Pressemitteilung
der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V.
Vom Beobachten zum Erklären: Wie Naturwissenschaften funktionieren
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft erläutert in der neuen Ausgabe von Physikkonkret, wie Forschende auf Basis von Daten und Modellen zu neuen und belastbaren Erkenntnissen gelangen.
Insbesondere bei komplexen Problemen, wie beispielsweise der Corona-Pandemie, kann es zu widersprüchlichen Einschätzungen von Expertinnen und Experten kommen. Obwohl die Naturwissenschaften objektiv und faktenbasiert sind, ist dieser Eindruck durch ihre Vorgehensweise selbst bedingt: Die entwickelten Modelle und daraus abgeleiteten Erkenntnisse hängen letztlich immer von der Qualität der Daten ab.
„Physik ist nie widersprüchlich. Aber unzureichende Daten oder vorläufige Modellierungen können zu scheinbar unterschiedlichen Aussagen führen. Es ist daher notwendig, die Qualität der Datenbasis und Modellierung anzugeben.“ erläutert Klaus Richter, Vizepräsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
Wissenschaft ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Forschende beobachten Phänomene experimentell, stellen Hypothesen auf und entwickeln daraus Modelle und Theorien. Bessere Daten führen dazu, dass Modelle und Hypothesen sich verbessern und auch zu neuen Theorien führen können. So entsteht wissenschaftlicher Fortschritt. Die aktuelle Ausgabe von Physikkonkret beleuchtet diese Methodik und zeigt, wie Naturwissenschaften funktionieren.
Über Physikkonkret
Die Reihe Physikkonkret der DPG stellt regelmäßig aktuelle physikalische Themen in leicht verständlicher Form dar. Sie richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und möchte die Faszination für Physik und ihre Relevanz für den Alltag vermitteln. Die neue Ausgabe steht ab sofort auf der Webseite der DPG zum kostenlosen Download bereit.
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit mehr als 50.000 Mitgliedern auch mitgliederstärkste physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. In Berlin unterhält die DPG ihre Hauptstadtrepräsentanz zur Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Gesellschaft.
Website: www.dpg-physik.de