Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger

Max-Planck-Medaille

Die Max-Planck-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik.

© http://www.thp.uni-koeln.de/zirn/011_Website_Martin_Zirnbauer/1_M_Zirnbauer/index.html

Prof. Dr. Martin Zirnbauer
Universität zu Köln

„Für seine bedeutenden Beiträge zur Verknüpfung von Supersymmetrie und Zufallsmatrizen und deren Anwendungen in Kernen, ungeordneten mesoskopischen Systemen und chaotischen Quantensystemen, sowie zu anderen Gebieten der mathematischen Physik.“

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Kernphysik in Heidelberg (1982 – 1984) wandte er sich mit J. Verbaarschot und H. Weidenmüller der Kompoundkernstreuung in der Kernphysik und ihrer Darstellung durch Zufallsmatrizen zu. Die Autoren erkannten, dass es sich dabei um ein generisches Problem der chaotischen Streutheorie handelt. Eine grundlegende Frage betraf die Berechnung des Mittelwertes des Produktes zweier chaotischer Streuamplituden. Dieses Problem konnte durch die Weiterentwicklung einer wenige Jahre zuvor in der Festkörperphysik von Efetov und Larkin eingeführten Methode gelöst werden. Das neu entwickelte Verfahren und das Ergebnis haben seither theoretische Entwicklungen in der Theorie der Zufallsmatrizen und in der mesoskopischen Physik stark beeinflusst. Auch Zirnbauers weiterer wissenschaftlicher Weg ist davon geprägt worden. Doch zuvor wandte er sich am California Institute of Technology (1984 – 1987) der Theorie des doppelten Betazerfalls in der Kernphysik zu. In vielbeachteten Arbeiten zeigte er in Zusammenarbeit mit P. Vogel, dass dieser Zerfall durch Kernstruktureffekte stark unterdrückt wird. 1987 folgte er einem Ruf auf eine C3 Professur an der Universität Köln, seit 1995 ist er dort Ordinarius. Seither hat sich sein wissenschaftliches Interesse der mathematischen Physik mesoskopischer Systeme zugewandt. Seine Arbeiten über den Zusammenhang zwischen nichtlinearen supersymmetrischen Sigmamodellen, Riemannschen symmetrischen Superräumen und Zufallsmatrizen sind auf breites Interesse gestoßen, ebenso die zusammen mit A. Altland durchgeführte allgemeine Klassifikation von Zufallsmatrizen, die das ursprüngliche Dysonsche Schema erweitert und ergänzt. Als Gründungssprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches "Symmetrien und Universalität in mesoskopischen Systemen" hat er wesentlich zu einer fachübergreifenden Zusammenarbeit von Physikern und Mathematikern beigetragen. Er ist Mitglied der Leopoldina und Träger des Leibniz-Preises 2009.

Martin Zirnbauer, Jahrgang 1958, ist mathematischer Physiker. Er studierte Physik an der Technischen Universität München und der University of Oxford. Dort schrieb er unter Anleitung von D. Brink seine Dissertation über ein Thema aus der Kernphysik und wurde mit 24 Jahren promoviert.

Stern-Gerlach-Medaille

Die Stern-Gerlach-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik. Sie wird für Arbeiten aus dem gesamten Bereich der Physik vergeben.

© http://heart-c704.uibk.ac.at/index.html?http://heart-c704.uibk.ac.at/people/rainer.blatt/index.html

Prof. Dr. Rainer Blatt
Institut für Experimentalphysik / Universität Innsbruck

„Für seine Arbeiten auf den Gebieten der Metrologie und Quanteninformationsverarbeitung mit elektromagnetisch gespeicherten Ionenkristallen. Die experimentelle Demonstration grundlegender Bausteine und Algorithmen eines Quantenprozessors, die Teleportation von Quantenzuständen der Materie, die erste Realisierung eines Quantenbytes und die Simulation von Quantensystemen haben neue wissenschaftliche Forschungsgebiete eröffnet und den Weg in eine zukünftige Quantentechnologie gewiesen. “

Ein zukünftiger Quantencomputer profitiert von spezifischen Eigenschaften der Quantenmechanik und ermöglicht damit Algorithmen, die in der klassischen Informationsverarbeitung nicht möglich sind. In Aufsehen erregenden Experimenten konnte Rainer Blatt zeigen, dass sich lineare Kristalle aus gefangenen Ionen eine einzigartige experimentelle Plattform bieten, um Quantenbits einzuschreiben, zu verarbeiten und zu lesen. Alle quantenlogischen Operationen werden in einer komplexen Abfolge von Laserpulsen verwirklicht. Ein prominentes Beispiel für Quantenalgorithmen stellt die Teleportation dar. Rainer Blatt und seiner Gruppe gelang es, verschränkte Zustände zu erzeugen und für Quanten-Algorithmen zu nutzen. Beginnend mit 2 Ionen, über 8 Ionen in einem Quanten-Byte im Jahr 2008, liegt der aktuelle Rekord nun bei 14 verschränkten Ionen. Das hochaktuelle Gebiet der Quantensimulation baut auf den ursprünglichen Ideen von Richard Feynman auf und zielt darauf ab, komplexe Vielteilchen-Quantensysteme zu verstehen, indem man Zustände und Dynamik an einem wohl-kontrollierten Quantensystem nachahmt. Aktuelle Experimente zeigen, dass Kristalle gefangener Ionen in einem digitalen Quantensimulator eingesetzt werden können. Kann der Quantenzustand von Vielteilchen- Systemen maßgeschneidert werden, dann eröffnen sich Anwendungen dieser Quantentechnologien für zukünftige Atomuhren, bei denen die Verschränkung der Ionen genutzt wird, um eine noch höhere Genauigkeit zu erreichen. Die Arbeiten aus der Gruppe um Rainer Blatt in Innsbruck haben Forscher auch über das Gebiet der Quantenoptik und Quanteninformation hinaus inspiriert und strahlen aus in das Gebiet der ultrakalten Atome und der Festkörperphysik. Seine Arbeiten legen eine Basis für die zukünftige technologische Nutzung von Quanteninformation.

Rainer Blatt studierte an der Univ. Mainz und promovierte dort bei Prof. Günter Werth. Nach Forschungsaufenthalten in Boulder, USA, bei John L. Hall und Berlin arbeitete er bei Prof. Peter Toschek als Assistent in Hamburg. 1994 wurde er auf eine Professur in Göttingen berufen und ist seit 1995 am Institut für Experimentalphysik der Univ. Innsbruck. Seit 2003 leitet er als einer der wissenschaftlichen Direktoren das neugegründete Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Auszeichnung wurde im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Gentner-Kastler-Preis

Der Gentner-Kastler-Preis wird gemeinsam von der DPG und der Société Française de Physique verliehen. Er wird für besonders wertvolle wissenschaftliche Beiträge zur Physik jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Frankreich zuerkannt.

Jean-François Joanny

Max-Born-Preis

Der Max-Born-Preis wird für besonders wertvolle und aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Physik gemeinsam vom britischen Institute of Physics (IOP) und der DPG in Erinnerung an das Wirken Max Borns in Großbritannien und Deutschland verliehen. Er wird jährlich abwechselnd einem Physiker / einer Physikerin mit Lebens- und Tätigkeitsmittelpunkt in Deutschland bzw. Großbritannien zuerkannt.

© http://qubit-ulm.com/category/contact/

Prof. Dr. Martin B. Plenio

Herbert-Walther-Preis

Der Herbert-Walther-Preis ehrt herausragende Beiträge in der Quantenoptik und der Atomphysik sowie hervorragende Leistungen in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Der Preis wird gemeinsam von der Optical Society of America (OSA) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Erinnerung an Herbert Walther vergeben, der in den USA und in Deutschland mit großem Erfolg geforscht und sich durch sein Wirken für die OSA und DPG in hervorragender Weise verdient gemacht hat. Die Verleihung erfolgt jährlich abwechselnd in den USA und in Deutschland.

© Jerome Chatin / CNRS phototheque http://www2.cnrs.fr/en/394.htm

Alain Aspect

„For his pioneering experimental contributions to the fields of quantum entanglement and cold atom physics.“

Robert-Wichard-Pohl-Preis

Der Robert-Wichard-Pohl-Preis wird für hervorragende Beiträge zur Physik verliehen, die eine besondere Ausstrahlung auf andere Disziplinen in Wissenschaft und Technik haben, für außergewöhnliche Leistungen in der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis in der Lehre, im Unterricht und in der Didaktik der Physik.

© http://didaktik.physik.fu-berlin.de/home/nordmeier.html

Prof. Dr. Volkhard Nordmeier
Freie Universität Berlin

„Für seine weithin sichtbare didaktische Forschung im Bereich der modernen Physik, sowie das außergewöhnliche und langjährige Engagement für die Lehreraus- und -weiterbildung. Darüber hinaus hat er sich besondere Verdienste erworben mit der Schaffung der internetbasierten Zeitschrift PhyDid A als einer etablierten Plattform für die fachdidaktische Forschung.“

Physikdidaktik – ein komplexes Arbeitsgebiet: Die Fachdidaktik umfasst die ganze Spannbreite des Faches Physik – angefangen bei Phänomenen und Experimenten bis hin zu Denkgebäuden, erkenntnistheoretischen Ansätzen und Methoden – dies alles vom historischen Anfang bis zur aktuellen Forschung. Sie bildet die Grundlage für die Vermittlung von Physik an Lernende – basierend auf einem grundlegenden Verständnis und Gespür für das Wesentliche der Physik und den sich stetig verändernden Lernbedingungen und -voraussetzungen Jugendlicher, mit dem Ziel komplexe und komplizierte Sachverhalte auf ein verstehbares Niveau zu transformieren. Volkhard Nordmeier stellt sich diesen Aufgaben seit etwa 20 Jahren mit außerordentlichem Engagement und großem Erfolg. Seine vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die sowohl die fachbezogene Seite der Physikdidaktik als auch diejenige der Lehr-Lernforschung betreffen, sind deutschlandweit und auch international bekannt und hoch geschätzt. Insbesondere seine innovativen Elementarisierungen zur modernen Physik und die in seiner Arbeitsgruppe entwickelten Medien wie Experimente oder Softwareanwendungen fanden und finden eine überaus große Verbreitung und besondere Anerkennung. Die Erforschung von innovativen Formaten und Interaktionsformen in computergestützten Lehr-Lern-Szenarien für Physikunterricht und Studium sowie auch die empirischen Studien zu domänenspezifischen Problemen von Lehrenden und Lernenden oder zum Studienerfolg im Fach Physik erbrachten nicht nur sehr interessante Ergebnisse, sondern tragen zur Verbesserung der Lehre an Schule und Hochschule bei. Zudem engagiert sich Volkhard Nordmeier seit vielen Jahren sehr stark im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Lehrerfortbildung. Beispielsweise konnten durch das von ihm mit initiierte und durch die Unterstützung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung eingerichtete DPG-Fortbildungsnetzwerk fobinet mehr als 20.000 Fortbildungsteilnehmer/-innen erreicht werden. Darüber hinaus hat sich Volkhard Nordmeier aber auch als Herausgeber der referierten Online-Zeitschrift ‚PhyDid’ („Physik und Didaktik in Schule und Hochschule“), als Autor und Herausgeber verschiedener Schulbücher zur Physik sowie als Mitherausgeber weiterer physikdidaktischer Zeitschriften einen Namen gemacht.

Volkhard Nordmeier wurde 1964 in Niedersachsen geboren und studierte Physik, Mathematik und Informatik in Osnabrück. Nach der Promotion 1998 in Essen war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Münster und danach als Lehrstuhlvertreter in Bochum tätig. 2003 wurde er als Professor für Didaktik der Physik an die Technische Universität Berlin berufen. Seit 2005 lehrt und forscht er am Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin. Mit seiner Arbeitsgruppe widmet er sich sowohl der fachdidaktischen Forschung als auch der Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsmedien sowie der Fortbildung von Lehrkräften.

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik

Verliehen von der DPG für publizistische Leistungen, die zur Verbreitung naturwissenschaftlich-physikalischen Denkens im deutschsprachigen Raum in hervorragender Weise beitragen.

© Physikanten & Co.

Die Physikanten & Co.

„Die Deutsche Physikalische Gesellschaft verleiht den "Physikanten & Co." die Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik für ihre einzigartige Art und Weise, Physik und Unterhaltung in verschiedenen Shows zu kombinieren, die Jung und Alt in der ganzen Republik und vielen anderen Ländern begeistern.“

Die Auszeichnung wird im November 2012 in Bad Honnef überreicht.

Walter-Schottky-Preis

Der Walter-Schottky-Preis dient der Auszeichnung einer in den letzten beiden Jahren, bevorzugt im letzten Jahr, auf dem Gebiet der Festkörperforschung veröffentlichten, hervorragenden Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/innen.

© http://www.e2.physik.tu-dortmund.de/chair/members/postdocs

Dr. Alex Greilich
TU Dortmund

„Für seine Arbeiten zur kohärenten Manipulation von Spin-Ensembles und individuellen Spins in Quantenpunkten.“

Nach der Promotion hat er zwei Jahre als Postdoktorand am Naval Research Laboratory in der Arbeitsgruppe von Dan Gammon verbracht. Dort konzentrierten sich seine Arbeiten auf einzelne Quantenpunktmoleküle, bei denen jeder Quantenpunkt mit einem Elektron- oder einem Lochspin beladen war. Über die Coulomb-Wechselwirkung sind die beiden Spins miteinander verschränkt und bilden einen Singulett- oder einen Triplettspinzustand. Durch spektral unterschiedlich breite Pulse können entweder ein einzelner Spin dieses verschränkten Zustands oder alle beide rotiert werden. Damit ist auch ein Gatter für verschränkte Spins demonstriert. Zu Beginn dieses Jahres kehrte er nach Dortmund zurück, wo er gerade eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung von Konzepten für die Quanteninformationsverarbeitung auf der Basis von Spinanregungen in Festkörpern befasst, aufbaut.

Alex Greilich ist 1979 in Chelyabinsk, Russland, geboren, wo er nicht nur seine gesamte Schullaufbahn durchlaufen, sondern ein Physikstudium bis zum Bachelor absolviert hat. An der Universität Dortmund hat er sein Studium fortgesetzt und 2003 mit dem Diplom abgeschlossen. Die Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund befasste sich mit einer Thematik aus dem Bereich der chaotischen Dynamik. Danach hat er sich entschlossen, in die experimentelle Physik zu wechseln, um sich während seiner Promotion mit der kohärenten Spindynamik in Halbleiterquantenstrukturen zu befassen. Diese Fragestellungen sind für informationstechnologische Anwendungen unter Ausnutzung von Quanteneffekten aktuell sehr relevant. Während dieser Zeit hat er eine ganze Reihe vielbeachteter Ergebnisse erzielt, wie etwa die Demonstration der Initialisierung von Elektronenspins in Quantenpunkten durch gepulste optische Anregung oder die Vermessung der Kohärenzzeit der Spins.

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Gustav-Hertz-Preis

Der Gustav-Hertz-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines oder mehrerer junger Physiker/innen auszeichnen und so dem Ansporn des Nachwuchses dienen. Dabei soll die auszuzeichnende Arbeit aus den Gebieten der experimentellen oder theoretischen Physik stammen, einen gewissen Abschluss zeigen und neue Erkenntnisse enthalten. "Erkenntnis" wird dabei nicht allein im Sinne der Grundlagen verstanden, sondern es werden auch Ergebnisse im Sinne der Anwendung und Praxis gewertet. Als "junge Physiker/innen" werden auch solche mit abgeschlossener Promotion und in besonderen Fällen mit abgeschlossener Habilitation verstanden, sofern ihnen zum Zeitpunkt des Vorschlags kein Angebot einer Lebensstellung als Hochschullehrer/in oder einer leitenden Stellung in einem hochschulfreien Forschungsinstitut oder in der Industrie vorliegen.

© http://www.edm.ethz.ch/people/scientific_staff/antognini

Aldo Antognini
ETH Zurich

„In Würdigung ihres entscheidenden Beitrags zur Präzisionsmessung der Lambshift in myonischem Wasserstoff. Sie haben damit maßgeblich weitere experimentelle und theoretische Untersuchungen zur Struktur des Protons und der Quantenelektrodynamik gebundener Systeme initiiert.“

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

© http://www.mpq.mpg.de/cms/mpq/people/Pohl_Randolf.shtml http://www.mpq.mpg.de/cms/mpq/people/Pohl_Randolf.shtml

Prof. Dr. Randolf Pohl
Universität Mainz

„In Würdigung ihres entscheidenden Beitrags zur Präzisionsmessung der Lambshift in myonischem Wasserstoff. Sie haben damit maßgeblich weitere experimentelle und theoretische Untersuchungen zur Struktur des Protons und der Quantenelektrodynamik gebundener Systeme initiiert.“

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Hertha-Sponer-Preis

Der Hertha-Sponer-Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Physik an eine Wissenschaftlerin vergeben. Der Preis soll vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen durch öffentliche Auszeichnung ermutigen und so mehr Frauen für die Physik gewinnen.

© http://www.physik.fu-berlin.de/einrichtungen/ag/ag-franke/index.html

Prof. Dr. Katharina Franke
Freie Universität Berlin

„Für Ihre wegweisenden Arbeiten zum Wechselspiel magnetischer Moleküle mit Supraleitern auf der nano- und mesoskopischen Skala.“

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

AMOP-Dissertationspreis

Die in der Sektion AMOP zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

© privat

Dr. Gemma De Las Cuevas

„Für ihre Dissertation und den Vortrag mit dem Titel „A Quantum Information Approach to Statistical Mechanics“, angefertigt am Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck unter der Betreuung von Prof. Dr. Hans Jürgen Briegel. “

In ihrer Dissertation hat Frau Dr. De las Cuevas neue Zusammenhänge zwischen der Quanteninformationstheorie und Standardmodellen der Statistischen Physik aufgedeckt und systematisch erforscht. Letztere spielen eine wichtige Rolle als einfache Modellsysteme in verschiedenen Gebieten innerhalb und außerhalb der Physik, wie etwa im Bereich der neuronalen Netze oder der Ökonomie, aber auch in neueren Ansätzen zur Quantengravitation. Ein zentrales Ergebnis der vorliegenden Arbeit ist die Vereinheitlichung einer großen Klasse verschiedenartiger Spin-Modelle der Statistischen Physik – unter anderem das Ising- und Potts-Modell auf beliebigen Graphen – durch deren Reduktion auf ein einziges „vollständiges“ Modell, nämlich eine vierdimensionalen abelsche Gittereichtheorie mit Eichgruppe Z2.

Dr. De Las Cuevas erforscht derzeit als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in der Abteilung von Prof. Dr. Ignacio Cirac die Physik von Vielteilchen-Quantensystemen, insbesondere entwickelt sie eine neue Darstellung derartiger Systeme in Form von Tensor-Netzwerken als Alternative zum Hilbert-Raum.

Die Auszeichnung wurde im März 2012 auf der DPG-Frühjahrstagung in Stuttgart verliehen.

SKM-Dissertationspreis

Die in der SKM zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

© privat

Dr. Henning Döscher

„Für seine Dissertation und den Vortrag mit dem Titel “Benchmarking surface signals when growing GaP on Si in CVD ambients.“

Die Auszeichnung wurde im März 2012 auf der DPG-Frühjahrstagung in Berlin verliehen.

© privat

Dr. Yan Zeng

„Für ihre Dissertation und den Vortrag mit dem Titel “Structuring of colloidal dispersions in slit-pore confinement.“

Die Auszeichnung wurde im März 2012 auf der DPG-Frühjahrstagung in Berlin verliehen.

SMuK-Dissertationspreis

Die in der SMuK zusammengeschlossenen Fachverbände der DPG schreiben einen Dissertationspreis aus. Ziel des Preises ist die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Arbeit und deren exzellenter Darstellung in einem Vortrag.

© privat

Dr. Frank Schröder

„Für seine Dissertation und den Vortrag mit dem Titel "Instruments and Methods for the Radio Detection of High Energy Cosmic Rays."“

Die Auszeichnung wurde im März 2012 auf der DPG-Frühjahrstagung in Mainz verliehen.

Georg-Simon-Ohm-Preis

Der Georg-Simon-Ohm-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines Studenten oder einer Studentin der physikalischen Technik oder verwandter Studiengänge an Fachhochschulen auszeichnen und so dem Ansporn des physikalisch-technischen Nachwuchses dienen.

© http://www.tu-dresden.de/medksm/schnabel.htm

Christian Schnabel
TU Dresden

„Für seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines Beatmungsgerätes für die Total Liquid Ventilation kleiner Labortiere“.“

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Georg-Kerschensteiner-Preis

Der Georg-Kerschensteiner-Preis kann für hervorragende Leistungen auf folgenden, der Vermittlung der Physik dienenden Gebieten, verliehen werden: a) Lehre im Bereich Schule, Hochschule und Weiterbildung, b) Erforschung der Lehr- und Lernprozesse im Physikunterricht und c) Entwicklung und Erforschung neuer Konzepte und Medien für die Lehre und deren wissenschaftliche Evaluation.

© http://www.raabeschule.de/schulinfos/schulgemeinschaft/kollegium

Christian Heilshorn
Gymnasium Raabeschule, Braunschweig

„Für die Konzeption, die Entwicklung und die Verbreitung des Grundschulprojekts "Physik für helle Köpfe". Das Projekt trägt in vielfacher Hinsicht zur Förderung des Nachwuchses in den naturwissenschaftlichen Fächern bei: Es bietet Grundschulkindern die Gelegenheit, durch eigenständiges Experimentieren die Themen "Licht" und "Akustik" aus physikalischer Sicht kennenzulernen. Dabei werden sie von Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 8 bis 10 angeleitet und unterstützt, die gleichzeitig ihre Fähigkeiten zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte erproben. Das Projekt hat seit dem Jahre 2005 eine große Breitenwirkung in Niedersachsen erreicht, wo es von über 80 weiterführenden Schulen mit jeweils mehreren Grundschulen umgesetzt wird.“

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Young Scientist Award for Socio- and Econophysics

Der Young Scientist Award for Socio- and Econophysics verfolgt das Ziel, die Arbeit junger Forscherinnen und Forscher zu fördern und herausragende wissenschaftliche Beiträge zu würdigen, die mit aus der Physik stammenden Methoden zu einem besseren Verständnis von sozio-ökonomischen Problemen beitragen.

Dr. Arne Traulsen

Schülerinnen- und Schülerpreis (IYPT)

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Es werden die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des deutschen Nationalteams des International Young Physicists' Tournament ausgezeichnet.

© Pro-Physik

Lorenz Eberhardt

Felix Engelmann

Marc Forstenhäusler

Michael Kern

Patrick Pauluch

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglied des deutschen Teams beim 24th International Young Physicists' Tournament (IYPT) in Teheran / Iran erreicht haben.“

Schülerinnen- und Schülerpreis (PhysikOlympiade)

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler für besondere physikalische Leistungen verliehen. Er wurde 1982 - 91 von der Physikalischen Gesellschaft der DDR vergeben und von der DPG übernommen. Es werden die fünf besten deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen PhysikOlympiade ausgezeichnet.

© Stefan Petersen

Marcel Ernst
Gymnasium Sulingen

Qiao Gu
Johann-Vanotti-Gymnasium, Ehingen

Eugen Hruska
Gymnasium, in Parsberg

Philipp Schmitt
Deutschorden-Gymnasium, Bad Mergentheim

Andreas Völklein
Albertus-Magnus-Gymnasium, Regensburg

„Die Verleihung erfolgt in Würdigung der Leistungen, die sie als Mitglied der deutschen Mannschaft bei der 42. Internationalen Physikolympiade in Bangkok / Thailand erreicht haben.“

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

Ehrenmitglied

Prof. Dr. Alexander Bradshaw

„In Anerkennung seines tatkräftigen ehrenamtlichen und zukunftsweisenden Einsatzes für die Physik und für die Deutsche Physikalische Gesellschaft. Besonders hervorzuheben ist seine aktive Rolle bei der Konzeption und Planung des ersten Wissenschaftsjahres „2000 – Jahr der Physik“ sowie bei der Gründung des „New Journal of Physics“, einer der ersten „open access“-Zeitschriften.“

Prof. Dr. Gerhard Ertl

„In Anerkennung seiner bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Physik und der Chemie der Oberflächen und der heterogenen Katalyse. Mit seinen Arbeiten zur Oberflächenphysik und seinem jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz für die Oberflächenphysik in Deutschland ist er zum Pionier dieser physikalischen und gleichzeitig chemischen Disziplin in Deutschland geworden. Die von ihm mit seinen Mitarbeitern entwickelten neuen Methoden, beispielsweise der Photoelektronenmikroskopie, führten zu Durchbrüchen in der Erforschung der Kinetik von Molekülreaktionen an Oberflächen.“

Ehrennadel der DPG

Dr. Hartwig Bechte

„In Würdigung seiner langjährigen und herausragenden Verdienste um den wirtschaftlichen Erfolg der DPG. Besonders hervorzuheben sind sein herausragender Beitrag für die erfolgreiche wirtschaftliche Planung des Einsteinjahres 2005, sein Einsatz für den Abschluss des Vertrags mit der Universität Bonn zur langjährigen Nutzung des Physikzentrums Bad Honnef durch die DPG, die Finanzierung der Sanierung des Physikzentrums sowie die Neugestaltung des Zusammenwirkens der DPG mit dem Verlag Wiley-VCH beim Physik Journal.“

Prof. Dr. Günter Kaindl

„In Würdigung seiner Verdienste um das Magnus-Haus Berlin der DPG, insbesondere bei der Etablierung neuer Veranstaltungsformate wie den „Lagrange Lectures“, sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Veranstaltungen und Diskussionen der DPG im Magnus-Haus zur aktuellen Physik sowie zu gesellschaftsrelevanten Fragen haben in herausragender Art und Weise dazu beigetragen, dass sich das Magnus-Haus der DPG als bedeutende Stätte für die Begegnung zwischen Physik und anderen Wissenschaften, Politik und Gesellschaft etabliert hat.“

Prof. Dr. Reinhard Nink

„In Anerkennung seiner langjährigen erfolgreichen Tätigkeit als Geschäftsführer der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin, seiner Pflege der Tradition des Karl-Scheel-Preises, seiner vielen pragmatischen Beiträge zur Fusion der beiden Gesellschaften (Deutsche Physikalische Gesellschaft und Physikalische Gesellschaft der DDR) in der Nach-Wendezeit im Berliner Raum sowie seines Einsatzes bei der Zusammenführung der Archive der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin und der DPG.“

Dr. Lutz Schröter

„In Würdigung seiner Verdienste im Bereich Industrie, Wirtschaft und Berufsfragen. Hierbei sind insbesondere sein herausragender Einsatz bei der Erstellung der DPG-Studien zum Physik-Bachelor in der Wirtschaft und zum Arbeitsmarkt für Physikerinnen und Physiker zu nennen. Ebenso herausragend war sein Engagement beim Aufbau des DPG-eigenen Mentoring-Programms und für die MINT-Projekte der DPG. Auch bereits als Schriftführer des AIW hat Herr Schröter die Praktikumsbörse und das Laborbesichtigungsprogramm erfolgreich organisiert und maßgeblich vorangetrieben.“