DPG
Mitgliedschaft
Veranstaltungen
Programme
Preise
Veröffentlichungen
Presse
Service
 
Druckversion
Position: www.dpg-physik.de  >  preise  >  satzungen  >  gaede.html

Satzung zur Verleihung des Gaedepreises auf dem Gebiet der Vakuumwissenschaft und -technik, gestiftet durch Dr. Manfred Dunkel (DPG)

1.) Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) kann einmal jährlich einen Gaedepreis auf dem Gebiet der Vakuumwissenschaft und -technik, gestiftet durch Dr. Manfred Dunkel vergeben. Mit diesem Preis sollen Arbeiten aus Grundlagenforschung, Anwendung und Verfahrenstechnik auf den Gebieten Vakuumphysik und -technologie, Dünne Schichten, Oberflächenphysik, Materialien und Verfahren der Festkörperelektronik, und Nanostrukturwissenschaften und -technik ausgezeichnet werden.

2.) Bei der Vergabe des Gaedepreises sollen jährlich wechselnd Leistungen aus den Bereichen Grundlagenforschung und Anwendung auf den genannten Gebieten gewürdigt werden. Berücksichtigt werden hierbei hervorragende Leistungen von jüngeren Wissenschaftlern, die zum Zeitpunkt des Vorschlags noch kein Angebot auf eine Lebensstellung als Hochschullehrer oder eine analoge Stellung in einer Forschungseinrichtung oder in der Industrie erhalten haben und in der Regel nicht älter als 40 Jahre alt sind.

3.) Die Vergabe des Gaedepreises soll an eine Person erfolgen.

4.) Für den Gaedepreis sind bis zu fünf Veröffentlichungen, die die auszuzeichnenden Leistungen widerspiegeln, eine Veröffentlichungsliste, ein kurzer Lebenslauf, eine Begründung des Vorschlags bzw. der Eigenbewerbung sowie ggf. andere Belege in digitaler Form auf Datenträger oder per E-Mail einzureichen. Neben Nominierungen von dritter Seite sind auch Eigennominierungen möglich.

5.) Der Preis besteht aus einer Urkunde, dem Modell der ersten Molekularluftpumpe von Prof. Wolfgang Gaede und aus einem Preisgeld, das in der Regel zwischen € 5.000 und € 10.000 liegt. Die Urkunde enthält den Verleihungstext und eine kurze Laudatio, die eine Länge von acht bis zehn Zeilen nicht überschreiten soll.

6.) Das Preisgeld wird von der Gaedestiftung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vakuum e.V., im Folgenden Gaedestiftung, aufgebracht. Die jeweilige Höhe des Preisgeldes wird vom Vorstand der Gaedestiftung festgelegt.

7.) Der Preis wird jährlich ausgeschrieben. Die Geschäftsführung der DPG schreibt den Preis im Einvernehmen mit dem Preiskomitee rechtzeitig aus und setzt eine Frist für die Einreichung von Vorschlägen. Die Nominierungsvorschläge, die von der Geschäftsstelle an den Vorsitz des Preiskomitees (siehe Ziff. 13) weitergeleitet werden, müssen die Unterlagen zu Ziff. 4 enthalten.

8.) Für die Auswahl der Preisträger wird ein Preiskomitee gebildet, das aus fünf Personen besteht.

9.) Ein Mitglied des Preiskomitees ist der oder die Vorsitzende der Gaedestiftung. Ein Mitglied des Preiskomitees ist ein Vertreter oder eine Vertreterin der Nachfolgefirma der Leybold-Heraeus GmbH und wird von der Nachfolgefirma der Leybold- Heraeus GmbH bestimmt.

10.) Drei Mitglieder des Preiskomitees werden vom DPG-Vorstandsrat für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt. Bei der bei der Auswahl der Mitglieder soll der DPG-Vorstandsrat die Zugehörigkeit dieser Mitglieder zu den Sachgebieten der gemeinsamen Fachverbände der DPG und der Deutschen Vakuumgesellschaft berücksichtigen. Eine Wiederbestellung der Mitglieder ist nicht vorgesehen.

11.) Außerdem gehören dem Preiskomitee ex officio und ohne Stimmrecht das zuständige DPG-Vorstandsmitglied für Wissenschaftliche Programme, Preise an.

12.) Das Preiskomitee wählt aus dem Kreis der Mitglieder mit Stimmrecht einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen stellvertretenden Vorsitzenden oder eine stellvertretende Vorsitzende.

13.) Das Preiskomitee kann sich selbst eine Geschäftsordnung geben.

14.) Das Preiskomitee tritt zur Beratung der Vorschläge mindestens einmal im Jahr zu einer Sitzung (in der Regel am Tag der DPG) zusammen. Die Sitzung kann auch im Rahmen einer Videokonferenz, Telefonkonferenz oder dgl. stattfinden. Das Preiskomitee ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder teilnimmt. Das Komitee trifft seine Auswahl mit einfacher Mehrheit der Mitglieder, bei Stimmengleichheit entscheidet der oder die Vorsitzende. Das Komitee überreicht dem DPG-Vorstand einen oder mehrere Verleihungsvorschläge mit einer Begründung sowie einer zum Abdruck geeigneten Laudatio.

15.) Das Preiskomitee kann zu den eingereichten Vorschlägen (externe) Gutachten einholen und außer den eingegangenen Nominierungen auch weitere Vorschläge, z. B. aus dem Vorjahr, berücksichtigen.

16.) Die DPG-Geschäftsstelle unterstützt das Preiskomitee bei seiner Arbeit.

17.) Über die Verleihung des Preises beschließt der DPG-Vorstand. Der Vorstand der Gaedestiftung hat ein Veto-Recht, wenn die Anforderungen in Ziff. 2 und 4 nicht eingehalten sind.

18.) Die Verleihung des Preises geschieht auf einer fachlich geeigneten Tagung der DPG, vorzugsweise auf der Jahrestagung der DPG. Im Rahmen dieser Tagung stellen der Preisträger seine oder die Preisträgerin ihre hervorragende Leistung im Rahmen eines Vortrags vor.

19.) Diese Satzung wurde vom DPG-Vorstandsrat am 12. November 2016 beschlossen und kann nur vom Vorstandsrat geändert werden.

 
© Deutsche Physikalische Gesellschaft | letzte Änderung 05.04.2017, 11:31 | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Bearbeiten