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PRESSEMITTEILUNG

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V.

Nr. 07/2016 (30.03.2016)

Rolf Heuer neuer Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Feierliche Amtsübergabe im Magnus-Haus Berlin / Medienvertreter sind herzlich eingeladen

Berlin / Bad Honnef, 30. März 2016 – Am 5. April übernimmt Rolf Heuer die Präsidentschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Er folgt damit Edward G. Krubasik, der von April 2014 bis April 2016 Präsident der mit über 62.000 Mitgliedern größten physikalischen Fachgesellschaft der Welt war und nun turnusmäßig Vizepräsident der DPG wird.

Die feierliche Amtsübergabe findet am 5. April 2016 um 16:00 Uhr im Magnus-Haus Berlin statt. Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

Während seiner Präsidentschaft möchte sich Heuer insbesondere dem Nachwuchs widmen. „Kinder sind von Natur aus neugierig. Wir möchten sie für Wissenschaft und Technik begeistern. Motivierender Schulunterricht durch inspirierende Lehrerinnen und Lehrer ist ein Schlüssel dafür, diese Faszination zu wecken und ein Leben lang zu erhalten“, sagt der neue DPG-Präsident.

Heuer, Jahrgang 1948, war von Januar 2009 bis Dezember 2015 Generaldirektor des Europäischen Teilchenbeschleunigerzentrums CERN bei Genf. Während seiner Amtszeit wurde an der Protonen-Kollisionsmaschine namens Large Hadron Collider (LHC) das lang gesuchte Higgs-Teilchen entdeckt, das den Elementarteilchen ihre Masse verleiht und das sogenannte Standard-Modell der Teilchenphysik vervollständigt. Als Folge dieser Entdeckung erhielten Francois Englert und Peter Higgs im Jahr 2013 den Nobelpreis für Physik.

Heuer studierte Physik an der Universität Stuttgart und promovierte im Jahr 1977 in Heidelberg. Zwischen 1977 und 1983 experimentierte er an den Speicherringen DORIS und PETRA am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg.

Im Jahr 1984 wechselte Heuer von Heidelberg zum Europäischen Teilchenbeschleunigerzentrum CERN, wo er für die OPAL-Kollaboration arbeitete – eines der vier großen Experimente am Large Electron Positron Collider (LEP). Von 1994 bis 1998 leitete er die Kollaboration mit weit über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Im Jahr 1998 folgte Heuer dem Ruf auf eine C4-Professur an die Universität Hamburg. In der Zeit baute er bei DESY eine der weltweit führenden Gruppen für Experimente an künftigen Elektron-Positron-Collidern auf.

Von Dezember 2004 bis Dezember 2008 war Heuer Forschungsdirektor für die Teilchen- und Astroteilchenphysik bei DESY. Er trug entscheidend dazu bei, die Rolle des Hamburger Beschleunigerzentrums als das zentrale Labor der Teilchenphysik in Deutschland zu festigen und stärkte die Zusammenarbeit mit Universitäten und dem CERN. Er war federführend beteiligt an einer Restrukturierung und Fokussierung der Teilchenphysikforschung bei höchsten Energien in Deutschland, mit besonderer Betonung auf den Large Hadron Collider (LHC) am CERN, der 2009 in Betrieb ging.

Impressionen:

Rolf Heuer im Gespräch mit Stefan Jorda und Ursula Heraeus von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Johanna Stachel lässt die Zeit ihrer Präsidentschaft und Vize-Präsidentschaft Revue passieren. Blumen für die scheidende Vize-Präsidentin. Edward Georg Krubasik dankt Frau Stachel für die gute Zusammenarbeit.
Edward Georg Krubasik blickt auf die Jahre seiner Präsidentschaft zurück. Als Vize-Präsident bringt er weiterhin wichtige Projekte für die DPG voran,
die er oft zusammen mit seiner Vorgängerin angestoßen hat. Das Leitmotiv heißt Kontinuität.
Blumen für den scheidenden und den neuen DPG-Präsidenten. Edward Georg Krubasik freut sich zudem über eine Flasche guten Weines.
Rolf Heuer dankt seinen Vorgängern und umreißt die Eckpfeiler seiner Präsidentschaft. Insbesondere liegt ihm der Nachwuchs am Herzen. Die Faszination für die Naturwissenschaften und Physik muss schon von Kindesbeinen an geweckt werden. Lehrerinnen und Lehrer spielen dabei eine sehr wichtige Rolle. Man darf sie dabei aber nicht alleine lassen und alles auf deren Schultern abwälzen. Darüber hinaus freut sich Rolf Heuer auf eine gute Zusammenarbeit mit den vielen ehrenamtlich Tätigen in der DPG.
Für physikalische Unterhaltung sorgte Metin Tolan, Professor für Experimentelle Physik an der Technischen Universität Dortmund und ehemaliger DPG-Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit. Johanna Stachel und Rolf Heuer im Gespräch mit den ehemaligen DPG-Präsidenten Joachim Treusch und Markus Schwoerer. Jetzt verbindet die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung Joachim Treusch mit Ursula Heraeus und Stefan Jorda. Die Stiftung ist größte Gönnerin der DPG.

Alle Bilder © DPG / Chiussi


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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin.
Website: www.dpg-physik.de

 
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