Abstracts der Teilnehmendenvorträge

Um bei der Interessenabfrage die für euch interessantesten Teilnehmendenvorträge wählen zu können, findet Ihr hier eine Liste aller Vorträge. Wir freuen uns über die große Bandbreite an Themen über welche referiert wird.

Physikalische Untersuchungen zum Lüften in Klassenräumen

Aufgrund der Diskussion um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus im Klas- senraum, habe ich untersucht, ob es mit gezielten Lüftungsstrategien möglich ist, das Ansteckungsrisiko effektiv zu reduzieren. Für die Ansteckung sind Aerosole in der Luft von großer Bedeutung. Als Indikator für den Aerosolgehalt in der Luft dient der CO2-Wert. Zur Messung werden eine Messeinheit aus einem TI-Nspire mit angeschlossenen Sensoren und eine selbst entwickelte Messstation auf Basis eines RaspberryPi benutzt, welche genauere CO2-Messwerte liefert.

Der Luftaustausch und die Luftströmungen im Klassenraum wurden mit Nebel und kleinen Nebelsonden visualisiert. Hier wurde insbesondere die Rolle der Tür betrachtet, um zu überprüfen, ob Aerosole vom Klassenraum auf den Gang ziehen.

Entwicklung eines günstigen, selbstbalancierenden und autonomen Landwirtschaftsroboters

Die Landwirtschaft ist von teuren, spezialisierten und komplexen Maschinen ge- prägt. Dieses Entwicklungsprojekt soll die Lücke für einen günstigen und univer- sellen Roboter mit geringer Umweltbelastung schließen. Der Roboter zeichnet sich durch seine geringe Größe sowie sein Antriebssystem aus: ein von mir aus einem handelsüblichen Hoverboard entwickeltes zweirädriges, selbstbalancierendes Sys- tem. Kameras liefern die zentrale Datengrundlage für die Software und ersetzen - ohne Funktionalitätseinbußen - übliche, teure Sensoren. Die Sensor-Auswahl (kein GPS etc.) impliziert vollständige Autonomie. Durch meine Software durchfährt der Roboter ein Feld vollautonom. Mit einer dabei erstellten Karte kann er einzelne Pflanzen/Punkte erneut, direkt und effizient ansteuern. Durch maschinelles Ler- nen werden in Zukunft Unkraut etc. erkannt sowie weitere Meta-Daten ermittelt. Grundlage der Pflanzeninteraktion ist ein kleiner Manipulator.

Einzel Top-Quark Produktion am LHC

Am Large Hadron Collider am CERN in der Schweiz werden fundamentale Er- kenntnisse über den Aufbau der Materie gewonnen; untersucht werden dabei die sogenannten Elementarteilchen. Von besonderem Interesse ist das Top-Quark, wel- ches das schwerste bekannte Elementarteilchen ist. Das Top-Quark kann auf ver- schiedene Weisen bei den Kollisionen im LHC erzeugt werden, dabei ist ein beson- ders interessanter Produktionskanal die Einzel Top-Quark Produktion. In diesem Vortrag werde ich die Einzel Top-Quark Produktion vorstellen, insbesondere wie der Wirkungsquerschnitt dieses Prozesses gemessen werden kann, indem mittels ei- nes Neuronalen Netzwerkes eine hochpräzise Diskriminante aus den kinematischen Variablen konstruiert wird.

Boten aus den Tiefen des Alls und wie wir sie sehen können oder: kosmische Strahlung und Nebelkammern

Zu jedem Zeitpunkt durchqueren Teilchen aus den Tiefen des Weltalls unsere At- mosphäre, ohne dass wir es bemerken. Diese hochenergetischen Teilchen der kosmi- schen Strahlung können uns aber helfen, mehr über das Universum herauszufinden, in dem wir leben. Teilchen wie das Positron (1932) oder das Myon (1937) wurden beispielsweise durch die Untersuchung kosmischer Strahlung entdeckt.

Aber woher kommt diese Strahlung? Welche Prozesse im Universum können Teil- chen auf Energien von bis zu 10^19 eV beschleunigen? Und was passiert mit diesen Teilchen, wenn sie auf unsere Erdatmosphäre treffen? Um diese Fragen soll es im ersten Teil des Vortrags gehen, der die Entstehung der kosmischen Strahlung und die Umwandlungsprozesse in der Atmosphäre behandeln wird.

Der zweite Teil des Vortrags beschäftigt sich mit einer einfachen Möglichkeit, Teil- chen der kosmischen Strahlung, aber auch aus anderen Prozessen (wie z.B. dem Be- tazerfall), sichtbar zu machen - der Nebelkammer. Im Vergleich zu großangelegten Experimenten wie dem IceCube-Detektor oder dem Pierre-Auger-Observatorium bieten Nebelkammern vor allem Schülern einen guten Einblick in die spannende Welt der Teilchenphysik. Wie so eine Nebelkammer funktioniert, was für Teilchen- spuren man darin sehen kann und wieso sie sowohl die Relativitätstheorie als auch die Existenz von Antimaterie nachweisen kann, soll im zweiten Teil des Vortrags behandelt werden.

Der Hintergrund dieses Vortrags ist eine komplexe Leistung, die ich in der zehnten Klasse geschrieben habe.

Photometrische Suche nach Exomonden mit Convolutional NeuralNetworks (CNNs)

Es wurden bereits viele Exoplaneten entdeckt, bis jetzt aber noch kein (bestätig- ter) Exomond. In diesem Projekt untersuche ich, ob sich Convolutional Neural Networks (CNNs) in der Suche nach Exomonden in photometrischen Zeitserien des Kepler Space Telescopes sowie der PLATO-Mission, die im Jahr 2026 gestar- tet wird, einsetzen lassen. Da in diesem extrem neuen Forschungsfeld keine Be- obachtungsdaten vorliegen, musste ich für das Training des CNN eine Vielzahl von Simulationen auf dem HPC-Cluster der TU Berlin durchführen. Ich konnte zeigen, dass sich CNNs für diese Suche sehr gut eignen, denn mit meinem CNN konnte ich beispielsweise den Exomond-Kandidaten, Kepler-1625bI, wiederentde- cken. Im Anschluss habe ich auch eine neue Analyse-Methode entwickelt, mit der Exomond-Kandidaten näher untersucht werden können. Durch meine Forschung könnte die Suche nach Exomonden signifikant beschleunigt werden und es könnten sich vielleicht sogar Computerressourcen beim Start von PLATO einsparen lassen.

Radio-Frequency identification (RFID) – Die Technik der Zukunft?

Ende des 2. Weltkrieges nutzten bereits die Briten erstmals RFID. Seit diesem Zeitpunkt wurde und wird die Technologie immer weiter gefördert, sodass die Technik immer mehr Einsatzbereiche gewinnt. RFID-Tags findet man heute in der Produktsicherung, in Autoschlüsseln, in Zugangsschlüsseln, sowie seit 2010 in je- dem Personalausweis. Selbst in Autoreifen sollen sie bald nicht mehr wegzudenken sein. Doch welche physikalische Grundlage steckt hinter dieser Technik? Außerdem werde ich auf die Anwendungen und die Angreifmöglichkeiten der Radio-frequency identification eingehen.

Supraleiter - von der Entdeckung bis zur Zukunftstechnologie

Der Physiker Heike Kammerlingh Onnes entdeckte 1911 bei seinen Versuchen zum elektrischen Widerstand von metallischen Leitern nahe am absoluten Nullpunkt überraschend ein Phänomen, das er Supraleitung nannte: Unterhalb einer be- stimmten Temperatur verschwindet der elektrische Widerstand schlagartig. Wie ist das physikalisch möglich? Hierzu wollen wir eine kurze theoretische Einführung geben. Anschließend diskutieren wir, inwiefern die Supraleiter in der technolo- gischen Anwendung eingesetzt werden können, um nachhaltige Stromversorgung oder einen klimafreundlichen Transport zu ermöglichen.

Minerv𝛼 – Plasmaantrieb der Zukunft

Das Projekt „Minerv𝛼 –Plasmaantrieb der Zukunft“ befasst sich mit der Forschung an einer neuen Art von Plasmaantrieben, welcher die Lorentzkraft als Schubkraft verwenden soll. Dabei sind theoretische, als auch in experimentelle Untersuchungen gleichermaßen von hoher Relevanz. Es werden verschiedene Konzepte untersucht. Die Entwicklung eines möglichst effizienten Modells beruht auf drei Stufen – der Maximierung der Plasmadichte, Plasmageschwindigkeit und Ausstoßfrequenz. So wird versichert, dass die über eine kurze Zeit wirkende Schubkraft, durchschnittlich eine hohe Impulsänderung des Raumschiffs erzielt. Das komplexe Plasmaverhalten, wird durch das partielle Vlasov-Maxwell Differentialgleichungssystem beschrieben, welches analytisch nicht allgemein lösbar ist. So verwenden wir die relativistische Particle in Cell (PIC) Methode, um eine numerische Lösung zu erlangen und unse- re Konzepte zu simulieren. Die Simulation erlaubt es, unsere Konzepte realistisch zu überprüfen. In der Praxis muss sich insbesondere mit der Energieversorgung befasst werden. Dabei gilt es insbesondere, eine hohe Spannung erzeugen zu kön- nen, ohne hohen Energieverlust zu erleiden. Diese soll dann für das Erzeugen und Beschleunigen des Plasmas genutzt werden. Ein essenzieller Teil, der Cockcroft Walton Multiplikator, wurde bereits getestet und konstruiert. Zurzeit besteht der Fokus auf dem PWM-Wechselrichter. Die volle Konstruktion der Hochspannungs- schaltung soll später genutzt werden, um einen vollständigen Prototypen zu bauen.

Bau eines Rover-Modells mit Raman-Spektrometer als Missionsdemonstrator

Im Jahr 2024 soll im Zuge der Martian Moons Exploration von der Japan Aero- space Exploration Agency (JAXA) eine Sonde zum Marsmond Phobos geschickt werden, welche dort einen Rover absetzen wird. Dieser wurde vom Deutschen Zen- trum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitentwickelt und soll den Mond genauer untersuchen. Der Rover soll unter anderem mittels Ramanspektroskopie Material- proben auf dem Marsmond untersuchen und somit neue Erkenntnisse über dessen Zusammensetzung liefern. Das Ziel der Mission ist es, die Ursprünge des Mondes und somit auch des Mars zu untersuchen und zu verstehen, wie Wasser auf diesen gelangen konnte.

Zur Demonstration einer solchen Mission und der Funktionsweise eines Raman- Spektrometers auf der Erde haben wir in Zusammenarbeit mit dem DLR und dem Projekt INNOMATH der Humboldt-Universität ein Schulprojekt begonnen und ein Rover-Modell aus LEGO MINDSTORMS○R gebaut. Auf dem ist ein solches Spektrometer, welches uns vom DLR zur Verfügung gestellt wurde, befestigt.

Für das Projekt haben wir die Arbeit aufgeteilt. Wir beschäftigten uns sowohl mit der Funktionsweise eines Spektrometers, als auch mit dem Bau des Rovers. Beim Bau des Rovers, welcher mittels eines Einplatinencomputers gesteuert wird, war es wichtig einen stabilen Rover zu bauen, welcher das Gewicht des Spektrometers mit den dazugehörigen Teilen transportieren und es möglichst präzise an eine Probe heranbringen kann. Beim Raman-Spektrometer musste der ferngesteuerte Betrieb auf dem Rover und die Aufnahme von guten Spektren verschiedener Stoffe, wie zum Beispiel von Schwefel, ermöglicht werden. Nachdem die einzelnen Teile größtenteils fertig waren, erfolgte die Zusammensetzung von Rover und Spektrometer.

Nun haben wir ein funktionsfähiges Rover-Modell mit Raman-Spektrometer, wel- ches mithilfe eines Einplatinencomputers bedient werden und das Zusammenspiel von Rover und Spektrometer auf dem Phobos demonstrieren kann.

Elektronischer Blindenhund - eine Navigationsoption für Blinde?

Ist es möglich, ein Navigationssystem zu programmieren und zu bauen, das einen blinden Fußgänger wie ein Blindenhund zum Ziel führt? Diese Frage haben mein Freund und ich uns gestellt, und wir haben dieses Projekt zu zweit, als privates Projekt, aufgegriffen. Uns wurde schnell klar, dass das Projekt sehr vielschichtig ist: Wie interagiert der Blinde mit dem Gerät? Wie navigiert man einen Fußgänger sicher? Welche technischen Anforderungen muss das Gerät erfüllen?

Aber sind die Probleme dort, wo wir sie vermutet haben? Und vor welche Heraus- forderungen stellt uns so ein Projekt? Auf diese Fragen will ich in meinem Vortrag eingehen.

Wasserstoffauto (Brennstoffzelle) und Leistung

Das Thema und der Aufbau des Vortrages basieren auf meiner Facharbeit, die den Leistungsverlauf eines Wasserstoffautos mit alkalischer Brennstoffzelle untersucht. Zunächst werde ich den Inhalt meiner Facharbeit beschreiben und dann meinem Vortrag kurz skizzieren. Die Kernfrage der Facharbeit ist, wie ein Wasserstoffauto funktioniert und was sich über den Betrieb der Brennstoffzelle. Dies habe ich mit einem Modell-Wasserstoffauto experimentell untersucht. Die Daten wurden dann in Diagramme eingetragen und miteinander verglichen.

Wie zu Beginn erwähnt, basiert der Vortrag auf dieser Facharbeit. Folgende The- menbereiche werden darin hauptsächlich behandelt: 1. Funktion der Brennstoffzelle und des Wasserstoffautos, hier werde ich das Prinzip der alkalischen Brennstoffzel- le, sowie der Elektrolyse erklären. Der Aufbau eines Wasserstoffautos wird ebenfalls betrachtet; 2. Versuche und Messergebnisse aus der Facharbeit, zunächst wird die Methodik dieser beschrieben, woraufhin die Ergebnisse grafisch dargestellt werden; 3. Interpretation der Versuchsergebnisse, auf der Grundlage der graphisch darge- stellten Messergebnisse werden die Erkenntnisse belegt; 4. Wasserstoffautos und Zukunft, hierbei wird durch Erkenntnisse der Facharbeit und Rechercheergebnisse bewertet, inwiefern Wasserstoffautos aus technischer Sicht zukunftstauglich sind. Der Inhalt meines Vortrags setzt sich aus einer Mischung von eigenen Erkennt- nissen durch die Facharbeit und recherchierten Informationen zusammen. Hierbei spielt das Buch mit dem Titel „Wasserstoff und Brennstoffzellen“, von den Autoren Jochen Lehmann und Thomas Luschtinetz eine zentrale Rolle. Bei allen Themen werden zusätzlich gut erklärende Grafiken verwendet.

CO2 Checker – Wie sich die Infektionsgefahr in Klassenzimmern ermitteln lässt

Alle Arten von Infektionen, insbesondere auch COVID 19, haben zwei Hauptüber- tragungswege: Einerseits die Schmierinfektion, gegen welche man sich erfolgreich durch Vermeidung von Körperkontakt und häufiges Desinfizieren so wie Händewa- schen schützen kann, andererseits die Tröpfchen Infektion bei welcher die Krank- heit über ein virenbelastetes Aerosol übertragen wird. Gegen diese Art der An- steckung kann man sich nur durch Abstand und Masken schützen (Bodenschatz, 2021). Da es an vielen Orten, unter anderen auch vollen Klassenzimmern, jedoch nicht möglich ist ausreichend Abstand zu halten und auch Masken ein Restrisiko nicht ausschließen können, haben wir uns gefragt, wie hoch eine Ansteckungsge- fahr in Klassenzimmern wirklich ist. Zurzeit ist diese Frage noch wichtiger als sonst, da der Schutz vor der aktuellen COVID 19 Pandemie sehr wichtig für unse- re Gesundheit und die unserer Mitmenschen ist. Da wir jedoch nicht über Mittel verfügen, die in der Lage sind, die direkte Aerosoldichte oder die Virenbelastung eines Raumes zu messen, entschieden wir uns dazu, ein Messnetz zu nutzen, das am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg von Niklas Hornung entwickelt wurde. Dieses ist unter anderem in der Lage, die CO2-Konzentration der Raumluft zu messen, welche als wichtiger Indikator für die Raumluftqualität gilt. Wir haben dieses Messnetz für unsere Zwecke weiterentwickelt, angepasst und versucht, Ant- worten auf Fragen zu finden, die derzeit viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz in der Schule betreffen.

CERN-eine Einführung in die Welt der Elementarteilchen

In meinem Vortrag geht es um die Entdeckung von Elementarteilchen am CERN. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik(Erklärung des Standardteilchenmo- dells,etc.), werde ich Antworten auf die Fragen geben, wie unsere Welt auf kleinster Teilchenebene aussieht, wie es überhaupt gelingt neue Teilchen entstehen zu las- sen und wie das Higgs Boson damals überhaupt entdeckt werden konnte. Wer also schon immer etwas über den fundamentalen Aufbau des Universums wissen wollte, ist in meinem Vortrag herzlich willkommen.

Strahlung

Wer war nochmal Marie Curie und was hat es eigentlich mit diesem Henri Bec- querel auf sich? Die Radioaktivität kennt heute jeder, nämlich am Beispiel von Tschernobyl und Fukushima. Doch nicht nur dort ist die radioaktive Strahlung zu finden. Wie ihr sicher alle wisst wird diese beim Röntgen ebenfalls verwendet. Doch wieso schadet es unserem Körper nicht, sich mit radioaktiven Strahlen ab- leuchten zu lassen? Wie konnte man das Alter der Mumie „Ötzi“ bestimmen und die Maske des ägyptischen Pharaos Tutanchamun wieder herstellen? Diese und weitere Fragen werde ich heute für euch beantworten. Was macht die Radioakti- vität eigentlich so gefährlich? Hätten wir auch ohne sie solch einen technischen Fortschritt erlebt und könnten Krebs bekämpfen? Stimmt es, dass Zigaretten ra- dioaktive Stoffe enthalten und wenn ja, wieso wussten wir bisher nichts davon? Man ist überall Strahlung zum Beispiel durch die Sonne ausgesetzt. Die Strahlen werden nur von der Atmosphäre abgeschwächt. Gibt es in Flugzeugen oder auf Bergen also ein höheres Strahlenrisiko als in der Stadt oder im Tal? Ein Beispiel, wie viel Schaden Radioaktivität anrichten kann, ist auf jeden Fall Hiroshima. Es wurde mit einer Atomwaffe „kontaminiert“ doch wie funktioniert diese und wäre es möglich, dass so etwas wie im 2. Weltkrieg wieder passiert? Kann man eine Atomwaffe heute immer noch bauen und auch benutzen?

Bestimmung der Gravitationskonstanten

Die Gravitationskonstante G ist neben der Lichtgeschwindigkeit und dem Planck- schen Wirkungsquantum eine der wichtigsten Naturkonstanten. Sie bereitet den Physikern große Probleme, da sie im Verhältnis zu den anderen Kräften sehr klein ist. Gleichzeitig ist sie schwer zu messen, da schon die geringsten Veränderun- gen zu einem anderem Ergebnis führen. Aus diesem Grund liegt die momentane relative Unsicherheit für die Konstante bei 2,2*10-5 . Dies ist im Verhältnis zu anderen Konstanten, wie der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum eine sehr große Un- sicherheit, da diese viel genauer vermessen worden sind. Die Gravitationskonstante wurde zuerst von Sir Isaac Newton (1643-1727) in seinem Gravitationsgesetz er- wähnt, gemessen wurde sie jedoch erst 72 Jahre nach seinem Tod im Jahre 1798 von Henry Cavendish (1731-1810) mit einer Gravitationsdrehwaage. Der Inhalt der Präsentation ist: Wie genau lässt sich die Gravitationskonstante mit der im Helmholtz-Gymnasium Bonn zur Verfügung stehenden Gravitationsdrehwaage und einem Laser bestimmen?

Die spezielle Relativitätstheorie

Die spezielle Relativitätstheorie (SRT) war Teil einer der revolutionärsten Theo- rien der modernen Physik, da sie das Verständnis von Raum und Zeit aus einem grundlegend anderen Blickwinkel erscheinen lies: Das 2. newtonschen Axiom gilt laut der SRT nur annäherungsweise bei nicht relativistischen Geschwindigkeiten (unter 0,1 c) , da die Energie und Masse eines Körpers mit Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit gegen unendlich wächst. Auch andere relativistische Effekte spielen eine Rolle, wie zum Beispiel Zeitdilatation und Lorentz- bzw. Längenkon- traktion. Hierbei verkürzt sich aus Perspektive eines Betrachters im Inertialsystem die Distanz zu einem statischen Betrachter, aus der Perspektive des statischen Betrachters verlangsamt sich hingegen die Zeit des Inertialsystems. Durch diese Effekte führt auch eine klassische Addition von Geschwindigkeiten zu einem feh- lerhaften Ergebnis.

Was sind magnetische Felder und wie wirken sie sich auf unseren Körper aus?

Schon immer war der menschliche Körper magnetischen Feldern ausgesetzt. Im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts sind Umwelteinflüsse durch vom Menschen verursachte elektromagnetische Felder allerdings stetig stärker geworden, da wach- sender Bedarf an Elektrizität, laufend weiterentwickelte Technologien und Ver- änderungen im sozialen Verhalten immer mehr künstliche Quellen solcher Felder geschaffen haben. Im menschlichen Körper fließen selbst bei Abwesenheit äuße- rer elektrischer Felder winzige elektrische Ströme, verursacht durch die als Teil der normalen Körperfunktionen stattfindenden chemischen Reaktionen. So leiten beispielsweise die Nerven ihre Signale in Form von elektrischen Impulsen weiter. Die meisten biochemischen Reaktionen, von der Verdauung bis zu den Gehirnak- tivitäten, werden von einer Umlagerung geladener Teilchen begleitet. Sogar das Herz ist elektrisch aktiv – eine Aktivität, die der Arzt mithilfe eines Elektrokar- diogramms verfolgen kann. In diesem Vortrag gehen wir den genauen Einflüssen auf den menschlichen Körper auf den Grund und versuchen diese anschaulich zu erfassen und dadurch zu begreifen.

Physikalische Grundlagen der Eigenschaften und Entstehung Schwarzer Löcher

Ein Schwarzes Loch ist ein kosmisches Objekt, dessen Masse so stark komprimiert und verdichtet wurde, dass es den Raum nahezu unendlich stark krümmt.

Einstein stellt durch die Einführung einer weiteren Dimension, der Zeit, den Zusammenhang zwischen dem dreidimensionalen Raum (Höhe, Länge, Breite) und der Zeit dar. Die Zeit und der Raum sind voneinander abhängig und werden zusammen als vierdimensionales ,,Raum-Zeit-Kontinuum” definiert. Im Zentrum des Schwarzen Lochs befindet sich die Singularität, eine punktförmige Masse mit unendlicher Dichte der Masse und unendlicher Krümmung des Raumzeit-Kontinuums.

Wenn die vierdimensionale Raumzeit als zweidimensionale Fläche betrachtet wird, ist die Krümmung der Raumzeit trichterförmig. Die Grenze, ab der nicht einmal die Fluchtgeschwindigkeit von Licht ausreichend ist, um aus dem Schwarzen Loch zu entkommen, heißt Ereignishorizont. In der Analogie wäre dies der Radius des Raumzeit-Trichters.

Die Schwarzen Löcher lassen sich hinsichtlich dieser Eigenschaften charakterisieren:

Die Rotation des Schwarzen Lochs, welche auch als Drehimpuls j bezeichnet wird; die Masse m und elektrische Ladung q. Entweder sie sind elektrisch geladen und rotieren, oder sie sind nicht elektrisch geladen, aber rotieren. Der einfachste Fall ist die Schwarzschild-Lösung; das Schwarze Loch besitzt lediglich die Masse m und hat weder Drehimpuls noch Ladung.

Schwarze Löcher sind Überreste bereits vergangener Sterne, die durch den Gravitationskollaps entstehen. Der Stern strebt den Zustand an, in dem alle Kräfte, die auf den Stern wirken, den gleichen Betrag haben. Dies ist das hydrostatische Gleichgewicht. Die Kräfte, die von außen auf den Stern wirken, können alternativ auch als Drücke betrachtet werden:

Auf den Stern wirken der Gasdruck (durch die hohen thermischen Bedingungen im Inneren des Sterns), der Zentripetaldruck (durch die Rotation des Sterns), der Strahlungsdruck (durch die Emission elektromagnetischer Strahlung) und der Gravitationsdruck (durch das Anziehen von Materie zum Stern hin). Ist der Gravitationsdruck nun größer als die anderen auf den Stern wirkenden Drücke, kollabiert der Stern unter dem Einfluss der Gravitation in einer Supernova.

Betrachten wir solche fernen Objekte im Universum und vielmehr deren Eigenschaften, stößt sowohl die Physik als auch Mathematik an ihre Grenzen.