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Vorwort

An der Schwelle zum dritten Jahrtausend unternimmt die Deutsche Physikalische Gesellschaft mit dieser Denkschrift den Versuch einer Standortbestimmung. In den letzten Dekaden ist es immer mehr Menschen bewusst geworden, dass unser Lebensraum auf der Erde eng geworden ist und dass unsere Ressourcen begrenzt sind. Es bedarf der Anstrengung aller gesellschaftlichen Kräfte, die richtigen Antworten auf die hieraus folgenden Fragen zu finden. Die Physikerinnen und Physiker der ältesten physikalischen Gesellschaft der Welt und der größten Europas wollen in dieser Schrift ein Bild über den gegenwärtigen Zustand und die Perspektiven, die Chancen und die Risiken physikalischer Forschung zeichnen. Die Denkschrift richtet sich an die breite Öffentlichkeit, an die Politik, an Wirtschaft und Industrie, an Journalisten, wie auch an Wissenschaftler anderer Disziplinen, und nicht zuletzt an die Physiker selbst. Sie soll die Faszination deutlich machen, die von physikalischer Forschung gerade heute ausgeht, aber auch zum Nachdenken über deren Konsequenzen anregen.

Darüber hinaus soll die Denkschrift einen Eindruck von der mit dieser Wissenschaft verbundenen Kulturleistung vermitteln und insgesamt das Bewusstsein dafür schärfen helfen, in welchem Maße die moderne Gesellschaft in vielfältigen Funktionen auf naturwissenschaftlich-physikalische Erkenntnisse und Konzepte angewiesen ist. Besondere Bedeutung kommt hierbei künftigen Entwicklungen zu, deren sinnvolle Gestaltung von rationalen Handlungen und Entscheidungsprozessen getragen sein muss.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Edelgard Bulmahn, hat als Teil der Initiative "Wissenschaft im Dialog" zusammen mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft das Jahr 2000 zum Jahr der Physik erklärt. Die durch die Bundesregierung großzügig geförderten öffentlichen Veranstaltungen im Jahr der Physik lassen schon jetzt eine hohe Aufnahmebereitschaft für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen bei einem breiten Publikum erkennen. Für die hieran beteiligten Wissenschaftler wurden dadurch vielfältige Lernprozesse über den Umgang mit dem interessierten, aber nicht fachlich vorgebildeten Publikum eingeleitet. Auch im internationalen Rahmen findet diese Initiative inzwischen Beachtung, wie etwa in der Zeitschrift Nature vom 24. August 2000 vermerkt ist: ". . . German researchers have succeeded in enhancing the accessibility of physics. Others should benefit from their example". Die Deutsche Physikalische Gesellschaft möchte hiermit der Bundesministerin für ihre nachdrückliche Unterstützung danken. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Ministerialrat Dr. Hermann-Friedrich Wagner für seine Initiative und die ständige tatkräftige Unterstützung, ohne die dieses Jahr der Physik nicht stattgefunden hätte.

Ein herzlicher Dank gilt schließlich Markus Schwoerer und den Mitgliedern der Kommission (Kapitel 8), die die Erstellung dieser Denkschrift vorangetrieben haben, sowie besonders den vielen Kollegen (Kapitel 7), die als Autoren hierzu Beiträge geliefert haben.

Dr. Dirk Basting
Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Bad Honnef, im November 2000

 
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