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Vernetzungstreffen NoWe 2015

Exkursion Marum: Den jDPGlern wird das Meeresboden-Bohrgerät 'MeBo-200' am Objekt erklärt; Im Hintergrund ist der Kontrollcontainer zu sehen, vorne rechts sind verschiedene Bohrkerne aufgebockt. Das Bohrgerät kann in bis zu 2 km Tiefe eingesetzt werden und Bodenproben aus bis zu 200 m Bohrtiefe gewinnen.
Workshop 'Die jDPG - Ansprechpartner und Abläufe': Ein trocken klingendes Thema begeistert am Abend alle Teilnehmer des Vernetzungstreffen -- dank des hervorragenden Vortrags von Gianni Klesse aus dem Bundesvorstand der jungen DPG.
Exkursion OHB: Gruppenfoto mit dem Gastgeber der OHB System AG, in Person von Dr. R. Janovsky, in der Eingangshalle. Im Hintergrund sind Demonstrationsobjekte verschiedener von OHB entwickelter Satelliten zu erahnen.
Exkursion ZKW: Als dritter Referent des ZKW gibt Professor Michael Koch den Teilnehmern eine anschauliche Einführung in die Neuropharmakologie, bevor die Labore des Forschungszentrums besichtigt werden.

Am 30. März 2015 trafen sich insgesamt elf Mitglieder der jungen DPG, davon drei aus Duisburg-Essen, drei aus Göttingen, drei aus Rostock, eines aus Bremen sowie das Bundesvorstandsmitglied für Regionalgruppenangelegenheiten in Bremen, um gemeinsam die junge DPG weiterzuentwickeln und sich als Regionalgruppen aus dem Norden und Westen Deutschlands besser zu vernetzen.

Das Treffen begann mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa am Boulevard der Universität Bremen. Nach diesem begann die erste von drei Exkursionen, eine Besichtigung des Marum, dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Hier hörten die Teilnehmer zunächst einen Vortrag über die Struktur und die Forschung am Institut im Allgemeinen. Darauf folgten zwei weitere Vorträge über die numerische Modellierung des Ozeans und des Klimas sowie zu den verschiedenen Unterwassertechnologien, die im Hause entwickelt werden. Daraufhin erhielten die Teilnehmer im Rahmen einer Führung die Möglich\-keit, einerseits den Unterwasserbohrer „MeBo200“, mit dem Bohrungen von bis zu 200m Tiefe durchgeführt werden können, und andererseits das Bremer Bohrkernlager des International Ocean Discovery Program (IODP), in dem insgesamt über 150km Bohrkerne in 250000 Plastikbehältern lagern, zu besichtigen.

Im Anschluss an diese Exkursion ging es mit der Straßenbahn zur Jugendherberge Bremen. Nach dem Check-In und Abendessen begann mit den Workshops das Kernprogramm des Vernetzungstreffens. Den Anfang machte Gianni Klesse, das Bundesvorstandsmitglied für Regionalgruppenangelegenheiten mit einem Workshop zu Ansprechpartnern und Abläufen in der jungen DPG, in dem er die aktuellen Bundesvorstandsmitglieder und ihre Ämter vorstellte sowie wichtige Prozeduren, zum Beispiel das Erstellen und Einreichen von Finanzanträgen, erklärte.

Daraufhin wurde die Gruppe geteilt: Während sechs Teilnehmer im von Matthias Dahlmanns moderierten Workshop über Neumitgliedergewinnung diskutierten, leitete Jannis Schaeper einen Workshop zum Thema "Schlag den Prof". Dieses Veranstaltungsformat wurde von der Regionalgruppe Göttingen im Jahr 2014 neu eingeführt, erhielt durchweg positive Resonanz und soll daher nun auch bei anderen Regionalgruppen etabliert werden.

Im erstgenannten Workshop ging es zum einen darum, Argumente für den Eintritt in die (junge) DPG sowie zur aktiven Mitarbeit in den Regionalgruppen zu sammeln, zum anderen darum, sich darüber auszutauschen, welche Möglich\-kei\-ten zur Neumitgliedergewinnung es bereits gibt. Für das Veranstaltungsformat des Neumitgliedertreffens wurde dann ein konkretes Konzept für das Regionalgruppenhandbuch ausgearbeitet. Der Workshop zu "Schlag den Prof" bein\-hal\-tete neben einer detaillierten Formatbeschreibung einen Leitfaden für die Planung sowie eine beispielhafte Timeline einer solchen Veranstaltung. Auch bei diesem Workshop stand am Ende ein Konzept für das Regionalgruppenhandbuch.

Nach der Workshopphase verließ man gegen zehn Uhr die Jugendherberge um sich in gemütlicher Runde in einer Bar zu vernetzen. Der ortskundige Jason Marx nutzte die Gelegenheit auch dazu, eine exklusive, mitternächtliche Stadtführung zu geben.
Nach dem Frühstück in der Jugendherberge und dem Check-Out fuhr man gegen 9:15 Uhr mit der Straßenbahn zu Orbitalen Hochtechnologie Bremen (OHB), einer Firma, welche für verschiedene Auftraggeber wie die ESA oder das DLR Satelliten und Raumsonden für unterschiedliche Zwecke baut. So entstammen zum Beispiel auch die Satelliten für GALILEO, das europäische Konkurrenzprodukt zum US-Amerikanischen Navigationssystem GPS, der OHB. Hier bekamen die Teilnehmer nach zwei Vorträgen – einem über die verschiedenen Technologien, die im Hause entwickelt werden und einem über die Karrierechancen im Unternehmen – die Möglichkeit, zwei Fertigungshallen zu besichtigen, in denen Satelliten für das oben genannte Navigationssystem integriert werden.

Nach dem anschließenden Mittagessen in der Mensa am Boulevard spazierten die Teilnehmer zur letzten Exkursion des Vernetzungstreffens im Cognium, dem Zentrum für Kognitionswissenschaften der Universität Bremen. Nach einem Einführungsvortrag zum Thema Computational Neuroscience hörten die Teilnehmer von zwei Biologen jeweils einen Kurzvortrag zu ihren experimentellen Techniken zur Arbeitsweise des Gehirns – einmal zum Thema "Cogntive Neurophysiology – Beobachten wie das Gehirn Informationen verarbeitet" und einmal zum Thema "Neuropharmakologie – Die Wirkung von Drogen auf Gehirn und Verhalten".

Im Anschluss an diese Kurzvorträge erhielten die Teilnehmer wieder die Möglichkeit, jeweils einen der genannten experimentellen Bereiche zu besichtigen.
Mit dieser Exkursion endete auch das Vernetzungstreffen und die Teilnehmer machten sich auf den vom Sturmtief "Niklas" erschwerten Heimweg. Bis auf dieses wetterbedingte Chaos zum Schluss verlief das Vernetzungstreffen insgesamt sehr positiv und die Teilnehmer freuen sich schon auf ein Wiedersehen.

Der Bericht wurde verfasst von Merten Dahlkemper.

 
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