Forschungsbasierte Hochschullehre – Ein Praxis-Workshop für Dozierende in der Physik

Zahlreiche Studien zeigen, dass die Mehrheit der Studierenden durch die traditionellen Lehrmethoden kein fundiertes Verständnis der grundlegenden Konzepte entwickelt. Dieses Problem wird sich im Zuge der sich verändernden Studierendenschaft eher noch verschärfen als verringern.

Seminar
Datum:
Mi, 25.03.2026 16:00  –   Fr, 27.03.2026 13:00
Sprecher:
Micol Alemani, Susanne Heinicke, Christian Kautz, Peter Riegler, Claudia Schäfle, Silke Stanzel
Adresse:
Physikzentrum Bad Honnef
Hauptstraße 5, Hauptstr. 5, 53604 Bad Honnef, Germany
Mittlerer Hörsaal
 
Anmeldung erforderlich | Kostenpflichtig
Sprache:
Deutsch
Kontakt­person:
Gabriele Becker, , Tel.: 022249232-22

Beschreibung

Gewinner-Konzept des Ideenwettbewerbs 2025

Hintergrund

Professor:innen und Wissenschaftliche Mitarbeitende an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten werden auf ihre Lehrtätigkeit in der Regel nicht vorbereitet und müssen sich folglich allein ihren Lehraufgaben als Autodidakten stellen und gleichzeitig ihre Dienst- und Forschungsaufgaben erfüllen. Folglich lehren sie häufig so, wie sie selbst Lehre erfahren und damit ihr eigenes Studium erfolgreich bewältigt haben. Zahlreiche Studien haben jedoch gezeigt, dass die Mehrheit der Studierenden durch die traditionellen Lehrmethoden kein fundiertes Verständnis der grundlegenden Konzepte entwickelt. Im Zuge der sich verändernden Studierendenschaft wird sich dieses Problem eher verschärfen als verringern.

Der traditionellen Lehrform gegenüber steht eine Reihe von aktivierenden Lehrmethoden, die von Lehrenden der Physik und Forschenden der Hochschuldidaktik entwickelt wurden, die sich empirisch nachweislich in der Praxis (auch bei großen Gruppen) bewährt haben und zu einem nennenswert größeren Lernzuwachs führen können.  

 

Zielsetzung

Wie lässt sich Lehre in der Physik lernwirksam, nachhaltig, motivierend und evidenzbasiert gestalten?

In diesem praxisorientierten Workshop lernen Lehrende der Physik aktivierende Lehrmethoden kennen, die sich empirisch bewährt haben – auch in großen Gruppen. Die Teilnehmenden erfahren Hintergründe aus der Lehr-Lernforschung, erproben neue Formate selbst und übertragen diese auf ihre eigene Lehre. Im kollegialen Austausch entsteht ein nachhaltiges Netzwerk zur Weiterentwicklung der Lehre.

Sie erhalten Unterstützung durch den Ausbau Ihrer lehrbezogenen Kompetenzen und den Aufbau einer unterstützenden Fachgemeinschaft, die sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihrer Lehrtätigkeit hilft und befähigt.

 

Inhalte

  • Praxis erprobter Formate wie Peer Instruction, SCALE-UP, Flipped Classroom
  • Erkenntnisse aus der Lehr-Lernforschung, der Lernpsychologie und den Neurowissenschaften
  • Kollegiales Feedback zur eigenen Lehrpraxis
  • Konkreter Transfer in Ihren eigenen Veranstaltungen

 

Vorteile für Sie

  • Unmittelbarer Physikbezug
  • Direktes Ausprobieren und Selbsterfahren von alternativen Lehr-/Lernformen
  • Theoretische und empirische Hintergründe aus der Forschung der Hochschuldidaktik und Lernpsychologie / Neurowissenschaften
  • Aufbau einer Kommunikationsplattform – gemeinsam an Lösungen arbeiten, Materialien und Ideen teilen

 Jetzt anmelden und Lehre forschungsbasiert weiterdenken!

 

Programmablauf

In einzelnen (je etwa zweistündigen) Modulen werden die Teilnehmenden mit aktivierenden Lehrmethoden vertraut, erfahren in einem jeweiligen Input Hintergründe und Forschungsergebnisse hierzu und erhalten die Gelegenheit und Unterstützung, die Methoden auf die eigenen Lehrveranstaltungen zu übertragen. Hierzu erfolgen jeweils ein Austausch und Feedback in kollegialen Gruppen.

 

Mittwoch, 25. März 2026, 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

  • Einführender Vortrag: Überblick über verschiedenskalige Weiterentwicklungen von Lehre
  • Positionierungen
  • Kennenlernen, Gespräche

18.30 Uhr        Abendessen und Kennenlernen im Lichtenberg-Keller

 

Donnerstag, 26. März 2026, 9.00 Uhr bis 17:00 Uhr

  • Vorlesungen kleine Änderungen: Peer instruction
  • Vorlesungen mittlere Änderungen: Flipped Classroom, Just in time Teaching
  • Vorlesung große Veränderungen: Scale up
  • Tutorials
  • Labore

18.00 Uhr        Abendessen und Austausch im Lichtenberg-Keller

 

Freitag, 27. März 2026, 9.00 Uhr bis 13:00 Uhr

  • Lernziele und Prüfungsformate
  • Austausch, Kooperationen

 Zielgruppe

  • Physiker:innen mit Lehrverantwortung im MINT-Bereich an Hochschulen und Universitäten, besonders auch Neuberufene und PostDocs auf dem Weg zur Professur.

Referent:innen

Referenten und Referentinnen aus der hochschuldidaktischen Forschung und Entwicklung von innovativen, aktivierenden Lehrformaten:

  • Dr. Micol Alemani
  • Prof. Dr. Susanne Heinicke
  • Prof. Dr. Christian Kautz
  • Prof. Dr. Peter Riegler
  • Prof. Dr. Claudia Schäfle
  • Prof. Dr. Silke Stanzel

Kostenbeitrag pro Person

(für Seminar, Seminarunterlagen, Mittag- und Abendessen, Kaffeepausen, Tagungsgetränke, Übernachtung inkl. Frühstück – Zimmer sind im nahegelegenen Seminaris Hotel Bad Honnef gebucht)

Für DPG-Mitglieder:          734,- Euro zzgl. gesetzl. MwSt.
Für Nicht-Mitglieder:        834,- Euro zzgl. gesetzl. MwSt.

Darin enthalten sind 303,50 Verpflegungs- und Übernachtungskosten inkl. der gesetzlich geltenden MwSt. Sie erhalten gesonderte Rechnungen für den Seminarpreis sowie für die Verpflegungs- und Übernachtungskosten. Bitte geben Sie bei der Anmeldung mit an, ob Sie ein Zimmer benötigen.

Die Anzahl der Teilnehmer:innen begrenzt. Die Vergabe der Plätze erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen. Sichern Sie sich einen Platz, indem Sie sich jetzt anmelden.

Hinweis zur Förderung 

Förderwürdige Teilnehmende sind Studierende, Promovierende, Lehrkräfte und Bedürftige, die DPG-Mitglied sind und einen entsprechenden Nachweis erbringen.

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Es besteht die Möglichkeit der Förderung über das WE-Heraeus-Förderprogramm. Detail-Informationen gibt es hier: Förderung von Seminarteilnehmenden im Rahmen des WE-Heraeus-Förderprogramms — DPG (dpg-physik.de)