Jochim Lichtenberger

"Große Teile meiner Freizeit verbringe ich mit dem Fotoapparat am Meer oder an den nahe gelegenen Seen. Dabei finde ich Motive, die wohl nur einem Physiker auffallen, wie Luftspiegelungen, Farberscheinungen von Meer und Himmel, Interferenzfarben an Schneckenspuren und vieles mehr."

Jochim Lichtenberger ist promovierter Physiker und pensionierter Lehrer für Physik, Astronomie und Mathematik. Er vertrat eine schüler- und handlungsorientierte Didaktik. Insbesondere durch die Einbeziehung von Naturphänomenen, philosophischen und kuturgeschichtlichen Themen  gelang es ihm, auch die Schülerinnen und Schüler für die Physik zu begeistern, die den technischen Anwendungen der Physik eher distanziert gegenüberstehen. Seit 30 Jahren verbreitet er seine didaktische Erfahrung auch in der Lehreraus-  und Fortbildung,  als Autor und Herausgeber von Schulbüchern, Erklärfilmen  und digitalen Medien. Seit seiner Pensionierung liegt sein Schwerpunkt in dem Grenzbereich zwischen Physik und Ästhetik. Als Fotograf hat er sich auf faszinierende physikalische Naturphänomene spezialisiert. Auf seiner Webseite und Instagram veröffentlicht er seine Bilder, die neben der Ästhetik auch durch die elementaren Erklärung physikalischer Hintergründe begeistern.

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Was bewegt Sie neben Physik und Arbeit?

Meine Liebe gehört neben meiner Familie der Natur. Wir wohnen am Rande der holsteinschen Schweiz 30 Fahrradminuten von der Ostsee entfernt. Große Teile meiner Freizeit verbringe ich mit dem Fotoapparat am Meer oder an den nahe gelegenen Seen. Dabei finde ich Motive, die wohl nur einem Physiker auffallen, wie Luftspiegelungen, Farberscheinungen von Meer und Himmel, Interferenzfarben an Schneckenspuren und vieles mehr.

 

Welchen Bezug haben Sie zur DPG?

Über 30 Jahre lang waren die Didaktik-Tagungen der DPG meine bevorzugte Quelle und Inspiration für didaktische Innovationen und boten mir Gelegenheit, meine Ideen vorzustellen und zu diskutieren. 

 

Welche Aufgabe sehen Sie für die Physik in der Gesellschaft von morgen?

Den anthropogenen Klimawandel sehe ich als größte Herausforderung unserer Zeit. Bei der Analyse der komplexen Zusammenhänge und den Problemlösungen in Bereichen wie z.B. Energieversorgung, Energiespeicherung, Naturschutz und Abfallwirtschaft muss die Physik eine tragende Rolle spielen. 

 

Woran arbeiten Sie heute?

Unsere natürliche Umwelt wie Meere, Wälder, Seen… ist existenziell bedroht, u.a. weil die Wertschätzung der Natur verloren geht. Über meine fotografischen Tätigkeiten versuche ich, auf die Schönheit der Natur hinzuweisen und dadurch eine Zuwendung der Betrachter zur Natur zu unterstützen. Der spezielle physikalische Blick bringt dabei manches erst ins Licht, was sonst seiner „Unscheinbarkeit“ wegen verborgen bliebe. 

 

Physik ist wie ....

Physik ist wie Poesie; sie verzaubert die Welt, indem sie die unendliche Schönheit des Universums vor Augen führt.