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Pressemitteilung

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Nr. 30/2015 (06.11.2015)

Fertig!

Ein Jahr nach Grundsteinlegung ist das Gästehaus des Physikzentrums Bad Honnef bezugsfertig. Zur Einweihung und Besichtigung sind Medienvertreter herzlich eingeladen.

Bad Honnef, 6. November 2015 – Anlässlich des „Tages der DPG“ am Freitag, den 13. November 2015 wird das neue Gästehaus des Physikzentrums in Bad Honnef eingeweiht.

Als Folge einer Sanierung des historischen Stiftsgebäudes verlor das Physikzentrum Bad Honnef an Bettenkapazität. Um diese wieder an das Tagungsangebot anzupassen, wurde ein modernes Gästehaus mit 40 Gästezimmern und einer Tiefgarage für 39 PKW errichtet. Die Grundsteinlegung fand am 21. November vergangenen Jahres statt. Jetzt ist das Haus bezugsfertig und die feierliche Eröffnung mit Schlüsselübergabe findet statt:

Ort: Physikzentrum, Hauptstr. 5, 53604 Bad Honnef
Zeit: Freitag, den 13. November 2015, um 15:00 Uhr

Für die Berichterstattung sind Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich dazu per E-Mail an bis zum 11. November 2015 an.

Der Entwurf für das neue Gästehaus mit seinem anspruchsvollen Energiekonzept stammt von dem Bremer Architektenteam Klaus Luft-Brix und Johannes Schneider, die das Projekt als Arbeitsgemeinschaft entwickelt haben, nachdem sie als Sieger aus dem Architektenwettbewerb im Mai 2012 hervorgegangen waren. In enger Abstimmung mit der Landesdenkmalpflege ist den Architekten ein Neubau gelungen, der durch die Auswahl der Materialien und seine Farbgestaltung ein harmonisches Ensemble mit dem Stiftsgebäude bildet.

Das energetische Konzept, das ein untrennbarer Bestandteil des Gebäudes ist, baut auf der umfassenden Nutzung erneuerbarer Energien auf. Eine Geothermieanlage trägt den größten Teil zur Wärmeversorgung bei: sechs Sonden holen Wärme aus 99 Metern Tiefe. Ferner besitzt das Gebäude eine Solarthermieanlage. Röhrenkollektoren auf dem begrünten Flachdach erwärmen das Trink- oder Brauchwasser. Nur im äußerst seltenen Bedarfsfall springt ein kleiner Gas-Brennwertkessels an. Die Luftdichtheit des Gebäudes entspricht dabei der eines Passivhauses.

Zur Einsparung von Energie trägt ebenso bei, dass die Erdsonden im Sommer Wärme ins Erdreich abführen. Das kühlt das Gebäude. Die auf diese Weise eingelagerte Wärme steht im Winter zu Heizzwecken dann wieder zur Verfügung. Seit fast vier Jahrzehnten schätzen die Physikerinnen und Physiker aus aller Welt das Physikzentrum Bad Honnef als Begegnungsstätte für den wissenschaftlichen Austausch. Die Baumaßnahme dient zugleich der Standortsicherung „Mit der Erweiterung des Physikzentrums stärkt Bad Honnef seine Position als Tagungs- und Kongressstadt“, sagte Otto Neuhoff, Bürgermeister der Stadt anlässlich der Grundsteinlegung.

„Wer baut, der bleibt“, sagt Bernhard Nunner, Hauptgeschäftsführer der DPG: „Nach einer Investition von insgesamt 13 Millionen Euro für die Sanierung des Stiftsgebäudes, den Bau eines zeitgemäßen Hörsaals sowie nun die Errichtung des Neubaus ist das Physikzentrum bereit für die Zukunft. Das Physikzentrum und die DPG werden sicherlich noch für lange Zeit in Bad Honnef bleiben“, verspricht Nunner.

„Ein alter Traum wird wahr: alle, die an den Seminaren im Physikzentrum teilnehmen, können im Physikzentrum wohnen, das heißt: mehr Diskussion und mehr persönlicher Gedankenaustausch – ganz im Sinne unserer Stifter Dr. Wilhelm und Else Heraeus“, sagt Joachim Treusch, Vorstand der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, die für den Neubau des Gästehauses die finanziellen Mittel in Höhe von 5,7 Millionen Euro zur Verfügung stellte.

Das Architektenteam aus Klaus Luft-Brix und Johannes Schneider als Generalplaner ist besonders zufrieden damit, den vorher vereinbarten Kosten- und Zeitrahmen bei der Realisierung der anspruchsvollen Bauaufgabe exakt eingehalten zu haben.

Mit langjähriger und kontinuierlicher finanzieller Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt durch die Universität Bonn ist die Deutsche Physikalische Gesellschaft Trägerin des Physikzentrums. Eigentümer der Liegenschaft ist die Elly-Hölterhoff-Böcking-Stiftung der Universität Bonn.

Am „Tag der DPG“ treffen sich alljährlich die Gremien der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zu ihren Herbstsitzungen. Sie wählen Preisträger und zeichnen in einer Festveranstaltung, die direkt nach der Einweihung des Gästehauses stattfindet, Ehrennadelträger sowie Ehrenmitglieder aus. In diesem Jahr erhalten der Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle sowie der ehemalige DPG-Präsident, Knut Urban, die Ehrenmitgliedschaft.


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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website: www.dpg-physik.de

 
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