06.04.2000

Pressemitteilung

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Schon 10.000 Passagiere reisten zum Urknall

Der vom Zufall Auserwählte ist Herr Wilfried Keddi (43 Jahre), der eigentlich aus Herne im Ruhrgebiet kommt. In Berlin ist er zur Zeit aus beruflichen Gründen: als Ingenieur auf der Baustelle des Lehrter Bahnhofs ist er am Aufbau des neuen Berlins beteiligt. Für den Besuch der Ausstellung "Reise zum Urknall" hat er sich der Hobby-Astronom extra drei Tage frei genommen.

Herr Keddi erhält gleich drei Präsente auf einmal: Als praktisches Utensil auf der Reise in die Vergangenheit zunächst eine Sanduhr, die nach oben läuft anstatt nach unten. Möglich machen dies zwei Flüssigkeiten, von denen die eine leichter ist als die andere und die deshalb nach oben steigt. Gestiftet wurde die Uhr vom Verlag "Spektrum der Wissenschaft". Der Direktor der Berliner Urania, Ulrich Bleyer, legte noch ein wertvolles Geschenk dazu: ein Jahresabonnement, das stark ermäßigten Eintritt gewährt zu den vielfältigen Veranstaltungen dieser traditionsreichen Berliner Institution.

Abgerundet wird das Empfangspaket für den 10.000sten Besucher durch das Buch "Reise ins Innerste der Materie" von Pedro Waloschek, erschienen bei der Deutschen Verlagsanstalt. Zusammen mit dem Themenheft zur Veranstaltung, das für jeden Besucher bereitliegt, kann er sich so auch zu Hause noch einmal auf den Weg zu den Anfängen des Universums begeben.

Hintergrundinfo zur Ausstellung (siehe dazu auch die Pressemeldung vom 31.03.2000):

In der Woche vom 3. bis zum 9. April laufen in Berlin die Uhren rückwärts. Physiker und Physikerinnen laden zu einer "Reise zum Urknall" in die Urania ein. Die Besucher starten auf der Erde im Jahre 2000. Auf einer Erlebnisstraße können Sie, begleitet von Exponaten und Computeranimationen, zurück zum Urknall reisen. Als Begleiter der Zeitreise stellen sich namhafte Forscherinnen und Forscher zur Verfügung. Die Ausstellung ist täglich von 9:30 Uhr bis 21:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 55.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website: www.dpg-physik.de