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Position: www.dpg-physik.de  >  service  >  praktikum  >  interview_2010.html

„Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht“

Seit mehreren Jahren vermittelt die DPG mit ihrer Praktikumsbörse Kontakte zwischen der Industrie und Studierenden. Viele Firmen und Einrichtungen machen bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch, darunter die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin, die anwendungs- und industrienahe Ressortforschung im Auftrag der Bundesregierung und der Industrie betreibt. Jens Prager ist promovierter Ingenieur und beschäftigt sich dort mit der Entwicklung von Ultraschallprüfverfahren für die zerstörungsfreie Materialprüfung. Außerdem ist er zuständig für die Betreuung von Praktikanten.

Was machen Praktikanten bei Ihnen?
Das ist unterschiedlich. Wir versuchen, sie immer in Projekte einzubinden, z. B. bei Anfragen aus der Industrie für ein neues Verfahren zur Materialprüfung. Da ist dann der Messaufbau zu konzipieren und zu bauen, Messungen sind durchzuführen und Messergebnisse auszuwerten. Mehrere Praktikanten haben bei uns auch ein Softwarepaket zur Schallausbreitung im Laufe der Zeit Stück für Stück erweitert. Dieses Umsetzen von Formeln in Computerprogramme ist für Praktikanten bestens geeignet, weil der Aufgabenumfang überschaubar ist und sich in einer begrenzten Zeit gut bearbeiten lässt.

Welche Voraussetzungen müssen Praktikanten mitbringen?
Sie müssen ein naturwissenschaftliches oder technisches Grundwissen haben, aber auch mathematische Grundkenntnisse. Darüber hinaus sind Programmierkenntnisse wichtig, z. B. Matlab oder auch eine andere Programmiersprache. Speziell für uns ist es natürlich von Vorteil, wenn sich der Praktikant schon mit Schallausbreitung beschäftigt hat. Deshalb nehmen wir Physiker sehr gern, denn sie haben im Studium etwas über Wellenausbreitung gehört.

Suchen Sie nur Physiker oder auch Absolventen anderer Fachrichtungen?
Wir suchen in erster Linie Physiker, aber auch Werkstofftechniker, Elektrotechniker und andere Ingenieure. Es ist wichtig, dass die Studierenden die zugrundeliegenden physikalischen Zusammenhänge verstehen, damit sie diese dann z. B. in eine entsprechende Software umsetzen können.

Wieviele Praktikantenstellen vergeben Sie pro Jahr?
Bei uns stehen zwei Arbeitsplätze für Praktikanten zur Verfügung, sodass wir theoretisch acht Studierende im Jahr einstellen könnten. Ein Praktikum dauert bei uns in der Regel drei Monate. Die Arbeitsplätze werden aber auch von Diplomanden genutzt. Deshalb beschäftigen wir pro Jahr vier oder fünf Praktikanten.

Sehen Sie Praktikanten als Gewinn für die BAM?
Auf jeden Fall. Das ist für uns eine wertvolle Basis, um Nachwuchs zu rekrutieren. Wir hatten schon einige Leute, die nach einem Praktikum bei uns ihre Diplom-, Master- oder Bachelorarbeit geschrieben haben. Inzwischen promovieren sie hier oder arbeiten als Projektmitarbeiter. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Natürlich ist auch ein großer Betreuungsaufwand dabei, aber eigentlich profitieren immer alle Beteiligten.

Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit der Praktikumsbörse?
Die ist ganz einfach und unkompliziert. Ich habe nur das Formular für die Anzeige im Internet ausgefüllt und auf „Absenden“ geklickt. Innerhalb von ein paar Tagen haben sich gleich einige Leute beworben, vor allem aus der Region hier.

Mit Jens Prager sprach Anja Hauck

 
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