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Position: www.dpg-physik.de  >  veroeffentlichung  >  reden  >  heuer  >  red_physikerinnentagung-2016-11-03.html

Prof. Dr. Rolf Heuer
am 3. November 2016 am DESY in Hamburg

Rede des Präsidenten
anlässlich der Eröffnungsveranstaltung
der 20. Physikerinnentagung in Hamburg

(Es gilt das gesprochene Wort)

 

 

  • Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Jan Louis (Vizepräsident Universität HH), lieber Jan,
  • sehr geehrte Kollegin Rudolf (Eröffnungsvortrag „SEE ATOMS MOVE IN REAL TIME - ULTRAFAST ELECTRON DIFFRACTION”),
  • liebes lokales Organisationsteam,
  • liebe Mitglieder der AKC-Kommission,
  • sehr geehrte Teilnehmende,

Ich freue mich sehr, Sie im Namen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auf der Physikerinnentagung zu ihrem 20-jährigen Jubiläum begrüßen zu dürfen. Für die Bewerbung und nun die Ausrichtung dieser Tagung am DESY hier in Hamburg, wo nächstes Jahr mit dem XFEL auch der weltweit größte Röntgenlaser gehen wird, möchte ich dem Fachbereich Physik der Universität Hamburg und dem Exzellenzcluster „The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ sowie natürlich dem Arbeitskreis Chancengleichheit der DPG meinen herzlichen Dank aussprechen.

Dank geht auch die Unterstützer der Physikerinnentagung:

  • Dem DESY Hamburg
  • Dem Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie
  • Den Sonderforschungsbereichen 676, 925 und
  • PIER (Partnership for Innovation, Education and Research).

Aus Sicht eines schwäbischen Hamburgers und „immer noch DESY-aners“ darf ich natürlich bemerken, dass man für 20 Jahre Physikerinnentagung keinen besseren Standort hätte wählen können. Die Hansestadt Hamburg ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern hier gehören kulturelle Vielfalt, gutes Essen, exzellente physikalische Forschung und Lehre und ganz besonders Weltoffenheit ganz selbstverständlich zusammen.

Kurz gesagt: Hamburg, das ist „Physik und Fischbrötchen!“

Es freut mich auch sehr, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Schirmherrschaft in diesem Jubiläumsjahr übernommen hat.

Und ich danke natürlich dem Orga-Team für das herausragende ehrenamtliche Engagement, das nötig ist, eine solche Tagung zu organisieren.

Denn wenn ein Präsident zu Beginn einer Tagung auf die Bühne geht und seine Grußworte sprechen darf, dann ist er in einer sehr angenehmen Rolle: Er muss praktisch wie bei großen Experimenten mit Teilchenbeschleunigern nur noch symbolisch auf den Start-Knopf drücken. Die Tagungs-Maschinerie läuft ja schon längst und geht auf die Zielgerade. Die aufopferungsvolle Arbeit durch diejenigen, die die Tagung organisiert haben, ist dann erledigt. Nun können die Früchte der ganzen Arbeit eingefahren werden.

Und aufopferungsvoll sage ich ganz bewusst: Denn hinter den Organisatorinnen und Organisatoren von DPG-Tagungen stecken keine Agenturen oder Event-Manager, die dafür bezahlt werden, sondern reines Ehrenamt. D. h., eine solche Tagung muss noch neben dem Studium oder neben der Arbeit organisiert werden. Noch dazu über einen Zeitraum von mehreren Jahren: Für diese Tagung war ein Vorlauf von fast drei Jahren nötig.

Denn auch für eine mit Blick auf die Zahl der Teilnehmenden kleinere Tagung, wie die Physikerinnentagung, ist das Management dadurch nicht im gleichen Maße geringer: Auch hier ist ein Höchstmaß an Planungs- und Koordinierungsarbeit gefordert: Die Aufgaben reichen von der Erstellung des Tagungsprogramms, der Gestaltung der Website, dem Entwurf von Pressetexten und Werbung bis hin zur Entwicklung eines Rahmenprogramms oder eines Schülerinnen- und Schülerprogramms bis zur Kinderbetreuung, um nur einige zu nennen.

Ich möchte besonders hervorheben, dass sich mit Hamburg im Jahr 2014 erstmals ein Orga-Team bei der DPG mit großer Freude und großem Willen offiziell um die Ausrichtung beworben hat, sprich, die Tagung unbedingt zu sich holen wollte. Das hat Schule gemacht!

Und dieses Engagement für das Ziel der Chancengleichheit ist enorm wichtig: Denn das Erreichen von Chancengleichheit und das Schärfen des Bewusstseins dafür in unserer Gesellschaft braucht den kontinuierlichen Antrieb. Das auf dieser Tagung zu sagen, bedeutet natürlich zum einen, die berühmten Eulen nach Athen zu tragen. Zum anderen möchte ich mit dieser Aussage auch zum Ausdruck bringen, dass die DPG das Thema Chancengleichheit auch in meiner Präsidentschaft besonders im Fokus haben wird.

Chancengleichheit hat viele Facetten, umfasst viele unterschiedliche Bereiche in der Gesellschaft, nicht nur, aber besonders auch die Gleichstellung von Frauen und Männern. Hier freut es mich besonders, dass im Gentner-Programm des BMBF (technisch orientierte Doktorarbeiten am CERN) der Anteil Frauen bei 30% liegt. Und mehr Bewerbungen sind willkommen.....

Dem Dank von Bundesministerin Wanka in Ihrem schriftlichen Grußwort zur Tagung an den Arbeitskreis Chancengleichheit der DPG für das langjährige und nicht nachlassende Engagement kann ich mich nur sehr gerne anschließen. Lassen sie mich einige Beispiele nennen: das gemeinsame Berufsvorbereitungsseminar mit der jDPG, der Workshop „Entrepreneurship und der Weg zur eigenen Firma für PhysikerInnen“ oder die Organisation einer Sitzung auf der DPG-Jahrestagung zur Vorstellung der Fachübergreifenden Vereinigungen der DPG.

Letzteres sehe ich als ganz wichtig für die Zukunft an, nämlich, dass die Vereinigungen in der DPG ihre Kräfte weiter bündeln: Damit wir gemeinsam mit Blick auf die sehr endliche Ressource Ehrenamt so viel wie möglich etablierte Formate in der DPG fortführen, das Profil, wo nötig, bei dem einen oder anderen Format noch schärfen oder neue Formate entwickeln können und dann die Anliegen und Botschaften der DPG über unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einem möglichst großen Personenkreis in Gesellschaft und Politik kommunizieren.

Damit wünsche ich allen eine erfolgreiche Tagung, viele neue Erkenntnisse und gute Gespräche, bauen sie weiter an ihren Netzwerken.

Vielen Dank.

 
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