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Position: www.dpg-physik.de  >  veroeffentlichung  >  reden  >  litfin  >  red_preistraeger_regensburg_2010.html

Prof. Dr. Gerd Litfin, Göttingen
am 23. März 2010

Rede des Präsidenten anlässlich des Preisträgerabends am 23. März 2010 in Regensburg

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Heubisch, sehr geehrte Frau Prorektorin Prof. Neumann-Holzschuh, sehr geehrter Herr Kanzler Dr. Blomeyer, sehr geehrter Herr Prof. Weiss, sehr geehrte Preisträgerinnen und Preisträger, meine sehr verehrten Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude, Sie heute in Regensburg zu dem traditionellen Abendessen zu Ehren der Preisträgerinnen und Preisträger der Deutschen Physikalischen Gesellschaft begrüßen zu dürfen. Mark Twain hat einmal so schön gesagt:

„Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen“.

Dies werde ich gerne mit Blick auf das bereits dampfende Essen beherzigen. Erlauben Sie mir dennoch einige kurze Worte. Die Tradition des Preisträgerabends ist nicht nur deshalb gut, weil es gleich ein Essen mit – so hoffe ich – angeregten Gesprächen nach einem langen Ehrentag für Sie, liebe Preisträger, geben wird. Ein Preisträgerabend ist vor allem aus dem Grund eine gute Tradition, weil es zentral für die Physik und jede Wissenschaft ist, dass erfolgreiche und engagierte Forscherinnen und Forscher in der wissenschaftlichen Community und in der Öffentlichkeit gewürdigt werden. Das wertet ein Fach und eine Forschungsleistung nicht nur auf, sondern zeigt vielmehr, welchen hohen Stellenwert sie in der Gesellschaft haben. Aus diesen Gründen hat es sich die DPG zu einer ihrer zentralen Aufgaben gemacht, physikalische Spitzenleistungen mit Auszeichnungen von internationalem Renommee zu würdigen.

Die DPG ist übrigens, erlauben Sie mir diese Information, sehr geehrter Herr Minister Heubisch, da Sie ja heute bei unserem Festakt nicht dabei sein konnten, mit über 58.000 Mitgliedern nicht nur die größte physikalische Fachgesellschaft der Welt, sondern ihre Tradition reicht bis auf das Jahr 1845 zurück. Damit ist sie auch die älteste physikalische Fachgesellschaft der Welt. Die DPG unterstützt den Gedankenaustausch und Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, setzt sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs, den Physik-Unterricht und die Lehrerfortbildung ein und möchte ganz allgemein der Öffentlichkeit ein Fenster zur Physik öffnen.

Dies spielt natürlich ganz besonders mit Blick auf die Förderung der jungen Generation insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern, nämlich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, eine zentrale Rolle. Die DPG engagiert sich hier mit ganzer Kraft und wir sind sehr daran interessiert, hier unsere Erfahrungen mit der Politik auszutauschen. Denn entgegen dem Trend in anderen Vereinen ist die DPG eine sehr junge Gesellschaft und wächst beständig gerade bei jungen Mitgliedern. Über die Hälfte ihrer Mitglieder sind Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Promovierende, weshalb die DPG ein mittleres Alter ihrer Mitglieder von 34 Jahren hat.

Gleichzeitig möchte die DPG mit den öffentlichen Preisverleihungen in Festakten sowie dem kleinen informellen Kreisen der abendlichen Preisträgerabende Gelegenheiten für den aktiven Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft bieten. Dadurch besteht zudem eine gute Chance, dass in Deutschland noch mehr Ideen in Produkte und Anwendungen umgesetzt werden können, was ein großes Desiderat ist. Aus diesem Grund freut es mich natürlich sehr, dass Sie, sehr geehrter Herr Minister, heute bei uns zu Gast sind. Damit möchte ich aber für heute Abend auch den feierlichen Teil beenden. Ich danke Ihnen für das Zuhören, wünsche Ihnen einen unterhaltsamen Abend und freue mich, nun das Wort an Herrn Staatsminister Heubisch zu übergeben.

 
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