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Kinderprogramm Lange Nacht der Wissenschaften am NGN 2013







In der Nacht vom 19. auf den 20. November 2013 fand in Nürnberg die 6. Lange Nacht der Wissenschaften statt. Wir, das P-Seminar Physik des Neuen Gymnasiums Nürnberg, hatten für das am Nachmittag gelegene Kinderprogramm ein breites Spektrum an Versuchen und Vorführungen geplant und vorbereitet. In den Monaten zuvor haben wir an unseren Projekten gearbeitet, uns Experimente überlegt und nebenbei noch Kontakt zu verschiedenen Firmen und Instituten geknüpft. Unsere Teilnahme an der Langen Nacht hatte es zum einen zum Ziel, unsere Schule und vor allem den Naturwissenschaftlichen Bereich unseres sprachlich/ humanistischen Gymnasiums zu präsentieren; zum anderen wollten wir natur- und technikbegeisterten Kindern einen Anreiz geben, sich mit Physik zu beschäftigen und Fragen aus dem Alltag zu klären. Dazu brauchten wir natürlich möglichst ausdrucksstarke, beeindruckende Experimente. Alles was möglichst groß, möglichst laut und möglichst erstaunlich ist, fasziniert Kinder und wirkt mitreißend.

Wir planten also und fragten uns, welche Interessanten physikalischen Prinzipien und Anwendungen wir so groß wie möglich präsentieren könnten. Dabei war auch immer die Verständlichkeit zu beachten, es hatte keinen Sinn, den Kindern Sachverhalte zu zeigen, die sie nicht verstanden hätten. Auch die Realisierbarkeit spielte eine große Rolle, leider mussten wir deshalb auf einen riesigen Heliumballon verzichten, mit dem die Kinder hätten schweben können.

Wie dem auch sei, wir entschlossen uns schließlich dazu, sechs verschiedene Themengebiete vorzustellen. Da wäre erstens der Bereich der Geschwindigkeitsmessung. Dazu hatten wir eine Riesen-Carrerabahn aufgebaut die beinahe durch die gesamte Aula unserer Schule ging. Hier könnten die Kinder nicht nur Spaß beim Rennfahren haben, sondern auch die Geschwindigkeiten ihrer Autos messen und auswerten lassen. Ein weiterer Bereich war der Raketenbau. Die Kinder konnten hier aus PET- Flaschen selber eigene Raketen basteln, die dann auf einer großen Startrampe mit Druck abgeschossen wurden. Die Kinder erfuhren so etwas über das Rückstoßprinzip und die praktische Anwendung im Raketenbau. Bei der nächsten Station ging es um optische Täuschungen. In einer Powerpoint-Präsentation wurden den Kindern bekannte und weniger bekannte optische Täuschungen gezeigt und auch die Ursache für dieses Phänomen erklärt. Gleich weiter mit der Optik ging es in der Station Laser: Im Keller unserer Schule haben wir einen Laserparcours mit Lichtschranken aufgebaut. Die Kinder konnten nun wie Geheimagenten versuchen den Parcours zu überwinden ohne den Laser zu berühren, da dann der Alarm ausgelöst werden würde.

Dann gab es noch unsere Wärmebildkamera-Station. Hier konnten die Kinder ihr Gesicht oder ihre Hände durch eine Wärmebildkamera betrachten und so erkunden, wo es an ihrem Körper wärmer und wo es kälter ist. Dann wurde das Gleiche noch hinter Plastikfolien und einer Glasscheibe versucht, um zu demonstrieren, dass auch was für das Auge unsichtbar ist doch eine deutliche Wärmesignatur hat. Schließlich ging es noch ins ganz Kalte, an unserer Trockeneisstation. Hier wurden den Kindern verschiedene Experimente mit Trockeneis und den Aggregatszuständen vorgeführt. Da Trockeneis eine Temperatur von -78°C hat, durften die Kinder es natürlich nicht berühren, aber alle hatten Spaß mit dem CO2- Gas und den mit CO2 gefüllten Seifenblasen. Ein besonderes Highlight waren noch die unter CO2 Druck zerplatzenden Plastikflaschen und besonders der dabei entstehende laute Knall.

Alles in allem war der Nachmittag ein voller Erfolg. Wir hatten in den 3 Stunden beinahe 1000 Besucher. Eine Zahl mit der wir niemals gerechnet hätten. Dadurch entstanden Teils auch lange Schlangen vor den Stationen oder Engpässen, beispielsweiße bei den Laufzetteln mit denen die Kinder ihre Teilnahme bei den einzelnen Versuchen bestätigen konnten.

Uns hat der Nachmittag trotz allen Anstrengungen viel Spaß gemacht und auch von den Kindern, bzw. deren Eltern haben wir ausnahmslos positive Reaktionen erhalten. Ein gelungenes Projekt!

Leon Schiller, Q12
(stellvertretend für das P-Seminar)l

Bilder: Neues Gymnasium Nürnberg

 
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