25.03.2026

Einweihung der Gedenktafel zu Ehren von Arnold Berliner

Am 24. März 2026 wurde in Berlin eine Gedenktafel für das ehemalige DPG-Mitglied eingeweiht. Die gestrige Einweihung erfolgte mit Ansprachen des Bezirksbürgermeisters Jörn Oltmann und Dr. Stefan L. Wolff sowie mit Musik von Gustav Mahler.

Am frühen Nachmittag des gestrigen Tages trafen sich Interessierte, Vertreter:innen der DPG und der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in der Lukasgemeinde, Kurfürstenstraße 133, Berlin um das Gedenken von Arnold Berliner zu ehren. Nach einer musikalischen Begrüßung folgte die Ansprache des Bürgermeisters Jörn Oltmann. In seiner berührenden Rede gedachte Stefan Wolff dem ehemaligen DPG-Mitglied und Opfer des Nationalsozialismus Arnold Berliner. Es folgte ein kurzer Gang zur Tafel, die feierlich enthüllt wurde.

Gespielt wurden von Gustav Mahler, der in enger Beziehung zu Berliner stand:
Lieder eines fahrenden Gesellen, Nr. 1
Des Knaben Wunderhorn, Teil 2, Rheinlegendchen
Bearbeitungen für ein Trio aus Violine, Klarinette und Violoncello, für den gestrigen Anlass arrangiert von Johanna Storch

Arnold Berliner (1862–1942) war von 1901 bis 1938 Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Nach einer Tätigkeit für die AEG gründete er 1913 die Zeitschrift „Die Naturwissenschaften“, in der die Leser aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen in der Forschung unterrichtet wurden. Im August 1935 beendete der Verlag diese Tätigkeit abrupt. Initiativen zu einer Emigration blieben erfolglos. Abgeschnitten von Wissenschaft und Kultur, Berliner war ein enger Freund des Komponisten Gustav Mahler gewesen, setzte er angesichts des drohenden Wohnungsverlustes 1942 seinem Leben selbst ein Ende.