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Satzung der Stern-Gerlach-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG)

1.) Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) kann einmal jährlich die Stern-Gerlach-Medaille für experimentelle Physik vergeben. Sie stellt (neben der für Arbeiten aus der theoretischen Physik verliehenen Max-Planck-Medaille) die höchste Auszeichnung der DPG dar.

2.) Der Preis besteht aus einer Medaille und einer Urkunde, die den Verleihungstext und eine kurze Laudatio enthält.

3.) Der Preis wird jährlich (z. B. im Physik Journal und/oder im DPG-Internetauftritt) ausgeschrieben. Die Geschäftsführung der DPG schreibt den Preis im Einvernehmen mit dem Preiskomitee rechtzeitig aus und setzt eine Frist für die Einreichung von Vorschlägen. Die Nominierungsvorschläge, die von der Geschäftsstelle an den Vorsitz des Preiskomitees weitergeleitet werden, müssen neben einer ausführlichen Begründung eine Kurzlaudatio, einen Lebenslauf, ggf. eine Publikationsliste sowie Gutachtervorschläge enthalten. Eigennominierungen sind nicht zulässig.

4.) Die Medaille dient der Auszeichnung einer oder mehrerer hervorragender experimenteller Arbeiten aus dem gesamten Bereich der Physik. In der Regel wird der Preis jeweils einer Person zuerkannt. Sind an den Arbeiten mehrere Personen gleichermaßen beteiligt, so kann die Auszeichnung gemeinsam vergeben werden.

5.) Für die Auswahl der Preisträgerinnen bzw. Preisträger wird ein Preiskomitee gebildet, das aus acht Personen besteht, die den gesamten Bereich der Experimentalphysik abdecken sollen und vom DPG-Vorstandsrat für eine Amtszeit von drei Jahren nominiert werden. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Nach dem Ausscheiden ist eine Wiederwahl frühestens sechs Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Preiskomitee möglich. Außerdem gehört dem Preiskomitee ex officio das zuständige DPG-Vorstandsmitglied für Wissenschaftliche Programme und Preise  an.

6.) Das Preiskomitee wählt aus seiner Mitte eine(n) Vorsitzende(n) und stellvertretende(n) Vorsitzende(n).

7.) Das Preiskomitee kann sich selbst eine Geschäftsordnung geben.

8.) Das Preiskomitee tritt zur Beratung der Vorschläge mindestens einmal im Jahr zu einer Sitzung (am Tag der DPG) zusammen. Das Preiskomitee ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder teilnimmt. Das Komitee trifft seine Auswahl mit einfacher Mehrheit der Mitglieder, bei Stimmengleichheit entscheidet die/der Vorsitzende. Das Komitee überreicht dem DPG-Vorstand einen oder mehrere Verleihungsvorschläge mit einer Begründung sowie einer zum Abdruck geeigneten Laudatio.

9.) Das Preiskomitee kann zu den eingereichten Vorschlägen (externe) Gutachten einholen und außer den eingegangenen Nominierungen auch Vorschläge aus dem Vorjahr berücksichtigen. Das Preiskomitee darf keine Eigenvorschläge machen.

10.) Die DPG-Geschäftsstelle unterstützt das Preiskomitee bei seiner Arbeit.

11.) Über die Verleihung des Preises beschließt der DPG-Vorstand. Kommt es nicht rechtzeitig zu einem Preisvorschlag des Preiskomitees, wird der Preis in der betroffenen Periode nicht verliehen.

12.) Die Verleihung des Preises geschieht vorzugsweise auf einer (größeren) Tagung der DPG. Im Rahmen der gleichen Tagung oder einer fachlich geeigneteren Tagung der DPG soll ein Vortrag der Preisträgerin bzw. des Preisträgers stattfinden.

13.) Diese Satzung wurde vom DPG-Vorstandsrat am 10. November 2012 beschlossen und kann nur vom Vorstandsrat  geändert werden.

 

Ausführungsbestimmungen zur Stern-Gerlach-Medaille

Die Nominierungsvorschläge, die von der Geschäftsstelle an den Vorsitz des Preiskomitees weitergeleitet werden, müssen neben einer ausführlichen Begründung eine Kurzlaudatio (etwa 100 Wörter), einen Lebenslauf, ggf. eine Publikationsliste sowie Gutachtervorschläge enthalten.

 

1.) Der Vortrag des Preisträgers sollte auf der entsprechenden DPG-Fachtagung stattfinden.

2.) Die Medaille sollte an Personen aller Nationalitäten vergeben werden dürfen.

3.) Alle Mitglieder des Komitees sollten bei der Auswahl der Gutachter beteiligt werden.

 
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