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Position: www.dpg-physik.de  >  veranstaltungen  >  lise_meitner  >  lisemeitner2016.html

Veranstaltung 2016

Donnerstag, 17.11.2016, 18:00 Uhr
Universität Salzburg
Naturwissenschaftliche Fakultät
Hellbrunnerstrasse 34
A-5020 Salzburg

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Lise Meitner wurde in Wien geboren und arbeitete über 30 Jahre in Berlin. Sie lieferte im Jahr 1939 die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung. Lise Meitner starb 1968 in Cambridge (Großbritannien). Zu ihren Ehren haben die Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG) und die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) die „Lise-Meitner-Lectures“ ins Leben gerufen, die im Jahr 2008 erstmals stattgefunden haben.

Mit dieser jährlichen Veranstaltungsreihe sollen herausragende Wissenschaftlerinnen einem breiten Publikum vorgestellt werden. Neben öffentlichen und allgemein verständlichen Vorträgen sind Treffen mit Schülerinnen und Schülern sowie Diskussionen mit jungen Frauen, Studierenden und Nachwuchsforschern vorgesehen.



Lise-Meitner-Lecture: "Ist Leben konstruierbar?"

bellProf. Dr. Petra Schwille spricht über "Ist Leben konstruierbar?".
Der Vortrag fand in der Universität Regensburg im Rahmen der DPG-Jahrestagung am 10. März 2016 um 17:30 Uhr im Audimax statt.

Ein weiterer Vortrag findet am 17.11.2016 um 18:00 Uhr an der Universität Salzburg statt. Der Eintritt ist frei.

Abstract

Obwohl uns die modernen Lebenswissenschaften und mit ihr die Biophysik täglich neue Informationen über die Moleküle und Wechselwirkungen liefern, die belebte Systeme ausmachen, können wir bis heute nicht sagen, mit welchen definierbaren Bestandteilen oder Eigenschaften die unbelebte Natur endet und die belebte beginnt. Einig ist man sich lediglich über den enormen Komplexitätsgrad des Lebens, der den anorganischer Systeme bei weitem übersteigt. Liegt der Schlüssel also in der Komplexität allein? Aber die Komplexität resultiert aus der fortwährenden Evolution, und die ersten Zellen, vor etwa 3 Milliarden Jahren, waren mutmaßlich sehr viel weniger komplex als selbst die einfachsten heutigen Organismen. Und so hoffnungslos ein Versuch wäre, „moderne“ Zellen aus ihren Bestandteilen nachzubauen - die Konzeption einer „Urzelle“ mit einem Minimum an Bauteilen und Funktionselementen scheint immerhin möglich, schließlich hat sie auch die Natur irgendwann hervorgebracht. Unser Ziel im Rahmen der Synthetischen Biologie ist es, lebende Systeme systematisch auf möglichst wenige fundamentale Funktionselemente herunter zu brechen, so dass diese Teilsysteme im Gegensatz zu den „natürlichen“ Zellen überschaubar und in Gänze verstehbar sind. Hierbei sollen zunächst verschiedene essentielle Eigenschaften lebender Systeme, wie z.B. die Selbstreplikation, mit möglichst wenigen biologischen Funktionsmodulen wie Proteinen, Nukleinsäuren und Lipiden nachgebaut und quantitativ analysiert werden. Anhand des bakteriellen Zellteilungsapparats aus E.coli werde ich zeigen, dass wesentliche Selbstorganisations- und Musterbildungsphänomene am Beginn der Zellteilung mit verblüffend wenigen Komponenten im Reagenzglas reproduziert werden können.

Vortrag von Prof. Dr. Petra Schwille auf YouTube:

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Interview mit Prof. Dr. Petra Schwille auf YouTube:

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"Role-Models"-Ausstellung: „Lise Meitner und 'ihre Töchter': Physikerinnen stellen sich vor“

Von Mittwoch, den 16. November bis Samstag, den 19. November 2016, wird eine Ausstellung auf 20 Postern die Biographien von herausragenden Physikerinnen zeigen. Der Titel ist "Lise Meitners Töchter - Physikerinnen stellen sich vor" und möchte Frauen dazu ermuntern, einen Beruf im Bereich der Naturwissenschaften zu ergreifen. Die Ausstellung befindet sich im Foyer der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg. Sie ist geöffnet für die interessierte Öffentlichkeit. Der Eintritt ist frei.

 
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