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Digital durch den Nordwesten - Ein Alternativprogramm zur Sommerexkursion der RG Oldenburg

Alle Jahre wieder... so oder so ähnlich stellten wir uns die Sommerexkursion vor. In Zeiten der Digitalisierung zwang uns Corona zum Umdenken. Sollten alle bisherigen Vorbereitungen umsonst gewesen sein und lassen wir die Sommerexkursion ausfallen? Oldenburg stellt das Zentrum deraufstrebenden Metropolregion Nordwestdar, welcheniemandem vorenthalten werden sollte. Fest entschlossen wollten wir Neuland betretenund ein digitales, alternativesProgramm auf die Beine stellen.

Mit einer heißen Tasse „Lemon, Apple & Ginger-Tee ging es am Sonntagabend los mit einerspannendenStadtrallyedurch die drittgrößte Stadt Niedersachsens. Mit interessanten Fakten und Fragen, die mit visuellen Impressionen untermalt wurden, begleiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Sofa daheim eine kilometerlange Route quer durch die Stadt Oldenburg. Ein anschließendes Kennenlernen über das Internet, das in Zeiten von „Parship“ längst zum Alltag geworden ist, hatte uns zunächst vor einige Herausforderungen gestellt. Diverse Spiele und Gespräche konnten die Stimmung unter den Teilnehmern jedoch sehr gut auflockern, sodass wir viele Stunden vor dem Bildschirm kleben blieben. In den kommenden vier Tagen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ein buntes Programm freuen. Freiwillige Vorträge von Teilnehmerinnen und Teilnehmern erweiterten unseren Horizont in vielfältiger Weise. Von Fehlern im Physikstudium, die es zu vermeiden gilt wie beispielsweise verpasste Anmeldefristen, bis hin zu der Faszination von lichtscheuen Schleimpilzen, waren die verschiedensten Themengebiete vertreten. Noch gemischter wurden die Themen am Bunten Abend. Von Bier brauen und Fotografie über Knotenkunst und Pfadfinderleben bis hin zu Veganismus und Zucchinikuchen, erhielten alle einen Einblick in das Leben der anderen. Vom Blick hoch in die Sterne bis tief ins antarktische Eis boten uns die unterschiedlichsten Unternehmen aus dem Raum in und um Oldenburg vielfältige Physik. Vorträge in deutscher und englischer Sprache konnten bequem mit einer heißen Tasse Tee von zu Hause verfolgt werden. Diese zeigten uns, welche physikalischen Bereicheim hohen Norden abgedeckt werden. Ob Ingenieurskunst für präziseste Messungen, Entwicklung von Satelliten zur täglichen Kommunikation oder Eisbohrungen für die Klimaforschung, die Teilnehmenden stellten den Referendierenden viele neugierige Fragen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir das Angebot der Unternehmenund Institute wahrnehmen und diese bald möglichst persönlich besuchen können. Sicherlich ist ein Blick vom Fallturm in Bremen ein Erlebnis, das man so schnell nicht mehr vergessen wird! Zurückblickend war das Alternativprogramm durch die Unterstützung der Unternehmen, Institute und Teilnehmenden ein voller Erfolg für uns.

Janika Korbus & Lara Stürenburg