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Lise-Meitner-Lectures

Mit dieser jährlichen Veranstaltungsreihe von DPG und der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) sollen herausragende Wissenschaftlerinnen aus Deutschland und Österreich, so genannte „Role Models“, einem breiten Publikum vorgestellt werden. Neben öffentlichen und allgemein verständlichen Vorträgen und einem jährlich stattfindenden Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler sind Treffen mit Schülerinnen und Schülern sowie Diskussionen mit jungen Frauen, Studierenden und Nachwuchsforschern vorgesehen. Zudem werden in einer Poster-Ausstellung unter dem Titel „Lise Meitner und 'ihre Töchter': Physikerinnen stellen sich vor“ deutsche und österreicherische Role Models aus der Physik vorgestellt.

Mit den Lise Meitner Lectures möchten wir verdeutlichen, dass die MINT-Fächer insgesamt einen bedeutenden Teil und Garant unserer Kultur in Gegenwart und Zukunft ausmachen. Dazu ist die DPG auch gemeinsam mit 40 weiteren Institutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft Partner in dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten MINT-Pakt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).


Lise-Meitner-Ausstellungskatalog

Passend zur der Vortragsreihe Lise-Meitner-Lectures und der begleitenden Posterausstellung veröffentlicht die DPG gemeinsam mit der ÖPG nun den Katalog „Lise Meitners Töchter – Physikerinnen stellen sich vor: Ein Ausstellungskatalog der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft“.

Zentrales Anliegen des Katalogs ist es, insbesondere junge Mädchen und Frauen über den wissenschaftlichen Werdegang von Physikerinnen und über wichtige Themen, wie die Vereinbarkeit von Karriere und Familie, zu informieren – auch um damit die beruflichen Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen.




Veranstaltung 2016

Donnerstag, 10. März 2016, 17:30 Uhr
Universität Regensburg
Audimax
Universitätsstr. 31
93040 Regensburg


Lise Meitner wurde in Wien geboren und arbeitete über 30 Jahre in Berlin. Sie lieferte im Jahr 1939 die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung. Lise Meitner starb 1968 in Cambridge (Großbritannien). Zu ihren Ehren haben die Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG) und die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) die „Lise-Meitner-Lectures“ ins Leben gerufen, die im Jahr 2008 erstmals stattgefunden haben.

Mit dieser jährlichen Veranstaltungsreihe sollen herausragende Wissenschaftlerinnen einem breiten Publikum vorgestellt werden. Neben öffentlichen und allgemein verständlichen Vorträgen sind Treffen mit Schülerinnen und Schülern sowie Diskussionen mit jungen Frauen, Studierenden und Nachwuchsforschern vorgesehen.



Lise-Meitner-Lecture: "Ist Leben konstruierbar?"

bellProf. Dr. Petra Schwille spricht über "Ist Leben konstruierbar?".
Der Vortrag findet in der Universität Regensburg im Rahmen der DPG-Jahrestagung am 10. März 2016 um 17:30 Uhr im Audimax statt. Der Eintritt ist frei.

Abstract

Obwohl uns die modernen Lebenswissenschaften und mit ihr die Biophysik täglich neue Informationen über die Moleküle und Wechselwirkungen liefern, die belebte Systeme ausmachen, können wir bis heute nicht sagen, mit welchen definierbaren Bestandteilen oder Eigenschaften die unbelebte Natur endet und die belebte beginnt. Einig ist man sich lediglich über den enormen Komplexitätsgrad des Lebens, der den anorganischer Systeme bei weitem übersteigt. Liegt der Schlüssel also in der Komplexität allein? Aber die Komplexität resultiert aus der fortwährenden Evolution, und die ersten Zellen, vor etwa 3 Milliarden Jahren, waren mutmaßlich sehr viel weniger komplex als selbst die einfachsten heutigen Organismen. Und so hoffnungslos ein Versuch wäre, „moderne“ Zellen aus ihren Bestandteilen nachzubauen - die Konzeption einer „Urzelle“ mit einem Minimum an Bauteilen und Funktionselementen scheint immerhin möglich, schließlich hat sie auch die Natur irgendwann hervorgebracht. Unser Ziel im Rahmen der Synthetischen Biologie ist es, lebende Systeme systematisch auf möglichst wenige fundamentale Funktionselemente herunter zu brechen, so dass diese Teilsysteme im Gegensatz zu den „natürlichen“ Zellen überschaubar und in Gänze verstehbar sind. Hierbei sollen zunächst verschiedene essentielle Eigenschaften lebender Systeme, wie z.B. die Selbstreplikation, mit möglichst wenigen biologischen Funktionsmodulen wie Proteinen, Nukleinsäuren und Lipiden nachgebaut und quantitativ analysiert werden. Anhand des bakteriellen Zellteilungsapparats aus E.coli werde ich zeigen, dass wesentliche Selbstorganisations- und Musterbildungsphänomene am Beginn der Zellteilung mit verblüffend wenigen Komponenten im Reagenzglas reproduziert werden können.



"Role-Models"-Ausstellung: „Lise Meitner und 'ihre Töchter': Physikerinnen stellen sich vor“

Von Montag, 7. März, bis Freitag, 11. März, wird eine Ausstellung auf 20 Postern die Biographien von herausragenden Physikerinnen zeigen. Der Titel ist "Lise Meitners Töchter - Physikerinnen stellen sich vor" und möchte Frauen dazu ermuntern, einen Beruf im Bereich der Naturwissenschaften zu ergreifen. Die Ausstellung befindet sich im Foyer der Zentralbibliothek. Sie ist geöffnet für alle Tagungsteilnehmer/innen und die interessierte Öffentlichkeit von Montag, 9:00 Uhr, durchgängig während der Tagung bis Freitag, 14:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.





Poster-Ausstellung „Lise Meitner und 'ihre Töchter': Physikerinnen stellen sich vor“

Lise-Meitner-Lectures 2015

Lise-Meitner-Lectures 2014

Lise-Meitner-Lectures 2013 in Wien

Lise-Meitner-Lectures 2013

Lise-Meitner-Lectures 2012

Lise-Meitner-Lectures 2010

Lise-Meitner-Lectures 2009

Schülerwettbewerb 2009

Lise-Meitner-Lectures 2008


Projektleiterin
Dr. Barbara Sandow
Freie Universität Berlin
Institut für Experimentalphysik
Arnimallee 14
14195 Berlin

Telefon: (030) 83856148
Telefax: (0530) 838456148
E-Mail:
 
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