Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Max-Planck-Medaille 2019

Die Max-Planck-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik.

Prof. Dr. Detlef Lohse

Department of Physics – Physics of Fluids University of Twente, Enschede, Niederlande

„in Würdigung seiner bedeutenden theoretischen Beiträge zum Verständnis der Einzelblasen-Sonolumineszenz sowie zur Physik turbulenter Strömungen.“

Detlef Lohse hat mit herausragenden Arbeiten zur Theorie des fluiden Zustandes die moderne Hydrodynamik wesentlich beeinflusst. Insbesondere löste er das physikalische Rätsel der Sonolumineszenz von Einzelblasen, und er entwickelte (mit Siegfried Großmann) die führende Theorie für den Übergang zu turbulenter thermischer Konvektion. Seine Arbeiten über Tropfen und Blasen auf mikroskopischer Ebene kamen u.a. in Tintenstrahldruckern und bei Kontrastmitteln in der Herz-Ultraschalldiagnostik zur Anwendung.

Detlef Lohse (geb. 1963) studierte Physik in Kiel und Bonn und promovierte 1992 in Marburg. Seit 1998 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Physics of Fluids am Department of Applied Physics der University of Twente, Niederlande. Lohse wurde schon mehrfach hoch ausgezeichnet (u.a. Spinoza und Balzan Prize). Er ist Mitglied der Nationalen Akademie Leopoldina und der Royal Dutch Academy of Science.

Die Auszeichnung ist undotiert und besteht aus einer Goldmedaille und einer auf Pergament handgeschriebenen Urkunde, die im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht werden.

Stern-Gerlach-Medaille 2019

Die Stern-Gerlach-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik. Sie wird für Arbeiten aus dem gesamten Bereich der Physik vergeben.

Prof. Dr. Peter Braun-Munzinger

GSI, Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Johanna Stachel, Universität Heidelberg, und Peter Braun-Munzinger, GSI Darmstadt, werden für ihre gemeinsam erbrachten, herausragenden Forschungsleistungen in der Hochenergie- Schwerionenforschung geehrt. Nach Bau und Betrieb zentraler Detektoren der ALICE-Kollaboration am CERN gelang ihnen - nach ihrer Vorhersage des Anstiegs der J/Psi-Mesonenzahl als Signal für Deconfinement in heißer Materie - nun in der ALICE Kollaboration der Nachweis dieses Anstiegs.

Peter Braun- Munzinger wurde an der Universität Heidelberg promoviert. Er ging an die Universität Stony Brook, USA, wurde dort zum ordentlichen Professor berufen. Er folgte Mitte der 90er Jahre einem Ruf an die TH Darmstadt und übernahm von Rudolf Bock die Leitung des Bereiches Relativistische Schwerionenexperimente an der GSI und forscht seitdem am CERN. Er ist Träger des Lise-Meitner-Preises der European Physical Society (EPS).

Die Auszeichnung ist undotiert und besteht aus einer Goldmedaille und einer auf Pergament handgeschriebenen Urkunde, die im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht werden.

Prof. Dr. Johanna Stachel

Physikalisches Institut Universität Heidelberg

Johanna Stachel, Universität Heidelberg, und Peter Braun-Munzinger, GSI Darmstadt, werden für ihre gemeinsam erbrachten, herausragenden Forschungsleistungen in der Hochenergie-Schwerionenforschung geehrt. Nach Bau und Betrieb zentraler Detektoren der ALICE-Kollaboration am CERN gelang ihnen - nach ihrer Vorhersage des Anstiegs der J/Psi-Mesonenzahl als Signal für Deconfinement in heißer Materie - nun in der ALICE Kollaboration der Nachweis dieses Anstiegs.

Johanna Stachel wurde an der Universität Mainz promoviert und ging dann als Postdoktorandin an die Universität Stony Brook, USA. Ihre Entdeckung des hydrodynamischen Flusses der Kernmaterie am Alternating Gradient Synchrotron (AGS) in Brookhaven führte rasch zur ordentlichen Professur. Mitte der 90er Jahre folgte sie einem Ruf an die Universität Heidelberg. Sie war Präsidentin der DPG, erhielt den Lise-Meitner-Preis der European Physical Society (EPS) und ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Die Auszeichnung ist undotiert und besteht aus einer Goldmedaille und einer auf Pergament handgeschriebenen Urkunde, die im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht werden.

Gentner-Kastler-Preis 2019

Der Gentner-Kastler-Preis wird gemeinsam von der DPG und der Société Française de Physique verliehen. Er wird für besonders wertvolle wissenschaftliche Beiträge zur Physik jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Frankreich zuerkannt.

Prof. Dr. Christof Wetterich

Institut für Theoretische Physik Universität Heidelberg

„for his foundational work in quantum field theory and particularly for his formulation of functional renormalization. für seine grundlegenden Arbeiten in der Quantenfeldtheorie und insbesondere für seine Formulierung der funktionellen Renormierung.“

Christof Wetterich erhält den Gentner-Kastler-Preis 2019 für seine bahnbrechenden Arbeiten in der Quantenfeldtheorie, insbesondere für die Entwicklung der Methode der funktionalen Renormierung, die Anwendungen in vielen verschiedenen Gebieten der modernen Physik findet.

Christof Wetterich studierte von 1972 bis 1978 Physik an den Universitäten Paris-VII, Köln und Freiburg, wo er 1979 promovierte und sich 1983 habilitierte. Von 1981 bis 1983 arbeitete er am CERN und von 1983 bis 1985 an der Universität Bern, bevor er 1985 an das DESY in Hamburg wechselte. 1992 wurde er auf einen Lehrstuhl für Theoretische Physik der Universität Heidelberg berufen.

Die Auszeichnung wird im Jahr 2019 in Frankreich überreicht.

Robert-Wichard-Pohl-Preis 2019

Der Robert-Wichard-Pohl-Preis wird für hervorragende Beiträge zur Physik verliehen, die eine besondere Ausstrahlung auf andere Disziplinen in Wissenschaft und Technik haben, für außergewöhnliche Leistungen in der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis in der Lehre, im Unterricht und in der Didaktik der Physik.

Prof. Dr. Markus Arndt

Universität Wien Quantum Nanophysics Group

„für seine herausragenden Beiträge zur Entwicklung, Demonstration und Anwendung von Materiewelleninterferometrie mit Makromolekülen, die sowohl für Fachleute als auch für ein breites Publikum auf einzigartige Weise die elementaren Gesetze der Quantenphysik vermitteln. Seine Methoden eröffnen außerdem neue Anwendungen im Bereich der molekularen Spektroskopie.“

Markus Arndt gilt als Pionier auf dem Gebiet der Materiewelleninterferometrie mit Makromolekülen. Mit der Beobachtung von Quanteninterferenz an großen organischen Molekülen stellen er und sein Team regelmäßig neue Weltrekorde auf. Darüber hinaus ermöglichen die entwickelten Methoden völlig neue Anwendungen in der physikalischen Chemie, etwa zur Bestimmung von elektronischen oder Struktur-Eigenschaften komplexer Moleküle. Seine Experimente, etwa der mit Anton Zeilinger gemeinsam durchgeführte Doppelspaltversuch mit C60-Molekülen („Buckyballs“) oder die Beobachtung von Dekohärenz durch Wärmestrahlung, gehören mittlerweile zum Standardrepertoire von Lehrbüchern und Vorlesungen.

Markus Arndt studierte Physik an der LMU München und promovierte 1994 am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei Theodor Hänsch. Nach Postdoc-Aufenthalten an der ENS Paris in der Gruppe von Jean Dalibard und der Universität Innsbruck bei Anton Zeilinger ist er seit 2004 Professor an der Fakultät für Physik der Universität Wien. Er ist derzeit Sprecher der Vienna Doctoral School of Physics.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Gustav-Hertz-Preis 2019

Der Gustav-Hertz-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/innen auszeichnen und so dem Ansporn des Nachwuchses dienen. Dabei soll die auszuzeichnende Arbeit aus den Gebieten der experimentellen oder theoretischen Physik stammen, einen gewissen Abschluss zeigen und neue Erkenntnisse enthalten. "Erkenntnis" wird dabei nicht allein im Sinne der Grundlagen verstanden, sondern es werden auch Ergebnisse im Sinne der Anwendung und Praxis gewertet. Als "junge Physiker/innen" werden auch solche mit abgeschlossener Promotion und in besonderen Fällen mit abgeschlossener Habilitation verstanden, sofern ihnen zum Zeitpunkt des Vorschlags kein Angebot einer Lebensstellung als Hochschullehrer/in oder einer leitenden Stellung in einem hochschulfreien Forschungsinstitut oder in der Industrie vorliegen.

PD Dr. Svend-Age Biehs

Institut für Physik Universität Oldenburg

„für seine wesentlichen Beitra¨ge zum Versta¨ndnis des nahfeldinduzierten Strahlungswa¨rmetransports, insbesondere des Nahfeld-Wa¨rmemikroskops. Sein Beitrag zur Entwicklung eines thermischen Transistors sowie die Entdeckung der thermischen Bistabilita¨t sind von großer Bedeutung. Daru¨ber hinaus sind seine Untersuchungen zur Super-Planckschen-Strahlung hyperbolischer Metamaterialien wegweisend.“

Svend-Age Biehs leistete eine Fülle bahnbrechender Beiträge zu den theoretischen Grundlagen sowie zukünftigen Anwendungen thermischer Nahfeld-Effekte. Seine Theorie des Nahfeld-Raster-Wärmemikroskops, seine Arbeiten zur Super-Planckschen-Strahlung hyperbolischer Metamaterialien und seine brillanten Ideen zur Entwicklung logischer Elemente auf der Grundlage der Nahfeld-Wärmestrahlung erlangten hohe internationale Anerkennung.

Svend-Age Biehs, geboren in Halle (Saale), studierte Physik und promovierte in Oldenburg. Nach zweijährigem Aufenthalt am Institute d'Optique in Palaiseau in der Gruppe von Jean-Jacques Greffet kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Oldenburg zurück, wo er sich 2014 habilitierte und inzwischen als Heisenberg-Stipendiat sein eigenes Team aufbaut.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Walter-Schottky-Preis 2019

Der Walter-Schottky-Preis dient der Auszeichnung einer in den letzten beiden Jahren, bevorzugt im letzten Jahr, auf dem Gebiet der Festkörperforschung veröffentlichten, hervorragenden Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/ innen.

Dr. Eva Vera Benckiser

Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart

„für ihre herausragenden Beiträge zur Erforschung komplexer Materialien mit korrelierten Elektronen. Durch die Entwicklung röntgenspektroskopischer Methoden erlangte sie wegweisende Einblicke in die Elektronenstruktur von Metalloxid-Grenzflächen und schuf eine vielversprechende Grundlage für die gezielte Beeinflussung der magnetischen Strukturen und Transporteigenschaften korrelierter Elektronensysteme.“

Eva Benckiser leistete herausragende Beiträge zur Erforschung komplexer Materialien mit korrelierten Elektronen. Durch die Entwicklung röntgenspektroskopischer Methoden erlangte sie wegweisende Einblicke in die Elektronenstruktur von Metalloxid-Grenzflächen und schuf damit eine vielversprechende Grundlage für die mikroskopische Beschreibung und gezielte Beeinflussung der magnetischen Strukturen und Transporteigenschaften korrelierter Elektronensysteme.

Eva Benckiser wurde 2007 an der Universität zu Köln promoviert und war danach zunächst Postdoktorandin und später Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung. Seit 2014 leitet sie dort die Minerva-Arbeitsgruppe „Röntgenspektroskopie von Oxid-Heterostrukturen“.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Frühjahrstagung in Regensburg überreicht.

Gaede-Preis 2019

Gestiftet 1985 von Dr. Manfred Dunkel, verwaltet von der Gaede-Stiftung und vergeben von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) Der Preis wird in der Regel auf der DPG-Frühjahrstagung der Sektion Kondensierte Materie (SKM) überreicht.

Dr. Selina Olthof

Institut für Physikalische Chemie Universität zu Köln

Selina Olthof erhält den Gaede-Preis 2019 für ihre herausragenden Arbeiten zu den Grenzflächeneigenschaften von organischen Halbleitern und halbleitenden Perowskiten mittels Photoelektronenemissionsspektroskopie. Der Transport zwischen Halbleitern und Kontakten spielt eine entscheidende Rolle für das Bauelementeverhalten. Selina Olthof korreliert ihre spektroskopischen Ergebnisse hierzu mit der Performanz von Bauelementen. Sie lieferte weiterhin wichtige Beiträge zur kontrollierten molekularen Dotierung.

Selina Olthof studierte bis 2006 Physik an der Universität Stuttgart und promovierte 2010 über organische Halbleiter bei Karl Leo an der TU Dresden. Danach ging sie für zwei Jahre an die Princeton University (USA), wo sie als Postdoktorandin bei Antoine Kahn arbeitete. Seit 2012 ist sie Habilitandin am Institut für Physikalische Chemie der Universität Köln in der Gruppe von Klaus Meerholz.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Frühjahrstagung in Regensburg überreicht.

Hertha-Sponer-Preis 2019

Der Hertha-Sponer-Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Physik an eine Wissenschaftlerin vergeben. Der Preis soll vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen durch öffentliche Auszeichnung ermutigen und so mehr Frauen für die Physik gewinnen.

PD Dr. Adriana Pálffy-Buß

Abteilung für Theoretische Physik Max-Planck-Institut für Kernphysik

„für ihre wegweisenden theoretischen Berechnungen der Wechselwirkung hochenergetischer Strahlung mit Atomkernen basierend auf Quanteneffekten. Diese Vorhersagen der sogenannten starken Kopplung sind hochrelevant für nanoskopische Systeme in der Röntgenquantenoptik.“

Adriana Pálffy-Buß hat in einer Reihe von Pionierarbeiten theoretisch untersucht, wie man Atomkerne für neuartige Anwendungen in der Röntgenquantenoptik verwenden kann. Ihre Vorhersagen über die verstärkte Wechselwirkung zwischen Strahlung und Atomkernen, der sogenannten starken Kopplung, welche in der Quantenoptik als Grundstein vieler Quanteneffekte bekannt ist, wurden vor kurzem experimentell in nanoskopischen Systemen bestätigt.

Adriana Pálffy-Buß hat an der Universität Bukarest Physik studiert und wurde 2006 an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert. Nach Forschungsaufenthalten in Großbritannien wurde sie 2014 an der Universität Heidelberg habilitiert. Seit 2016 leitet sie eine Minerva-Gruppe der Max-Planck-Gesellschaft am MPI für Kernphysik in Heidelberg.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Smoluchowski-E.-Warburg-Preis 2019

Der Marian-Smoluchowski-Emil-Warburg-Preis wird für herausragende Beiträge in der reinen oder angewandten Physik gemeinsam von der Polnischen Physikalischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Erinnerung an das Wirken von Marian Smoluchowski in Polen und Emil Warburg in Deutschland verliehen. Der Preis wurde mit Hilfe der Meyer-Viol-Stiftung eingerichtet. Er wird in zweijährigem Rhythmus abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Polen zuerkannt.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Hänggi

Lehrstuhl für Theoretische Physik I Universität Augsburg

Peter Hänggi erhält den Marian-Smoluchowski - Emil-Warburg-Preis 2019 für seine bahnbrechenden Beiträge zum Verständnis und zur Charakterisierung der Rolle von Fluktuationen in der statistischen Physik, insbesondere im Kontext künstlicher Brownscher Motoren, dem Phänomen der stochastischen Resonanz, der Charakterisierung der relativistischen Brownschen Bewegung, der relativistischen Thermodynamik und für Grundlagen der Quanten-Thermodynamik.

Peter Hänggi hat in Basel studiert und promoviert. Nach einer Postdoc-Zeit an der University of Illinois und an der University of California in San Diego, war er Professor an der New York University, bis er 1986 auf einen Lehrstuhl für theoretische Physik an der Universität Augsburg berufen wurde.

Die Auszeichnung wird 2019 in Polen überreicht.

Georg-Simon-Ohm-Preis 2019

Der Georg-Simon-Ohm-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines Studenten oder einer Studentin der physikalischen Technik oder verwandter Studiengänge an Fachhochschulen auszeichnen und so dem Ansporn des physikalisch-technischen Nachwuchses dienen.

M.Sc. Robin Yoël Engel

University of Applied Sciences Emden/Leer und Carl von Ossietzky University Oldenburg

„für seine hervorragende Abschlussarbeit „Planning, Simulation and Preparation of a Magnetic Resonant Imaging Experiment based on the Detection of Anisotropic gamma-Radiation from Hyperpolarized Isomers“ im Master-Studiengang „Engineering Physics“. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildgebung mit hyperpolarisierten Radionukliden und kombiniert die hohe räumliche Auflösung der Magnetresonanztomographie mit einem empfindlichen Nachweis für die Nuklearmedizin.“

Für die Abschlussarbeit im kooperativen Master-Studiengang Engineering Physics mit dem Titel „Planning, Simulation and Preparation of a Magnetic Resonant Imaging Experiment based on the Detection of Anisotropic gamma-Radiation from Hyperpolarized Isomers“. Sie leistet einen herausragenden Beitrag zur Bildgebung mit hyperpolarisierten Radionukliden als anisotrope Gammaemitter. Dieser Ansatz kombiniert die hohe räumliche Auflösung der Magnetresonanztomographie mit einem empfindlichen Nachweis der Nuklearmedizin, was zu neuen Wegen in der medizinischen Diagnostik führen kann.

Robin Engel absolvierte an der Hochschule Emden/Leer (HSEL) und der Universität Oldenburg den Bachelor- und Masterstudiengang Engineering Physics. Die Ergebnisse der unter der Betreuung von Walter Neu (HSEL) und Magdalena Kowalska (ISOLDE/CERN) durchgeführten Masterarbeit wurden bereits in zwei Konferenzbeiträgen dargestellt.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

DPG-Technologietransferpreis 2019

Der Technologietransferpreis wird an die am Technologietransfer beteiligten Parteien, also an das Institut, aus dem die Technologie kommt, an die für den Technologietransfer verantwortliche Stelle und an das die Technologie umsetzende Unternehmen, gemeinsam verliehen.

Nanotemper Technologies GmbH

Die Nanotemper Technologies GmbH, München Das Center für NanoScience (CeNS), Systems Biophysics, der LMU München Die Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer (KFT), Spin-off Service der LMU München

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft verleiht den DPG-Technologietransferpreis 2018 gemeinschaftlich an das Center für NanoScience (CeNS), Systems Biophysics, der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer (KFT), Spin-off Service, der Ludwig-Maximilians-Universität München und die NanoTemper Technologies GmbH, München, für die herausragende Entwicklung der mikroskaligen Thermophorese (MST), durch die Arzneimittelwirkstoffe in natürlicherer Umgebung und mit außerordentlich geringen Mengen analysiert werden können, für den erfolgreichen Transfer dieser Technologie in eine Ausgründung aus der Universität und für die erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung dieser Technologie auf dem Gebiet der Medikamentenentwicklung.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Georg-Kerschensteiner-Preis 2019

Der Georg-Kerschensteiner-Preis kann für hervorragende Leistungen auf folgenden, der Vermittlung der Physik dienenden Gebieten, verliehen werden: a) Lehre im Bereich Schule, Hochschule und Weiterbildung, b) Erforschung der Lehr- und Lernprozesse im Physikunterricht und c) Entwicklung und Erforschung neuer Konzepte und Medien für die Lehre und deren wissenschaftliche Evaluation.

Thomas Biedermann

Christian-Gymnasium Hermannsburg Europaschule in Niedersachsen

„für sein langjähriges herausragendes Engagement, Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Physik zu begeistern. Dies geschah in vielfältiger Weise im Rahmen des Wettbewerbs Jugend forscht und der IdeenExpo sowie durch die Entwicklung experimentell ausgerichteter Unterrichtseinheiten. Er wirkte als Weichensteller und Ideengeber auf unterschiedlichsten Ebenen.“

Thomas Biedermann hat durch herausragendes Engagement Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Physik begeistert. Dies geschah in vielfältiger Weise im Rahmen des Wettbewerbs Jugend forscht und der IdeenExpo sowie durch die Entwicklung experimentell ausgerichteter Unterrichtseinheiten. Er wirkte als Weichensteller und Ideengeber auf unterschiedlichsten Ebenen. Auch über den Ruhestand hinaus engagiert er sich ehrenamtlich für die Popularisierung von naturwissenschaftlichen Inhalten.

Thomas Biedermann unterrichtete am Christian Gymnasium Hermannsburg Mathematik, Physik und Informatik. Er war Fachberater für Physik bei der niedersächsischen Landesschulbehörde und im Arbeitskreis „Netzwerk Physik Gymnasium (NUN)" für die Entwicklung von experimentell ausgerichteten Unterrichtseinheiten aktiv. Von 2001 bis 2017 leitete er in Niedersachsen den Wettbewerb Jugend forscht.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Lehrerpreis 2019

Dieser Preis wird für herausragende Leistungen in der Gestaltung und Weiterentwicklung von Physikunterricht an Schulen vergeben, beispielsweise für Leistungen, die in besonderem Maße geeignet sind, Schülerinnen und Schüler für das Fach Physik zu motivieren, die Bedeutung der Physik für das Leben und Zusammenleben der Menschen aufzuzeigen sowie Talente für die Physik zu erschließen.

Herbert-Walther-Preis 2019

Der Herbert-Walther-Preis ehrt herausragende Beiträge in der Quantenoptik und der Atomphysik sowie hervorragende Leistungen in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Der Preis wird gemeinsam von der Optical Society of America (OSA) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Erinnerung an Herbert Walther vergeben, der in den USA und in Deutschland mit großem Erfolg geforscht und sich durch sein Wirken für die OSA und DPG in hervorragender Weise verdient gemacht hat. Die Verleihung erfolgt jährlich abwechselnd in den USA und in Deutschland.

Prof. Sir Peter Knight

Kavli Royal Society Centre, Chicheley Hall and Emeritus Professor of Quantum Optics and Senior Research Investigator, Blackett Laboratory, Imperial College London

Sir Peter Knight gehört zu den Pionieren der Quantenoptik. Bereits während seiner Promotion 1972 an der Sussex University und Postdoc in Rochester, Sussex, und am Royal Holloway College machte er wichtige Beiträge zur Spontanen Emission und dem Lamb-Shift. Seit 1979 arbeitet er am Imperial College, London, wo er sich sehr bald auf die Wechselwirkung zwischen Atomen und Licht in Resonatoren konzentrierte. Neben grundlegenden und vielzitierten Arbeiten auch zu Mehrphotoneneffekten und der Verschränkung in der Quanteninformation leistete er unschätzbare und unermüdliche Dienste für die Gemeinschaft der Quantenoptik.

Unter anderem leitete er die Optical Society of America, war Präsident des Institute of Physics, und initiierte zusammen mit Herbert Walther die European Quantum Optics Conferences, einen wichtigen Startpunkt der heute bestens etablierten europäischen Quantenoptik- und Quanteninformation.

Die Auszeichnung wird gemeinsam von der Optical Society of America und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auf der LASER World of Photonics München im Juni 2019 überreicht.

Max-Born-Preis 2019

Der Max-Born-Preis wird für besonders wertvolle und aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Physik gemeinsam vom britischen Institute of Physics (IOP) und der DPG in Erinnerung an das Wirken Max Borns in Großbritannien und Deutschland verliehen. Er wird jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Großbritannien zuerkannt.

Prof. Michael Coey

Trinity College Dublin School of Physics

„for the understanding and description of the magnetic properties of novel magnetic materials, including amorphous alloys, magnetic oxides, half-metals and hard magnetic materials, and for pioneering their use in devices.“

Michael Coey hat richtungsweisende Beiträge zur Physik magnetischer Materialien geleistet. Diese sind ausgesprochen vielfältig, und betreffen insbesondere Materialklassen wie amorphe Legierungen, magnetische Oxide und magnetische Halbmetalle. Seine Pionierarbeit erstreckt sich bis hin zu Entwicklung von konkreten Anwendungen der von ihm entdeckten Materialien und Phänomene.

Michael Coey studierte an der Cambridge University, UK, und promovierte an der University of Manitoba in Winnipeg, Kanada. Es folgten Anstellungen als Forscher in Grenoble sowie bei IBM in Yorktown Heights in den USA. Seit 1978 ist er am Trinity College in Dublin, wo er 2007 zum "Erasmus Smith’s Professor of Natural and Experimental Philosophy" berufen wurde, und seit 2012 als Emeritus tätig ist.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Schülerinnen und Schülerpreis (IYPT) 2019

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Er wurde 1982 - 91 von der Physikalischen Gesellschaft der DDR vergeben und von der DPG übernommen. Die fünf besten deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Physik-Olympiade sowie des Young Physicists' Tournament werden ausgezeichnet.

Toni Beuthan

Robert-Bosch-Gymnasium, Langenau

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams beim 31st International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Peking, China, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Saskia Drechsel

Glückauf-Gymnasium, Dippoldiswalde

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams beim 31st International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Peking, China, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Frederik Gareis

Frankenwald-Gymnasium, Kronach

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams beim 31st International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Peking, China, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Martin Link

Gymnasium Kirchheim

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams beim 31st International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Peking, China, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Paul Linke

Geschwister Scholl Gymnasium, Löbau

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams beim 31st International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Peking, China, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Schülerinnen und Schülerpreis (PhysikOlympiade) 2019

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Er wurde 1982 - 91 von der Physikalischen Gesellschaft der DDR vergeben und von der DPG übernommen. Die fünf besten deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Physik-Olympiade sowie des Young Physicists' Tournament werden ausgezeichnet.

Tim Pokart

Max-Steenbeck-Gymnasium, Cottbus

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams bei der 49. Internationalen Physikolympiade in Lissabon, Portugal, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

David Ventzke

Wilhelm-Ostwald-Schule Gymnasium der Stadt Leipzig

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams bei der 49. Internationalen Physikolympiade in Lissabon, Portugal, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Wilhelm Holfeld

Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, Dresden

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams bei der 49. Internationalen Physikolympiade in Lissabon, Portugal, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Jule Katharina Schrepfer

Goetheschule Staatliches Gymnasium mit math.-nat. Spezialklassen

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams bei der 49. Internationalen Physikolympiade in Lissabon, Portugal, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.

Pascal Reeck

Wilhelm-Ostwald-Schule, Leipzig

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglieder des deutschen Teams bei der 49. Internationalen Physikolympiade in Lissabon, Portugal, erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Jahrestagung in Rostock überreicht.