Öffentlicher Abendvortrag
im
Physikzentrum Bad Honnef
Dienstag, den 21.11.2006 ab 19:30 Uhr
Eintritt frei
Hanns Ruder: Was Einstein sicher gerne gesehen hätte – Visualisierung relativistischer Effekte
Die Relativitäts-Theorien Albert Einsteins haben unser Weltbild verändert. Ihre Vorhersagen wurden experimentell direkt oder indirekt bestätigt. Trotz dieses Erfolges ist der intuitive Zugang auch heute noch schwierig. Die relativistischen Effekte übersteigen unser normales Vorstellungsvermögen, weil wir in der klassischen, von Newton geprägten Welt leben.
Das würde sich ändern, wenn wir uns nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegen könnten oder in der Nähe eines Schwarzen Lochs leben müssten. Dank moderner, schneller Rechner können Physiker heute die relativistischen Effekte simulieren und visualisieren. Man kann sie zwar trotzdem nicht "verstehen", aber man sieht sie wenigstens!
Hanns Ruder ist Professor am Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen und Leiter der Abteilung für theoretische Astrophysik.
Seine Forschungsschwerpunkte sind: Materie in extrem starken Magnetfeldern, Radiopulsare, Röntgenpulsare, magnetisierte Weiße Zwerge und Neutronensterne, numerische Methoden in der Hydrodynamik und in der allgemeinen Relativitätstheorie, Akkretionsscheiben und –säulen, Biomechanik und Visualisierung.
