Preisträgerinnen und Preisträger des DPG-Nachwuchspreis für Beschleunigerphysik

Der Nachwuchspreis für Beschleunigerphysik verfolgt das Ziel, die Arbeit junger Forscherinnen und Forscher zu fördern und herausragende wissenschaftliche Beiträge zu würdigen, die in einer frühen Forschungsphase auf dem Gebiet der Beschleunigerphysik entstanden sind.

2020

© Carsten Neupert

Dr. Uwe Niedermayer

„In Würdigung seiner herausragenden, im Rahmen seiner Promotion und ersten Forschungsphase erbrachten wissenschaftlichen Leistungen bei der Entwicklung von Simulationsprogrammen zur Berechnung von Koppelimpedanzen, die unter anderem zur Auslegung und Berechnung geplanter und im Bau befindlicher Beschleunigeranlagen an GSI und CERN eingesetzt werden, sowie bei dem ACHIP-Projekt, wo er federführend an der Entwicklung der Simulationsprogramme für die neuartigen lasergetriebenen dielektrischen Elektronenbeschleuniger arbeitet. Ein von ihm in diesem Zusammenhang erdachtes Beschleunigungsschema gilt bereits jetzt als einer der wichtigsten Durchbrüche, der den Weg zu einem lasergetriebenen dielektrischen Beschleuniger auf einem Mikrochip weiter ebnet. Es ist besonders beeindruckend, dass Uwe Niedermayer gleichzeitig auch Beiträge auf dem Gebiet der Hochtemperatur-Dünnfilm-Supraleiter für die FCC Designstudie beisteuert. Das zeigt beeindruckend die große Breite, die Uwe Niedermayers Forschungsportfolio umfasst. Durch seine Arbeiten hat sich Uwe Niedermayer bereits nach einer relativ kurzen Forschungsphase ein international hohes Ansehen und eine große Wertschätzung erworben. Seine Aktivitäten lassen weitere herausragende Forschungsergebnisse in näherer Zukunft erwarten.“

Die Auszeichnung wurde während eines AKBP-Seminars im September 2020 in Bad Honnef verliehen.

2019

© Privat

M.Sc. Michaela Schaumann

„In Anerkennung ihrer herausragenden, im Rahmen ihrer Promotion und ersten Forschungsphase erbrachten wissenschaftlichen Leistungen bei dem Schwerionenbetrieb von LHC. Sie hat zum Verständnis des Schwerionenbetriebs mittels eines von ihr entwickelten semiempirischen Models entscheidend beigetragen. Das von ihr etablierte Modell, das auf Simulationsrechnungen und analytischen Betrachtungen beruht, ist nicht nur die Grundlage der LHC Schwerionen Betriebs sondern auch die Basis für die Projektion der Strahlparameter in die zukünftige HL-LHC Betriebsphase. Es ist besonders beeindruckend, dass Michaela Schaumann im Anschluss an die CERN-Fellow-Position, die sie nach der Promotion inne hatte, mit der Position eines "Engineer in Charge" die Verantwortung für den Ionenbetrieb des LHC Speicherrings übertragen bekommen hat. Durch ihre Arbeiten hat sich Michaela Schaumann bereits nach einer relativ kurzen Forschungsphase ein international hohes Ansehen und eine große Wertschätzung erworben. Ihre Aktivitäten lassen weitere herausragende Forschungsergebnisse in näherer Zukunft erwarten. “

2018

© Thomas Schuster

Andreas R. Maier

„In Würdigung seiner herausragenden, im Rahmenseiner Promotion und ersten Forschungsphase erbrachten wissenschaftlichen Leistungen bei der Weiterentwicklung der Laser-getriebenen Kielwellen-Beschleunigung in Plasmen. Die unter seiner Leitung aufgebaute Anlage LUX ermöglicht die Erzeugung von Röntgenstrahlung in Undulatoren mit Laser-Plasma-beschleunigten Elektronen und demonstrierte eine bei dieser Art von Beschleunigern bislang unerreichte Langzeitstabilität und Zuverlässigkeit. Seine Forschungsarbeiten umfassen wegweisende und innovative Ideen zur weiteren Verbesserung dieser Beschleunigungstechnologie und zielen auf die erstmalige Realisierung eines Freie-Elektronen-Lasers mit Laser-Plasma-beschleunigten Elektronen. Durch seine Arbeiten erwarb sich Herr Maier bereits nach einer relativ kurzen Forschungsphase ein international hohes Ansehen und eine große Wertschätzung. Seine Aktivitäten lassen weitere herausragende Forschungsergebnisse in näherer Zukunft erwarten.“