Spannung und Witzpotential pur
Erstes Schlag die Profs in Bonn am 29. Oktober 2025
„Bzzzt“ der Mathematikdozent betätigte eifrig den Buzzer, in Hoffnung die richtige Antwort vor dem Studierenden-Team parat zu haben. Die Zuschauenden warteten gespannt, ob dies der Fall war ... . Denn im ersten Spiel der Gameshow mussten die beiden Teams zu Beginn ihre Ortskenntnisse unter Beweis stellen und Gebäude auf dem Campus anhand von humorvollen Google Rezensionen von zum Teil verzweifelten Studierenden erraten. Das erste Studierenden-Team sorgte bei den verpixelten Bildern für einen ordentlichen Applaus als es bei einem recht hohen Verpixelungsgrad das Drehpendel aus dem ersten Praktikum erkannte. - Vielleicht auch, weil dieser Versuch sehr einprägsam war. Beim Raten von Zitaten konnten die Professoren das Zitat „Aber meine Herren, eine Fakultät ist doch keine Badeanstalt!“ David Hilbert richtig zuordnen, aber nicht mehr die Niederlage in der Kategorie abwenden.
Die Aufholjagd bei den Punkten begann für das Professoren-Team im zweiten Spiel: Dem Bau einer Kartoffelbatterie. Während es bei den Studenten nach „Probieren geht über Studieren“ aussah, steckte das Professoren-Team ihre Köpfe zusammen und schmiedete einen Plan aus.
Im dritten Spiel wurde es kreativ: Bei “Memechanics“ mussten die beiden Teams zu mehreren gegebenen Meme-Vorlagen passende Texte hinzufügen und sich für die eigenen besten drei Ergebnisse entscheiden. Per Publikumsvoting über die anonymisierten Memes gewannen die Studierenden die ersten drei Plätze für sich - auch wenn die Professoren es mit der Zahl „42“ versucht haben. Wie wohl das Ergebnis mit einem gut erstellten, aber nicht ausgewählten Meme des Professoren-Teams aussähe?
Nach einer leuchtenden Jonglage-Showeinlage zeigten beide Teams in „Physictionary“, ähnlich wie Montagsmaler, ihre künstlerischen Fähigkeiten. Hierbei mussten die Teams jeweils die gleichen Begriffe aus der Physik und Astronomie, von Schwingung bis Superposition, zeichnen und erraten. Während die Professoren oft direktere Bilder verwendeten und beim Tunneleffekt einen Tunnel malten, griffen die Studenten eher die Inhalte aus ihren Vorlesungen auf: Sie zeichneten beim Tunneleffekt das Potentialtopf-Diagramm und bei der Supernova ein Herzsprung-Russel-Diagramm. Durch einige Begriffe aus der schwierigeren Kategorie, wie der Gravitationslinseneffekt, entstand ein spürbarer Druck. Schließlich konnte sich das Professoren-Team dank anschaulicher Skizzen bei den meisten Begriffen durchsetzen.
Im Finale traten die zwei Prof-Teams gegen die vier Studierenden-Teams an. Ziel war es, auf Schnelligkeit jeweils drei Feynman-Diagramme mit zu suchenden Teilchen und Wechselwirkungen zu vervollständigen. Diese befanden sich jeweils gemischt in zwei Behältern und einem Bällebad. Die wenigen Bälle mit Beschriftung auszumachen und dann auch noch von Falschen zu unterscheiden resultierte am Ende in ein intensives Suchen, das von allen Teilnehmenden zielstrebig unterstützt wurde.
Schließlich warteten am Ende alle gespannt auf das Gesamtergebnis: Gewonnen haben die Studierenden, doch eine Revanche wird bei der nächsten Ausgabe folgen.
von Diana Tutelea, Maël Averdung