1894

    Unersetzliche Verluste

    In diesem Jahr sterben Heinrich Hertz (1. Januar), August Kundt (21. Mai) und Hermann von Helmholtz (8. September), was die Gesellschaft dazu veranlasst, die Feier zum 50-jährigen Bestehen im Januar 1895 ausfallen zu lassen. Vorsitzender wird der Meteorologe Wilhelm von Bezold.

  • 1885

    Wachstum und Generationenwechsel

    Im 40. Jahr ihres Bestehens hat die Physikalische Gesellschaft 184 Mitglieder. Ein Jahr nach der Gründung waren es 53 Mitglieder. Der Anteil der auswärtigen Mitglieder außerhalb Berlins hat sich seitdem von rund 13 auf 42 Prozent erhöht und eine jüngere Physikgeneration drängt nach vorne.

    ⇒ Historische Mitgliederdatenbank 1845 - 1945

  • 1882

    Sitzungen „schwarz auf weiß“

    Erstmals enthalten die Fortschritte der Physik auch die Sitzungsberichte, „Verhandlungen der Physikalischen Gesellschaft in/zu Berlin“ genannt. Diese erscheinen ab 1887 als selbstständige Zeitschrift.

  • 1878

    © DPG Archiv

    Der „Reichskanzler der Physik“

    Hermann von Helmholtz wird Vorsitzender und bleibt es bis zu seinem Tod im Jahr 1894. Als überragende Persönlichkeit und vielseitiger Forscher prägt er das wissenschaftliche Leben in der Physikalischen Gesellschaft und ihre Repräsentanz über Berlin hinaus wesentlich mit.

  • 1849

    Vereinheitlichung und Vielfalt

    Gustav Karsten hält einen Vortrag zur Vereinheitlichung der Maße, ein wichtiges Beispiel für die zahllosen wissenschaftlichen Vorträge in den Sitzungen der Physikalischen Gesellschaft. Diese sind ein Spiegel der damaligen Forschung und brachten sie oft genug durch die anschließenden Diskussionen voran.

    Die Vorträge umfassen nicht nur alle Bereiche der damaligen Physik, sondern auch angrenzende Bereiche. Bedeutende Beispiele in der Zeit vor 1900: Wärmeleitfähigkeit der Metalle (Gustav Heinrich Wiedemann und Rudolph Franz, 1853), Zweiten Hauptsatz der Wärmelehre (Rudolf Clausius, 1854), Helligkeitsmessung von Sternen (Karl Friedrich Zöllner, 1862), thermodynamisches Gleichgewicht (Ludwig Boltzmann, 1872), die Versuche von Hertz und Kundt (Hermann von Helmholtz, 1888), Schwarzkörperstrahlung (Wilhelm Wien, 1893), Einfluss der Magnetisierung auf Licht (Zeeman, 1896), Energieverteilung im Normalspektrum (Max Planck, 1898).

  • 1848

    Wissenschaft für die Öffentlichkeit

    Die Physikalische Gesellschaft setzt sich im Rahmen der demokratischen Bewegung nach der Revolution von 1848 in einem offenen Brief an die „Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin“ dafür ein, „[e]s möchten die sämmtlichen Sitzungen der Akademie fortan öffentliche sein, insofern die Verhandlungen wissenschaftliche Gegenstände betreffen.“

  • 23. Juli 1847

    Der Energieerhaltungssatz

    Hermann von Helmholtz, einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts, hält in einer Sitzung der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin seinen berühmten Vortrag „Ueber das Princip der Erhaltung der Kraft“ (veröffentlicht als „Über die Erhaltung der Kraft“), in dem er die mathematische Formulierung des fundamentalen Energieerhaltungssatzes präsentiert.

  • 1847

    Wissenslücken schließen

    Erstmals erscheinen die „Fortschritte der Physik“, zunächst im Verlag von Georg Reimer. Als Referateorgan sollte es einen Überblick über die zu dieser Zeit bereits umfangreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen bieten und so „eine Lücke gerade in der physikalischen Litteratur“ (Gustav Karsten) schließen.

  • 14. Januar 1845

    © DPG Archiv

    Die Gründung

    Sechs Teilnehmer des von Gustav Magnus eingerichteten physikalischen Colloquiums gründen die Physikalische Gesellschaft zu Berlin (PGzB) als Verein, der für alle „welche sich für die physikalischen Disciplinen interessiren“ offen sein soll.

    Die sechs Gründungsmitglieder, allesamt um die 25 Jahre alt, sind die Physiker Gustav Karsten (1820 – 1900), Hermann Knoblauch (1820 – 1895) und Wilhelm von Beetz (1822 – 1886), die Mediziner und Physiologen Emil du Bois-Reymond (1818 – 1896) und Ernst Wilhelm von Brücke (1819 – 1892) sowie der Chemiker Wilhelm Heinrich Heintz (1817 – 1880).

    Erster Vorsitzender wird Gustav Karsten.