Gemeinsame Pressemitteilung
der Universität Bonn und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V.
50 Jahre Physikzentrum Bad Honnef: Physikfest mit Einblicken in Wissenschaft, Geschichte und Zukunft des Hauses
Das Physikzentrum Bad Honnef lädt anlässlich seines 50-jährigen Bestehens am Samstag, 4. Juli 2026 ab 14:00 Uhr, zum Physikfest ein. Der Eintritt ist frei, für manche Programmpunkte ist eine kostenlose Anmeldung erforderlich. Medienvertreter:innen sind auch zur Festveranstaltung am Vormittag mit geladenen Gästen willkommen – u.A. mit Grußwort der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW Ina Brandes.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1976 ist das Physikzentrum Bad Honnef (PBH) ein zentraler Ort des wissenschaftlichen Austauschs und der Begegnung. Als Tagungsstätte und Sitz der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) kommen hier Forschende aus Deutschland und aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Physik zu diskutieren und voranzubringen. Am 4. Juli 2026 öffnet das PBH ab 14 Uhr unter dem Motto „Ein Tag voller Physik“ seine Tore und gibt Besucher:innen Einblicke in aktuelle Wissenschaft und das historische Gebäude. Mit Experimenten zum Mitmachen, wissenschaftlichen Vorträgen, VR-Flügen ins Weltall und einer spannenden Physikshow am Abend wird die Faszination für Physik erlebbar.
„Wir feiern ein halbes Jahrhundert intensiver wissenschaftlicher Zusammenarbeit, internationaler Vernetzung und erfolgreicher Wissenschaftskommunikation“, erklärt der wissenschaftliche Leiter des Hauses und Experimentalphysiker an der Universität Bonn Klaus Desch. „Zugleich öffnet sich das Physikzentrum mit dem Physikfest gezielt für die Öffentlichkeit und lädt dazu ein, Physik hautnah zu erleben.“
Das Physikfest wartet mit einem umfassenden Programm auf:
- Spannende Einblicke in aktuelle Themen der Physik
- Begegnungen mit Forschenden
- Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
- Interaktive Angebote und Experimente zum Mitmachen
- Rückblicke auf 50 Jahre Physikzentrum Bad Honnef sowie Einblicke in die Zukunft des Hauses
- VR-Weltraumflüge mit dem SpaceBuzz One des DLR
- Spannende Physikshow der Universität Bonn
„Das Physikzentrum steht seit Jahrzehnten für intensiven wissenschaftlichen Austausch in einzigartiger Atmosphäre und ist international als Begegnungsstätte für Physikerinnen und Physiker etabliert“, betont Bernhard Nunner, Hauptgeschäftsführer der ansässigen DPG.
Hinweis für Redaktionen
Am Vormittag beleuchtet die Festveranstaltung für geladene Gäste ab 11 Uhr die Bedeutung sowie die Zukunft des Hauses – mit einer Paneldiskussion und Grußworten von Ministerin des Landes NRW Ina Brandes, dem Bürgermeister der Stadt Bad Honnef Philipp Herzog sowie Vertreter:innen der DPG, und der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Medienvertreter:innen sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung unter ist erforderlich.
Über das Physikzentrum Bad Honnef
Das Physikzentrum Bad Honnef (PBH) wurde am 12. Juni 1976 im denkmalgeschützten Hölterhoffstift eröffnet und wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn betrieben. Die Universität Bonn ist Eigentümerin des mittlerweile 120 Jahre alten Gebäudes. Beide Partner, die Universität Bonn und die DPG, haben die Nutzung des PBH vertraglich geregelt und langfristig abgesichert. Seit Jahrzehnten fördert das Land NRW das PBH mit jährlichen Zuschüssen zum Betrieb. Das PBH hat sich seit seiner Gründung schnell entwickelt und ist bereits seit langer Zeit ein international renommiertes wissenschaftliches Tagungszentrum. Bedeutende Modernisierungen wurden finanziell durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung unterstützt, darunter der Hörsaalneubau (2003) und der Bau des Gästehauses mit Tiefgarage (2014–2015). Auch die umfassende Sanierung des historischen Stiftsgebäudes (2010–2012) trug zur Verbindung von moderner Wissenschaft und historischer Architektur bei. Durch die umfassende Sanierung konnte der Standard aller Gästezimmer auf ein zeitgemäßes Niveau angehoben werden. Ferner wurde der Brandschutz ertüchtigt, Barrierefreiheit geschaffen und die technischen Gewerke modernisiert.
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zählt zu den besten Universitäten weltweit. Für 31.500 Studierende, fast 7.000 Promovierende und 700 Professorinnen und Professoren ist sie der Ort für forschungsnahes Lehren und Lernen. Das Fächerspektrum ihrer sieben Fakultäten reicht von den Agrarwissenschaften bis zur Zahnmedizin. Neben starken Disziplinen widmen sich sechs fakultäts- und fächerübergreifende „Transdisziplinäre Forschungsbereiche“ zentralen wissenschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Sie sind Teil des Zukunftskonzepts der seit 2019 geförderten Exzellenzuniversität Bonn. Im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern arbeiten Bonner Forschende außerdem in inzwischen acht Exzellenzclustern auf Augenhöhe mit dem internationalen Wettbewerb. Keine andere Universität hat mehr dieser Verbundprojekte eingeworben. Allein drei der acht Cluster sind im Bereich der Physik angesiedelt.
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit mehr als 50.000 Mitgliedern auch mitgliederstärkste physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. In Berlin unterhält die DPG ihre Hauptstadtrepräsentanz zur Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Gesellschaft. Website: www.dpg-physik.de