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Harald Fritzsch meets Jean Pütz et. al.

Vollbesetzter Hörsaal beim Bad Honnefer Industriegespräch über die Frage, ob Naturkonstanten wirklich konstant sind.

In der Standard-Theorie der Teilchenphysik gibt es über zwanzig Naturkonstanten. Sie scheinen sozusagen „vom Himmel“ zu fallen. Der bekannte theoretische Physiker Harald Fritzsch berichtet über Hinweise, dass die Naturkonstanten möglicherweise gar nicht so beständig sind.

Einige der Naturkonstanten sind dimensionslose Parameter, die sogenannte Feinstrukturkonstante etwa, die zur Beschreibung der elektromagnetischen Kräfte wichtig ist. Zu den Parametern gehören ebenfalls die Massen der Elementarteilchen – des Elektrons zum Beispiel oder der sogenannten Quarks, aus denen die Protonen oder Neutronen bestehen, die zusammen die Atomkerne bilden.

Bisher war es nicht möglich, diese Werte aus Theorien abzuleiten. Im Physikzentrum Bad Honnef erläuterte Harald Fritzsch, einer der bekanntesten theoretischen Physiker Deutschlands, gestern Abend vor voll besetztem Haus, dass neuere Experimente in der Astrophysik nun zudem darauf hindeuten, dass sich die Feinstrukturkonstante sowie die starken Kräfte in den Atomkernen möglicherweise mit der Zeit sogar ändern. Das beträfe auch die Massen der Atomkerne. Das hätte beträchtliche Auswirkungen für die Entwicklung des Universums – und auch unsere Vergangenheit müssten wir wohl überdenken. Neuere Experimente der Quantenoptik könnten diese Effekte in Zukunft messen.

Der Faszination des Vortrags konnte sich auch der bekannte Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Jean Pütz nicht entziehen, der anschließend noch lange mit den Wissenschaftlern diskutierte.

Harald Fritzsch zur Frage, ob Naturkonstanten wirklich konstant sind. Beeindruckender Redner ... … beeindrucktes Publikum.
Unter den Gästen der bekannte Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Jean Pütz. Fritzsch beantwortet die Fragen des Publikums; Pütz ließ es sich nicht nehmen, nachzuhaken. Anschließend gab es Gelegenheit zum weiteren Gedankenaustausch.

Bilder: © DPG/Samulat2016


⇒ Seite der Bad Honnefer Industriegespräche

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