Preisträgerinnen und Preisträger

Gestiftet 1985 von Dr. Manfred Dunkel, verwaltet von der Gaede-Stiftung und vergeben von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG). Der Preis wird in der Regel auf der DPG-Frühjahrstagung der Sektion Kondensierte Materie (SKM) überreicht.

2020

© Privat

Dr. Takashi Kumagai
Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin

„Für seine wegweisenden und herausragenden Forschungsarbeiten zur Dynamik von Wasserstoff-Brückenbindungen auf der Ebene einzelner Moleküle.“

Takashi Kumagai wird für seine herausragenden Arbeiten zur Licht-Materie Wechselwirkung an Nanostrukturen mit dem Gaede-Preis 2020 ausgezeichnet. Nach seiner Promotion 2011 an der Universität Kyoto wechselte er als Postdoc an das Fritz-Haber-Institut in Berlin, wo er seit 2013 eine Arbeitsgruppe zur Tieftemperatur-Rastertunnelmikroskopie an einzelnen Molekülen leitet und die plasmonenverstärkte optische Spektroskopie im Ultra-Hochvakuum mit höchster Ortsauflösung vorantreibt.

Takashi Kumagai studierte Chemie und wurde in Chemie (2011) an der Universität Kyoto mit einer Arbeit zur Visualisierung der Dynamik von Wasserstoffbindungen promoviert. Seit 2011 ist er am Fritz-Haber-Institut in Berlin zunächst als Postdoc und seit 2013 als Leiter der Arbeitsgruppe "Nanoscale Surface Chemistry" in der Abteilung für Physikalische Chemie tätig.

Die Auszeichnung wird im März 2020 während der DPG-Frühjahrstagung in Dresden überreicht.

2019

© Valéry Kloubert

Dr. Selina Olthof
Institut für Physikalische Chemie Universität zu Köln

„Für ihre herausragenden Arbeiten zu den Grenzflächeneigenschaften von organischen Halbleitern und halbleitenden Perowskiten mittels Photoelektronenemissionsspektroskopie.“

Selina Olthof erhält den Gaede-Preis 2019 für ihre herausragenden Arbeiten zu den Grenzflächeneigenschaften von organischen Halbleitern und halbleitenden Perowskiten mittels Photoelektronenemissionsspektroskopie. Der Transport zwischen Halbleitern und Kontakten spielt eine entscheidende Rolle für das Bauelementeverhalten. Selina Olthof korreliert ihre spektroskopischen Ergebnisse hierzu mit der Performanz von Bauelementen. Sie lieferte weiterhin wichtige Beiträge zur kontrollierten molekularen Dotierung.

Selina Olthof studierte bis 2006 Physik an der Universität Stuttgart und promovierte 2010 über organische Halbleiter bei Karl Leo an der TU Dresden. Danach ging sie für zwei Jahre an die Princeton University (USA), wo sie als Postdoktorandin bei Antoine Kahn arbeitete. Seit 2012 ist sie Habilitandin am Institut für Physikalische Chemie der Universität Köln in der Gruppe von Klaus Meerholz.

Die Auszeichnung wird im März 2019 während der DPG-Frühjahrstagung in Regensburg überreicht.

2018

© privat

PhD Gareth S. Parkinson
Universität Wien

„Für seine exzellenten experimentellen Arbeiten zu Eisenoxidoberflächen als Modellsysteme für Einzelatomkatalyse.“

Gareth S. Parkinson erhält den Gaede-Preis 2018 für seine exzellenten experimentellen Arbeiten zu Eisenoxidoberflächen und Einzelatomkatalyse. In seinen Arbeiten konnte er zeigen, dass anders als erwartet aufgedampfte Metalle wie Gold auf Eisenoxidoberflächen als einzelne, isolierte Atome zu beobachten sind. Er nutzt diese als Modellsysteme für die Einzelatomkatalyse. Er setzt ein breites Spektrum an oberflächensensitiven Methoden ein, um die chemischen Prozesse auf atomarer Skala zu verstehen.

Gareth S. Parkinson studierte Physik an der University of Warwick, Großbritannien, promovierte dort bei Phil Woodruff zu Oberflächenuntersuchungen mittels Medium Energy Ion Scattering. Es folgten Postdoc-Aufenthalte am Pacific Northwest National Laboratory und der Tulane Universität. Seit 2010 arbeitet er an der Universität Wien und ist dort seit 2015 Assistenzprofessor (Habilitation 2016).

Die Auszeichnung wird im März 2018 während der DPG-Frühjahrstagung in Berlin überreicht.