Teilchenbeschleuniger und die ersten drei Minuten des Universums

Wissenschaftlicher Abendvortrag - in Kooperation mit DESY

Lecture
Date:
Tu, 08.10.2019 18:30  –   Tu, 08.10.2019 19:30
Sprecher:
Prof. Dr. Beate Heinemann, Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY; Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Physikalisches Institut
Adresse:
Magnus-Haus Berlin
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin, Germany

 
Registration required
Language:
Deutsch
Contact person:
Andreas Böttcher,

Description

Die ersten drei Minuten des Universums wurden 1977 in einem wunderbaren Buch vom Nobelpreisträger Steven Weinberg beschrieben. In dieser Frühzeit unseres Universums hatten die kleinsten Bestandteile, die wir kennen, das Sagen: Quarks, Elektronen, Photonen ... und weitere, weniger bekannte elementare Teilchen. Teilchenbeschleuniger haben eine entscheidende Rolle gespielt bei der Entdeckung der Teilchen und der physikalischen Prozesse, die zu dieser Zeit stattgefunden habe. In diesem Vortrag beschreibt Beat Heinemann die ersten drei Minuten des Universums und die Rolle der Teilchenbeschleuniger. Die neuesten Erkenntnisse kommen von dem weltweit größten Beschleuniger, dem Large Hadron Collider, an dem 2012 das Higgs-Teilchen entdeckt wurde.

Beate Heinemann ist Leitende Wissenschaftlerin bei DESY und Professorin für experimentelle Teilchenphysik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie hat am H1-Experiment bei DESY und am CDF-Experiment am Fermilab in den USA gearbeitet und ist seit 2007 Mitglied der ATLAS-Kollaboration am Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf. Das Ziel ihrer Forschung ist, ein tieferes Verständnis der fundamentalen Teilchen im Universum und deren Wechselwirkungen zu erreichen. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf Messungen, die die schwache Wechselwirkung und das Higgs-Teilchen untersuchen sowie auf die Suche nach dunkler Materie am LHC. Sie arbeitet außerdem an der Konstruktion zukünftiger Spurdetektoren.

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Wolfgang Eberhardt, Wiss. Leiter Magnus-Haus Berlin

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.