Wechselwirkung intensiver Laserpulse mit Materie

Berliner Physikalisches Kolloquium

Lecture
Date:
Th, 06.06.2019 18:30  –   Th, 06.06.2019 20:30
Sprecher:
Prof. Dr. Stefanie Gräfe, Institut für Physikalische Chemie und Abbe Center of Photonics, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Adresse:
Magnus-Haus Berlin
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin, Germany

Language:
Deutsch
Event partner:
Magnus-Haus Berlin , Freie Universität Berlin , Humboldt-Universität zu Berlin , Technische Universität Berlin , Universität Potsdam , Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung , Physikalische Gesellschaft zu Berlin e. V.
Contact person:
Andreas Böttcher,
External Link:

Description

Eine gemeinsame Veranstaltung der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin e.V., der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam ‒ gefördert durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung

Die jüngsten Fortschritte bei der Entwicklung hochintensiver ultrakurzer Laserpulse und deren Wechselwirkung mit Materie haben neue spannende Phänomene sowohl für die Grundlagenforschung als auch deren Überführung in konkrete Applikationen hervorgebracht. So werden beispielsweise intensive Kurzlaserpulse mittlerweile in der (Augen-)Chirurgie oder in der Materialbearbeitung eingesetzt. In der Grundlagenforschung werden vielfältige neue nichtlineare Prozesse wie beispielsweise die Erzeugung höherer Harmonischer der Laserstrahlung untersucht und zur Erzeugung noch kürzerer Laserpulse im Attosekunden- Bereich ausgenutzt. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Starkfeld-Materie-Wechselwirkung folgt ein kurzer Überblick über die verschiedenen neuartigen physikalischen Phänomene, die beobachtet werden können, wenn hochintensive Laserpulse mit Materie wechselwirken. Anschließend wird die Wechselwirkung starker Laserpulse mit Atomen, Molekülen und Festkörpern vorgestellt. So konnten wir beispielsweise mit unseren Rechnungen und Simulationen zeigen, warum Moleküle je nach relativer Ausrichtung im Laserfeld entweder fragmentieren oder nicht fragmentieren. Durch die Wechselwirkung mit starken Laserfeldern können nicht-adiabatische Übergange in Molekülen angeregt bzw. mit Hilfe von Laser-induzierter Elektronenbeugung sogar visualisiert werden.

Moderation: Ulrike Woggon, Technische Universität Berlin

Kolloquium_20190606.pdf