Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Max-Planck-Medaille

Die Max-Planck-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik.

© privat

Prof. Dr. Viatcheslav F. Mukhanov
Ludwig-Maximilians-Universtität München

„In Würdigung seiner grundlegenden Beiträge zur Kosmologie und insbesondere zur Strukturbildung aufgrund von Quantenfluktuationen im frühen Universum.“

Viatcheslav F. Mukhanov hat in den 80er Jahren vorhergesagt, dass während einer Phase sehr schneller Ausdehnung des frühen Universums Quantenfluktuationen angeregt wurden, die schließlich zu klassischen Dichtefluktuationen führten. Insbesondere hat er das Spektrum und die Statistik dieser Fluktuationen berechnet und die Hypothese aufgestellt, dass sie die Anfangsstörungen für die Bildung der großräumigen Strukturen im Universum darstellen. Die Vorhersage, dass kleinste Quantenfluktuationen der Ursprung der größten Strukturen im Universum sind, war kühn. Sie wurde aber inzwischen durch Messungen der Fluktuationen der kosmischen Mikrowellenstrahlung nachdrücklich bestätigt – zuerst durch den COBE Satellit der NASA und am genauesten durch das Planck-Weltraumteleskop der ESA. Diese Voraussage über die Inflation des frühen Universums ist die einzige, die durch Beobachtungen bestätigt wurde, und sie ist somit ihre wichtigste Stütze. Auch auf anderen Gebieten der Kosmologie ist V. Mukhanov ein sehr aktiver und einflussreicher Forscher. Er hat unter anderem Inflations-Modelle entwickelt („k-Inflation“, „Vektor-Inflation“) und sich mit Problemen der Quanteninformation im Zusammenhang mit schwarzen Löchern sowie der dunklen Energie beschäftigt.

Mukhanov studierte von 1973 bis 1979 am Institute for Physics and Technology in Moskau und promovierte dort 1982 in Physik und Mathematik bei Vitaly Ginzburg. Nach Anstellungen am Institute for Nuclear Research in Moskau war Mukhanov von 1992 bis 1997 Dozent mit Lehrauftrag an der ETH Zürich (Schweiz). Seit 1997 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Kosmologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In Anerkennung seiner Leistungen wurde Mukhanov bereits mehrfach ausgezeichnet.

Stern-Gerlach-Medaille

Die Stern-Gerlach-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik. Sie wird für Arbeiten aus dem gesamten Bereich der Physik vergeben.

© Universität Freiburg

Prof. Dr. Karl Jakobs
Universität Freiburg

„Für seine herausragende Rolle und seinen immensen Einsatz, die zu der epochalen Entdeckung des Higgs-Teilchens führten. Seine Beiträge zur Entwicklung von Detektoren für hochenergetische Teilchenkollisionen sowie seine richtungsweisenden Ideen zu Experimentiertechniken und Analysestrategien bei der Higgs-Suche spielten eine Schlüsselrolle für den überzeugenden Nachweis dieses fundamentalen Teilchens. Diese Entdeckung ist ein Meilenstein für das Verständnis des Aufbaus der Materie.“

Die Entdeckung des Higgs-Bosons am Large Hadron Collider (LHC) des CERN im Jahre 2012 ist eines der wichtigsten Ergebnisse der heutigen Physik. Mit seinen Ideen und seinem Engagement hat Karl Jakobs in den vergangenen zwanzig Jahren seine gesamte Forschungskraft darauf ausgerichtet, eines der großen Experimente – ATLAS – am Beschleunigerzentrum aufzubauen und die physikalischen Ziele zu definieren. In den Jahren 1997 bis 2002 war er Leiter der Higgs-Arbeitsgruppe der ATLAS-Kollaboration. Seine Berechnungen waren wesentlich für die Ausrichtung der Suche nach dem letzten fehlenden Element des Standardmodells der Teilchenphysik und trugen entscheidend zum Auffinden dieses Teilchen bei. Von 2006 bis 2008 war Karl Jakobs Koordinator der physikalischen Analyse der im Experiment gewonnenen Daten, die im Jahre 2011 zu ersten Anzeichen für die Existenz des Higgs-Bosons und im Jahr 2012 – zeitgleich mit dem CMS-Experiment – zu seiner endgültigen Entdeckung führten.

Karl Jakobs hat in Bonn und Heidelberg Physik studiert. Nach der Promotion 1988 über die Erzeugung geladener W-Bosonen im UA2-Experiment am europäischen Teilchenbeschleunigerzentrum CERN bei Genf war er dort bis 1991 Fellow. Nach fünf Jahren als Post-Doc am Max-Planck-Institut für Physik in München wurde er 1996 Professor an der Universität Mainz und im Jahr 2003 an die Universität Freiburg berufen.

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Gentner-Kastler-Preis

Der Gentner-Kastler-Preis wird gemeinsam von der DPG und der Société Française de Physique verliehen. Er wird für besonders wertvolle wissenschaftliche Beiträge zur Physik jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Frankreich zuerkannt.

© privat

Prof. Dr. Tilman Pfau

„für seine bahnbrechenden Arbeiten über ultrakalte dipolare und Rydberg-Gase.“

Max-Born-Preis

Der Max-Born-Preis wird für besonders wertvolle und aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Physik gemeinsam vom britischen Institute of Physics (IOP) und der DPG in Erinnerung an das Wirken Max Borns in Großbritannien und Deutschland verliehen. Er wird jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Großbritannien zuerkannt.

© http://qcmd.mpsd.mpg.de/index.php/people.html

Prof. Dr. Andrea Cavalleri

„for his time-resolved measurements of photo-induced phase transitions in correlated-electron materials“

Smoluchowski-E.-Warburg-Preis

Der Marian-Smoluchowski-Emil-Warburg-Preis wird für herausragende Beiträge in der reinen oder angewandten Physik gemeinsam von der Polnischen Physikalischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Erinnerung an das Wirken von Marian Smoluchowski in Polen und Emil Warburg in Deutschland verliehen. Der Preis wurde mit Hilfe der Meyer-Viol-Stiftung eingerichtet. Er wird in zweijährigem Rhythmus abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Polen zuerkannt.

© MPI für Kernphysik

Prof. Dr. Werner Hofmann

Herbert-Walther-Preis

Der Herbert-Walther-Preis ehrt herausragende Beiträge in der Quantenoptik und der Atomphysik sowie hervorragende Leistungen in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Der Preis wird gemeinsam von der Optical Society of America (OSA) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Erinnerung an Herbert Walther vergeben, der in den USA und in Deutschland mit großem Erfolg geforscht und sich durch sein Wirken für die OSA und DPG in hervorragender Weise verdient gemacht hat. Die Verleihung erfolgt jährlich abwechselnd in den USA und in Deutschland.

© privat

Prof. Dr. Peter E. Toschek (verstorben am 25.06.2020)

„For his pioneering experiments to laser cooling and trapping of single ions, his contributions to the understanding of principles of laser spectroscopy as well as of atomic physics.“

Robert-Wichard-Pohl-Preis

Der Robert-Wichard-Pohl-Preis wird für hervorragende Beiträge zur Physik verliehen, die eine besondere Ausstrahlung auf andere Disziplinen in Wissenschaft und Technik haben, für außergewöhnliche Leistungen in der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis in der Lehre, im Unterricht und in der Didaktik der Physik.

© privat

Prof. Dr. Reinhard Dörner
Universität Frankfurt

„Für die Entwicklung einer neuen Messmethode und bahnbrechende Arbeiten in der Atom- und Molekülphysik. Das COLTRIMS-Reaktionsmikroskop hat nicht nur für die Physik, sondern auch für die Chemie und andere benachbarte Forschungsgebiete völlig neue Forschungsziele eröffnet. Ihr individueller und didaktisch ansprechender Vortragsstil ist unverwechselbar und überträgt ihren Enthusiasmus auf Mitarbeiter und Studenten bis hin zu fachfremdem Publikum.“

Die Entwicklung des COLTRIMS-Reaktionsmikroskopes hat entscheidend dazu beigetragen, dass man heute die Mehrteilchenreaktionsdynamik in Atomen und Molekülen auf der Attosekundenskala durch Multikoinzidenzmessungen visualisieren kann. Zur Entwicklung dieses Reaktionsmikroskopes haben Herr Dörner und Herr Moshammer entscheidende Beiträge geleistet. Mit dieser Technik haben beide in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Vielteilchendynamik in Quantensystemen in umfassender Breite mit beeindruckenden wissenschaftlichen Ergebnissen untersucht und auf diesem Gebiet herausragende Pionierarbeiten publiziert.

Reinhard Dörner hat 1991 an der Universität Frankfurt am Main promoviert und sich dort 1998 habilitiert. Von 1995 bis 2002 war er als Feodor-Lynen- und Heisenberg-Stipendiat in Berkeley und an der Universität Freiburg tätig. 2002 wurde er als Professor an die Universität Frankfurt (Main) berufen, wo er bis heute tätig ist. Er wurde u.a. mit dem Adolph-Messer-Preis, dem Kosseleck-Award und dem "Scientist of the year"-Award der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

© privat

PD Dr. Robert Moshammer
MPI Heidelberg

„Für die Entwicklung einer neuen Messmethode und bahnbrechende Arbeiten in der Atom- und Molekülphysik. Das COLTRIMS-Reaktionsmikroskop hat nicht nur für die Physik, sondern auch für die Chemie und andere benachbarte Forschungsgebiete völlig neue Forschungsziele eröffnet. Ihr individueller und didaktisch ansprechender Vortragsstil ist unverwechselbar und überträgt ihren Enthusiasmus auf Mitarbeiter und Studenten bis hin zu fachfremdem Publikum.“

Die Entwicklung des COLTRIMS-Reaktionsmikroskopes hat entscheidend dazu beigetragen, dass man heute die Mehrteilchenreaktionsdynamik in Atomen und Molekülen auf der Attosekundenskala durch Multikoinzidenzmessungen visualisieren kann. Zur Entwicklung dieses Reaktionsmikroskopes haben Herr Dörner und Herr Moshammer entscheidende Beiträge geleistet. Mit dieser Technik haben beide in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Vielteilchendynamik in Quantensystemen in umfassender Breite mit beeindruckenden wissenschaftlichen Ergebnissen untersucht und auf diesem Gebiet herausragende Pionierarbeiten publiziert.

Robert Moshammer hat 1991 an der TU Darmstadt promoviert. Von 1991 bis 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Frankfurt am Main, an der Kansas State University und bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung GSI in Darmstadt. 1998 wechselte er an die Uni Freiburg, wo er sich im Jahre 2000 habilitierte. Seit 2001 ist er Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. Im Jahre 2006 wurde er für die Entwicklung des Reaktionsmikroskops mit dem Philip-Morris-Preis ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik

Verliehen von der DPG für publizistische Leistungen, die zur Verbreitung naturwissenschaftlich-physikalischen Denkens im deutschsprachigen Raum in hervorragender Weise beitragen.

© privat

Dr. Stefan Jorda
WE-Heraeus-Stiftung

„Für seine herausragenden Leistungen als langjähriger Redakteur und Chefredakteur des Physik Journal. Es ist Herrn Jorda mit weitem fachlichem Überblick, größter Umsicht und diplomatischem Geschick gelungen, die moderne Physik in ihrer ganzen Breite auf allgemein verständliche, dabei inhaltlich unbestechliche Weise im Physik Journal abzubilden. Dabei hat er zunächst die Physikalischen Blätter, dann das Physik Journal mehrfach in Form und Inhalt modernisiert und neue Publikationsformate entwickelt.“

Die Auszeichnung wurde im März 2016 in Regensburg überreicht.

Walter-Schottky-Preis

Der Walter-Schottky-Preis dient der Auszeichnung einer in den letzten beiden Jahren, bevorzugt im letzten Jahr, auf dem Gebiet der Festkörperforschung veröffentlichten, hervorragenden Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/innen.

© Rene Gaens/MPI-PKS

Dr. Frank Pollmann
Max Planck Institute for the Physics of Complex Systems, Dresden

„Für das Konzept symmetriegeschützter topologischer Zustände“

In den letzten Jahren hat das Feld topologischer Quantenzustände weltweit eine rasante Entwicklung genommen. Durch wegweisende Arbeiten haben Frank Pollmann und Andreas Schnyder mit ihren Ko-Autoren maßgeblich dazu beigetragen, die Vielfalt topologischer Systeme und Phänomene zu erkennen und an Hand von Symmetrieüberlegungen zu systematisieren. Andreas Schnyder gelang die Klassifizierung topologischer Isolatoren, Supraleiter und Halbmetalle. Frank Pollmann hat das Konzept symmetriegeschützter topologischer Ordnung entwickelt.

Nach seiner Diplomarbeit bei G. Zwicknagl (TU Braunschweig) erhielt Frank Pollmann für seine Promotionsarbeit bei E. Runge (TU Ilmenau) und P. Fulde (MPI für Physik komplexer Systeme, Dresden) die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. In seiner Zeit als Postdoc forschte er an der University of California in Berkeley sowie der Academia Sinica in Taipei. Seit 2011 ist er Leiter der Forschungsgruppe “Topology and Correlations in Condensed Matter” am MPI-PKS.

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

© Carmen Müller

Dr. Andreas Schnyder
Max Planck Institut für Festkörperforschung, Stuttgart

„Für die Klassifizierung topologischer Isolatoren und Supraleiter“

In den letzten Jahren hat das Feld topologischer Quantenzustände weltweit eine rasante Entwicklung genommen. Durch wegweisende Arbeiten haben Frank Pollmann und Andreas Schnyder mit ihren Ko-Autoren maßgeblich dazu beigetragen, die Vielfalt topologischer Systeme und Phänomene zu erkennen und an Hand von Symmetrieüberlegungen zu systematisieren. Andreas Schnyder gelang die Klassifizierung topologischer Isolatoren, Supraleiter und Halbmetalle. Frank Pollmann hat das Konzept symmetriegeschützter topologischer Ordnung entwickelt

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Gaede-Preis

Der Gaede-Preis, 1985 von Dr. Manfred Dunkel gestiftet, wird durch die Gaede-Stiftung finanziert und von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) vergeben. Seit 2017 zählt der Gaede-Preis zu den genuinen DPG-Preisen. Der Preis wird in der Regel auf der DPG-Frühjahrstagung der Sektion Kondensierte Materie (SKM) überreicht. Die Auszeichnung besteht aus einem Preisgeld von bis zu 10.000 Euro, einem durch Leybold gestifteten Modell der ersten Molekularluftpumpe von Prof. Wolfgang Gaede und einer Urkunde.

Dr. Wilhelm Auwärter
TU München, Physik-Department Garching

„Für seine bahnbrechenden Arbeiten zum Verständnis der Eigenschaften einzelner Porphyrinspezies.“

Gustav-Hertz-Preis

Der Gustav-Hertz-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/innen auszeichnen und so dem Ansporn des Nachwuchses dienen. Dabei soll die auszuzeichnende Arbeit aus den Gebieten der experimentellen oder theoretischen Physik stammen, einen gewissen Abschluss zeigen und neue Erkenntnisse enthalten. "Erkenntnis" wird dabei nicht allein im Sinne der Grundlagen verstanden, sondern es werden auch Ergebnisse im Sinne der Anwendung und Praxis gewertet. Als "junge Physiker/innen" werden auch solche mit abgeschlossener Promotion und in besonderen Fällen mit abgeschlossener Habilitation verstanden, sofern ihnen zum Zeitpunkt des Vorschlags kein Angebot einer Lebensstellung als Hochschullehrer/in oder einer leitenden Stellung in einem hochschulfreien Forschungsinstitut oder in der Industrie vorliegen.

© Peter Winandy, Winandy Fotografie / privat

Dr. Thomas Bretz
ETH Zürich / RWTH Aachen

„In Anerkennung ihrer entscheidenden Beiträge zur Entwicklung und Anwendung von halbleiterbasierten Photovervielfachern bei Cherenkov-Detektoren in der Gamma-Astronomie.“

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

© Peter Winandy, Winandy Fotografie / privat

Dr. Daniela Dorner
Universität Würzburg

„Für ihre mutige und entschlossene Arbeit am erfolgreichen „First Avalanche Photodiode Telescope“ (FACT) Projekt , durch die sie einen originellen und zukunftsweisenden Impuls für die Weiterentwicklung der Astroteilchenphysik gegeben und einer neuen Technologie zum Durchbruch verholfen haben. Damit haben sie ein Fenster zur kontinuierlichen Beobachtung der Variabilität der Gammastrahlung von aktiven Galaxienkernen geöffnet.“

Die Auszeichnung wurde im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Hertha-Sponer-Preis

Der Hertha-Sponer-Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Physik an eine Wissenschaftlerin vergeben. Der Preis soll vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen durch öffentliche Auszeichnung ermutigen und so mehr Frauen für die Physik gewinnen.

© privat

Dr. Ilaria Zardo
Technische Universiteit Eindhoven

„Für herausragende Arbeiten zum Verständnis der Gitterdynamik und elektronischer Bandstrukturen von Halbleiternanodrähten mit Wurtzit- und Zinkblende-Kristallstrukturen. Ihre wegweisende Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung komplexer Halbleiter-Nanostrukturen für thermo-elektrische Anwendungen.“

Die Auszeichnung wird im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

AMOP-Dissertationspreis

Die in der Sektion AMOP zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

© Tilo Riolo

Dr. Daniela Rupp

„Für ihre Dissertation und den Vortrag mit dem Titel „Ionization and plasma dynamics of single large xenon clusters in superintense XUV pulses.“

Sie erhält den Preis für ihre erfolgreichen Arbeiten auf dem Gebiet der Wechselwirkung höchstintensiver Röntgenpulse mit Materie und direkt damit verknüpft der Abbildung von einzelnen Nanoteilchen und ihrer ultraschnellen Dynamik. Daniela Rupp hat in ihrer Dissertation (Betreuer: Prof. Dr. Thomas Möller) mit Flugzeitspektroskopie und Lichtstreuung die Ionisationsdynamik in Xenonclustern untersucht und durch Simulation ganz wesentlich zum Verständnis der Wechselwirkung intensiver Pulse kurzwelliger Strahlung mit Materie beigetragen. Es gelang ihr erstmals, aus der Gasphase Nanoteilchen im Bereich von 100 bis zu einigen 1000 Nanometern Radius herzustellen und den Mechanismus für ihre Bildung aufzuklären.

Die Auszeichnung wurde im März 2015 auf der DPG-Frühjahrstagung in Heidelberg verliehen.

SKM-Dissertationspreis

Die in der SKM zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

© privat

Dr. Johannes Knolle

„Für seine Dissertation und den Vortrag mit dem Titel „Dynamics of a Quantum Spin Liquid.“

Die Auszeichnung wurde im März 2015 auf der DPG-Jahrestagung in Berlin verliehen.

© Linda Ballentin

Dr. David Rosin

„Für seine Dissertation und den Vortrag mit dem Titel „Dynamics of Complex Autonomous Boolean Networks.“

Die Auszeichnung wurde im März 2015 auf der DPG-Jahrestagung in Berlin verliehen.

SMuK-Dissertationspreis

Die in der SMuK zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

© privat

Dr. Sebastian König

„Für seine Dissertation und den Vortrag mit dem Titel "Effective quantum theories with short- and long-range forces."“

Die Auszeichnung wurde im März 2015 auf der DPG-Jahrestagung in Berlin verliehen.

Georg-Simon-Ohm-Preis

Der Georg-Simon-Ohm-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines Studenten oder einer Studentin der physikalischen Technik oder verwandter Studiengänge an Fachhochschulen auszeichnen und so dem Ansporn des physikalisch-technischen Nachwuchses dienen.

© privat

Dipl.-Ing. (FH) Maik Schönfeld
Westsächsische Hochschule Zwickau

„Für seine Abschlussarbeit im Masterstudiengang Nano- und Oberflächentechnologien. Mit seinem Thema „Theoretische Beschreibung des Trocknungsverhaltens dicker Photoresistschichten und des beladungsinduzierten Eigenfrequenzshifts von MEMS-Komponenten“ leistet er einen wichtigen Beitrag zum tieferen Verständnis für die Resisttrocknung mit hohem Anwendungspotenzial in der Mikrosystemtechnik.“

Die Auszeichnung wird im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Georg-Kerschensteiner-Preis

Der Georg-Kerschensteiner-Preis kann für hervorragende Leistungen auf folgenden, der Vermittlung der Physik dienenden Gebieten, verliehen werden: a) Lehre im Bereich Schule, Hochschule und Weiterbildung, b) Erforschung der Lehr- und Lernprozesse im Physikunterricht und c) Entwicklung und Erforschung neuer Konzepte und Medien für die Lehre und deren wissenschaftliche Evaluation.

© privat

Dr. Elmar Breuer
Päd. Hochschule Heidelberg, Gymnasium Englisches Institut Heidelberg

„In Würdigung des Projekts „Physik für Straßenkinder“ in Kolumbien. Im Zusammenhang mit “Patio 13: Schule für Straßenkinder“ gestalteten Frau Welzel-Breuer und Herr Breuer unterschiedliche Lernumgebungen für Straßenkinder, die unter Berücksichtigung der besonderen (Lebens-)Erfahrungen experimentelle Möglichkeiten bereitstellen, mit denen Kinder und Jugendliche sich auf einen Weg von der Beobachtung bis hin zu theoretischen Erklärungen im Bereich der Physik machen können. Die Straßenkinder erhalten im Rahmen von „Patio 13“ elementare Bildungsangebote, die sie dazu befähigen sollen, sich in die Gesellschaft zu integrieren und einen eigenen Beitrag für ihre Zukunft leisten zu können.“

Die Auszeichnung wird im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

© privat

Prof. Dr. Manuela Welzel-Breuer

„In Würdigung des Projekts „Physik für Straßenkinder“ in Kolumbien. Im Zusammenhang mit “Patio 13: Schule für Straßenkinder“ gestalteten Frau Welzel-Breuer und Herr Breuer unterschiedliche Lernumgebungen für Straßenkinder, die unter Berücksichtigung der besonderen (Lebens-)Erfahrungen experimentelle Möglichkeiten bereitstellen, mit denen Kinder und Jugendliche sich auf einen Weg von der Beobachtung bis hin zu theoretischen Erklärungen im Bereich der Physik machen können. Die Straßenkinder erhalten im Rahmen von „Patio 13“ elementare Bildungsangebote, die sie dazu befähigen sollen, sich in die Gesellschaft zu integrieren und einen eigenen Beitrag für ihre Zukunft leisten zu können.“

Die Auszeichnung wird im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Young Scientist Award for Socio- and Econophysics

Der Young Scientist Award for Socio- and Econophysics verfolgt das Ziel, die Arbeit junger Forscherinnen und Forscher zu fördern und herausragende wissenschaftliche Beiträge zu würdigen, die mit aus der Physik stammenden Methoden zu einem besseren Verständnis von sozio-ökonomischen Problemen beitragen.

Prof. Dr. Matjaz Perc

Schülerinnen- und Schülerpreis (IYPT)

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Es werden die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des deutschen Nationalteams des International Young Physicists' Tournament ausgezeichnet.

© GYPT/Jan Binder

Tobias Gerbracht

Arne Hensel

Jonas Landgraf

Vincent Stimper

Felix Wechsler

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglied des deutschen Teams beim 27th International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Shrewsbury, Grossbritannien erreicht haben.“

Schülerinnen- und Schülerpreis (PhysikOlympiade)

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Er wurde 1982 - 91 von der Physikalischen Gesellschaft der DDR vergeben und von der DPG übernommen. Es werden die fünf besten deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen PhysikOlympiade ausgezeichnet.

© http://wettbewerbe.ipn.uni-kiel.de/ipho/teilnehmer.html

Lars Dehlwes
Ohm-Gymnasium Erlangen

Markus Helbig
Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Frankfurt/Oder

Maximilian Keitel
Wilhelm-Ostwald-Schule, Leipzig

Lingyun Li
Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, Wuppertal

Morian Sonnet
Gymnasium Himmelsthür Gymnasium Himmelsthür, Hildesheim

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglied der deutschen Mannschaft bei der 45. Internationalen Physikolympiade in Astana, Kasachstan erreicht haben“

Die Auszeichnung wird im März 2015 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Ehrenmitglied

Prof. Dr. Wolfgang Ketterle

„In Anerkennung seiner herausragenden Forschungsleistungen sowie seines vorbildlichen persönlichen Einsatzes für die Physik, seiner Fähigkeit und seines ungebrochenen Engagements, junge Menschen über Länder und Kontinente hinweg für die Physik zu begeistern.“

Prof. Dr. Knut Urban

„In Anerkennung seiner grundlegenden und anwendungsorientierten Arbeiten auf dem Gebiet der atomar auflösenden Elektronenmikroskopie sowie seiner jahrzehntelangen herausragenden Tätigkeit und seiner Verdienste für die Deutsche Physikalische Gesellschaft. Als Mitglied des Vorstandsrats, des Vorstands und als Präsident hat er die DPG erfolgreich und sichtbar gemacht: nach Innen durch eine neue Satzung, das Leistungsspektrum der DPG und Einrichtung des Konvents, nach Außen besonders durch den verstärkten Kontakt zu nationalen und internationalen Fachgesellschaften und durch zahlreiche Stellungnahmen der DPG zu wissenschaftlichen, erziehungs- und gesellschaftsrelevanten sowie politischen Themen.“

Ehrennadel der DPG

Dr. Silke Bargstädt-Franke

„Für ihr langjähriges, außerordentliches Engagement insbesondere bei der Gründung und als Sprecherin des Arbeitskreises „Chancengleichheit“ (AKC) sowie bei der Organisation der Physikerinnentagung und der Gestaltung zahlreicher spannender Seminare und Karriere-Workshops. Durch ihre Aktivitäten ist es ihr gelungen, einen erheblichen Beitrag zur Förderung des physikalischen Nachwuchses zu leisten.“

Dipl.-Math. Dominique Barthel

„Für seinen herausragenden persönlichen Einsatz bei der Vorbereitung und Verleihung des Schülerinnen- und Schülerpreises der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin zwischen 1999 und 2014.“

Dr. Susanne Friebel

„Für ihren langjährigen, engagierten Einsatz als Vorsitzende im Arbeitskreis Industrie und Wirtschaft (AIW). Herausragend: Öffnung des AIW für alle DPG-Mitglieder, Neukonzipierung der AIW- Arbeitstagung „Forschung-Entwicklung-Innovation“, erfolgreiche Etablierung der „Industriegespräche“ in München, Bad Honnef, Hamburg, Jena, Stuttgart. Ihre Aktivitäten tragen dazu bei, Physikerinnen und Physiker aus Industrie und Wirtschaft stärker in die DPG einzubinden. “

Dr. Angelika Hofmann

„Für ihr hohes Engagement bei der Mitarbeit und als Vorstand des Arbeitskreises „Chancengleichheit“ (AKC), sowie für ihre langjährige, herausragende Unterstützung und ihr aktives Mitwirken bei der Physikerinnentagung. Zudem ist ihre Aktivität im Bereich „Physikerinnen im Beruf“ hervorzuheben, wobei insbesondere die von ihr organisierten Workshops und Seminare zu berufsspezifischen Themen für Physikerinnen einer Auszeichnung würdig sind.“

Otto-Hahn-Preis

Der Otto-Hahn-Preis ist ein gemeinsamer Preis der Stadt Frankfurt am Main, der GDCh (im Zusammenwirken mit dem Deutschen Zentralausschuss für Chemie e. V.) und der DPG. 2005 wurden der "Otto-Hahn-Preis der Stadt Frankfurt" und der "Otto-Hahn-Preis für Physik und Chemie" zum "Otto-Hahn-Preis" zusammengelegt. Die Verleihung findet mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Auszeichnung besteht aus einem Preisgeld von 50.000 Euro, einer Urkunde und einer Medaille.

© Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie/Böttcher-Gajewski

Prof. Dr. Jürgen Troe