Was macht der Wendelstein an der Ostsee? oder Aufbau und Inbetriebnahme des Wendelstein 7-X, einer Großforschungsanlage der Hochtemperaturplasmaphysik

Discussion
Date:
Th, 08.10.2015 18:30  –   Th, 08.10.2015 19:30
Speaker:
Dr. Thomas Rummel, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald
Address:
Magnus-Haus Berlin
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin, Germany

Language:
German
Event partner:
Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung
Contact person:
Andreas Böttcher,
DPG Association:
Physikalische Gesellschaft zu Berlin e. V. (PGzB)  

Description

Moderation: Wolf-Christian Müller, TU Berlin


Berliner Physikalisches Kolloquium
im Magnus-Haus, Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin
Eine gemeinsame Veranstaltung der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin e.V. (PGzB),
der Freien Universität Berlin (FUB), der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB),
der Technischen Universität Berlin (TUB) und der Universität Potsdam (UP),
gefördert durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.


Zusammenfassung
Der Wendelstein ist bekanntermaßen ein Berg in den bayerischen Alpen, gleichzeitig aber auch der Name einer Serie von Experimenten des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik, die die Erforschung der plasmaphysikalischen Grundlagen der Kernfusion, basierend auf dem magnetischen Einschluss des Plasmas, zum Ziel haben. Der modernste Vertreter dieser Serie ist das Experiment Wendelstein 7-X, welches derzeit in Greifswald an der Ostsee in Betrieb geht. Die Anlage mit einem Durchmesser von 16 Metern erreicht den magnetischen Einschluss des Plasmas durch einen Satz aus 50 dreidimensional geformten, supraleitenden Magnet-spulen. Weitere 20, ebenfalls supraleitende, nahezu kreisrunde Spulen erlauben die Variation des resultierenden Magnetfeldes und damit die Erforschung der optimalen Form des Plasmas. Der Vortrag beschreibt die komplexen Vorgänge beim Aufbau und der schrittweisen Inbetriebnahme einer 725 Tonnen schweren Experimentieranlage. Es wird gezeigt, dass das Zusammenwirken so verschiedener Fachbereiche wie Elektrotechnik, Maschinenbau, Vakuum- und Kryotechnik nötig sind, um die eigentliche physikalische Forschungsarbeit zu ermöglichen.

Kolloquium_20151008.pdf