25.02.2022

Wissenschaft soll auch in der Ukraine-Krise verbinden

Die vier großen naturwissenschaftlichen Gesellschaften sind tief bestürzt über die kriegerische Gewalt, die anstelle friedlichen Ausgleich und Kooperation zu suchen, Menschenleben vernichtet, Selbstbestimmung ignoriert und Zusammenarbeit zerstört.

Unsere Sorge und unsere Solidarität gelten der ukrainischen Bevölkerung und allen anderen Leidtragenden dieses Krieges, dessen sofortiges Ende wir fordern.

Als wissenschaftliche Gesellschaften kooperieren wir mit Partnerorganisationen in aller Welt und fördern die internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Studierenden. Wir stehen für den nationenübergreifenden Dialog und die gemeinsame Entwicklung von wissensbasierten Lösungen. Der freie Wissensaustausch über Grenzen hinweg ist untrennbar mit der Respektierung der Menschenrechte, der Meinungsfreiheit und des Völkerrechts verbunden.

Dieser Krieg zeigt uns unmissverständlich, wie wichtig es ist, entschieden für unsere demokratischen Werte einzutreten. Auch wenn nun die Politik gefragt ist, haben auch wir als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine wichtige Verantwortung und Aufgabe: Wir werden uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen, die Brücken für einen freien Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Meinungen über Ländergrenzen und Kulturen hinweg weiter zu erhalten. Wir lassen uns nicht in unserem Glauben an die verbindende Wirkung von Wissenschaft erschüttern!

Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo)
Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO)