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Prof. Dr. Wolfgang Sandner, Berlin
am 05. Oktober 2010

Rede des Präsidenten
anlässlich anlässlich der DPG-Presseveranstaltung zur Bekanntgabe des Physiknobelpreises 2010 im Magnus-Haus Berlin

Sehr verehrte Exzellenz Staffan Carlsson, Botschafter des Königreichs Schweden,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Medienvertreter,
sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude, Sie heute im Namen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zur Bekanntgabe des Physik-Nobelpreises im Magnus-Haus begrüßen zu dürfen.

Der Nobelpreis ist die wohl wissenschaftlich und gesellschaftlich höchste Auszeichnung, mit der eine Persönlichkeit für herausragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt werden kann. Die Blicke der Weltöffentlichkeit und besonders der Physikerinnen und Physiker sind heute mit Spannung auf Schweden und Stockholm gerichtet. Ich bin mir deshalb der großen Ehre sehr bewusst, verehrter Herr Botschafter, dass Sie als Vertreter Schwedens zu diesem Anlass bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft im Magnus-Haus zu Gast sind und heiße Sie ganz besonders willkommen.

Ebenso heiße ich die Teilnehmer des Statustreffen des DFG-Schwerpunktprogrammes 1386 - "Nanostrukturierte Thermoelektrika: Theorie, Modellsysteme und kontrollierte Synthese" und ihren Vorsitzenden, Herrn Professor Nielsch aus Hamburg, willkommen. Sie tagen heute im Magnus Haus und waren gerne bereit, Ihre Konferenz wegen dieser Veranstaltung zu unterbrechen und gemeinsam mit uns den Nobelpreis zu feiern und für sachkundige Kommentare zur Verfügung zu stehen.

Ich begrüße auch ganz herzlich alle sonstigen anwesenden Experten aus vielen Teilbereichen der Physik, die sich auf unsere Einladung hier zusammengefunden haben, um Ihr Expertenwissen zur Verfügung zu stellen.

Die DPG macht mit dieser Veranstaltung ein Experiment: kaum etwas bleibt so geheim wie Name und Fachgebiet eines Nobelpreisträgers bis zum Moment der Verkündung durch die Schwedische Akademie. Die erste Frage nach der Verkündung ist dann: wer ist diese Person, und was hat sie entdeckt? Um die Informationen möglichst zeitnah liefern zu können, möchten wir mit unserer Veranstaltung den Medien eine Gelegenheit bieten, direkt vor Ort mit Expertinnen und Experten aus der Physik zu Fragen zu dem Fachgebiet des Nobelpreisträgers in Kontakt zu treten.

Wer, wenn nicht die DPG, sollte für die sofortige Beantwortung dieser Frage zuständig sein? Die DPG ist heute mit fast 60.000 Mitgliedern die größte Physikalische Fachgesellschaft der Welt. Sie fördert mit Tagungen und Veranstaltungen (so wie die heutige hier) den Informationsaustausch über neueste physikalische Erkenntnisse und setzt sich in besonderer Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein. So treffen sich alleine zu den traditionellen Frühjahrstagungen der DPG jährlich rund 9.000 junge und etablierte Forscherinnen und Forscher aus dem In- und Ausland. Zu diesen Tagungen zählt regelmäßig der größte Physikkongress in Europa. Am kommenden Wochenende richten wir uns zusammen mit dem BMBF mit den „Highlights der Physik“ in Augsburg an eine breite Öffentlichkeit, wozu wir die anwesenden Medien natürlich auch ganz herzlich einladen!

Wie Sie, verehrte Gäste, vielleicht wissen, ist dieses Gebäude, das Magnus Haus, eine besondere historische Stätte für die Physik in Deutschland und die DPG. Hier lernten sich die Physiker kennen, die am 14. Januar 1845 die „Physikalische Gesellschaft zu Berlin“ gründeten, aus der später die DPG hervorging. Die Physikalische Gesellschaft zu Berlin existiert übrigens immer noch, inzwischen als „Tochter“, d.h. Regionalverband der DPG. Ich freue mich sehr, dass neben ihrem Vorsitzenden Wolfgang Buck etliche Mitglieder heute hier anwesend sind.

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft ist generell eng verbunden mit Nobelpreisträgern. Ich empfehle Ihnen hierzu unsere Ausstellung im Erdgeschoss zur Geschichte der DPG und zum Magnus-Haus. So wirkten in der DPG Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Max Planck oder Max Born. Aktuell hat die DPG zehn lebende Nobelpreisträger in ihren Reihen, allein drei erhielten diese Auszeichnung in den letzten fünf Jahren, so Theodor Hänsch im Jahr 2005 sowie Gerhard Ertl und Peter Grünberg im Jahr 2007.

Auch heute steht alles im Zeichen des neuen Nobelpreisträgers, den wir noch nicht kennen, aber in wenigen Minuten kennen werden. Weil wir schon alle gespannt auf die Nachrichten aus Stockholm sind, möchte ich nun aber mit dieser kurzen Einführung schließen um gleich seiner Exzellenz, dem schwedischen Botschafter Staffan Carlsson, das Wort zu geben.

Zuvor möchte ich Sie nur noch kurz über den weiteren Verlauf der heutigen Veranstaltung informieren:

  • Gegen 11:43 Uhr beginnen wir mit der Live-Übertragung aus Stockholm. Der Live-Stream, den das Nobel-Komitee im Internet zur Verfügung stellt, wird hier im Saal ausgestrahlt. Das Nobel-Komitee wird den Preisträger frühestens um 11:45 Uhr bekannt geben.
  • Wir würden uns die Bekanntgabe gemeinsam anschauen und die Pressekonferenz aus Stockholm eine Weile mitverfolgen.
  • Wenn alles nach Zeitplan verläuft, wäre dann ab etwa 12:00 Uhr die Gelegenheit für Interviews mit den anwesenden Fachleuten und Gästen.
  • Das Veranstaltungsende ist für ca. 13.00 Uhr vorgesehen.

Ich freue mich nun auf seine Exzellenz Staffan Carlsson.

 
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