Lise-Meitner-Lectures
Mit dieser jährlichen Veranstaltungsreihe von DPG und der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) sollen herausragende Wissenschaftlerinnen aus Deutschland und Österreich, so genannte „Role Models“, einem breiten Publikum vorgestellt werden. Neben öffentlichen und allgemein verständlichen Vorträgen und einem jährlich stattfindenden Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler sind Treffen mit Schülerinnen und Schülern sowie Diskussionen mit jungen Frauen, Studierenden und Nachwuchsforschern vorgesehen. Zudem werden in einer Poster-Ausstellung unter dem Titel „Lise Meitners Töchter: Physikerinnen stellen sich vor“ deutsche und österreicherische Role Models aus der Physik vorgestellt.
Mit den Lise Meitner Lectures möchten wir verdeutlichen, dass die MINT-Fächer insgesamt einen bedeutenden Teil und Garant unserer Kultur in Gegenwart und Zukunft ausmachen. Dazu ist die DPG auch gemeinsam mit 40 weiteren Institutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft Partner in dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten MINT-Pakt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).
Veranstaltung 2012
Berlin, 29.03.2012, TU Berlin, H 0105, 18 - 19 Uhr
Lise Meitner wurde in Wien geboren und arbeitete über 30 Jahre in Berlin. Sie lieferte im Jahr 1939 die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung. Lise Meitner starb 1968 in Cambridge (Großbritannien). Zu ihren Ehren haben die Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG) und die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) die „Lise-Meitner-Lectures“ ins Leben gerufen, die im Jahr 2008 erstmals stattgefunden haben.Mit dieser jährlichen Veranstaltungsreihe sollen herausragende Wissenschaftlerinnen einem breiten Publikum vorgestellt werden. Neben öffentlichen und allgemein verständlichen Vorträgen sind Treffen mit Schülerinnen und Schülern sowie Diskussionen mit jungen Frauen, Studierenden und Nachwuchsforschern vorgesehen.
Lise-Meitner-Lecture: "Mysteriöse Quantenraumzeit: Warum 3+1 manchmal 2 ergibt"
Professor Renate Loll von der Universität Utrecht, Niederlande, wird über: "More than meets the eye: probing the planckian structure of spacetime” sprechen.
Der Vortrag findet im Rahmen der Jahrestagung der DPG in Berlin am Donnerstag, den 29.3.2012, von 18 - 19:00 Uhr an der TU Berlin in H 0105 statt. Die Vortragssprache ist Deutsch.
Abstract
More than meets the eye: Probing the
Planckian structure of spacetime
Renate Loll — Institute
for Theoretical Physics, Utrecht University, The Netherlands
Time and Space are at once ubiquitous and mysterious. We are immersed
in space and experience the flow of time, but what is their
essence and origin? Our view of space and time has undergone radical
changes since Newton’s days. In Relativity, they form inseparable
parts of a four-dimensional “spacetime”, which moreover can bend and
move, encoding the gravitational interactions of matter and energy.
Beyond the validity of Einstein’s classical theory, we expect further
insights into the nature of spacetime from quantum gravity, the eagerly
searched-for unification of relativity and quantum theory: what
governs the quantum dynamics of spacetime on ultrashort, Planckian
scales? How can it explain the observed macroscopic structure
of spacetime? Are space, time, causality and dimensionality still
meaningful notions at the Planck scale, or merely emergent properties
of a dynamical ensemble of more fundamental microscopic ‘building
blocks’?
I will report on recent, unprecedented progress in a new formulation
of quantum gravity, a concrete (and computable!) realization in
terms of “Causal Dynamical Triangulations” of a Feynman path integral.
Intriguingly, it has been possible to extract physical properties
of this quantum superposition of spacetimes with the help of numerical
“experiments”. They confirm the nonclassical and counter-intuitive
nature of spacetime at the Planck scale - including a bizarre behaviour
of “dimensions” - and the emergence of classicality on large scales.
"Role-Models"-Ausstellung: Lise Meitners Töchter
Von Montag, dem 26. März, bis Freitag, dem 30. März, wird im Rahmen der DPG-Jahrestagung an der TU Berlin eine Ausstellung auf 18 Postern die Biographien von herausragenden Physikerinnen zeigen. Der Titel ist "Lise Meitners Töchter - Physikerinnen stellen sich vor" und möchte Frauen dazu ermuntern, einen Beruf im Bereich der Naturwissenschaften zu ergreifen. Die Ausstellung befindet sich im Hauptgebäude (H) in der Nähe des Südeingangs. Sie ist geöffnet für alle Tagungsteilnehmer/innen und die interessierte Öffentlichkeit von Montag, 9 Uhr, durchgängig während der Tagung bis Freitag, 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Poster-Ausstellung "Lise Meitners Töchter stellen sich vor"
Lise-Meitner-Lectures 2010
Lise-Meitner-Lectures 2009
Schülerwettbewerb 2009
Lise-Meitner-Lectures 2008
Projektleiterin
Prof. Dr. Barbara Sandow
Freie Universität Berlin
Institut für Experimentalphysik
Arnimallee 14
14195 Berlin
Telefon: (030) 83875438
Telefax: (0530) 83856299
E-Mail:
