Pressemitteilungen
Nr. 26/1999
Nobelpreis für Physik geht an Teilchenphysiker aus den Niederlanden: die DPG gratuliert
Den Nobelpreis für Physik erhalten in diesem Jahr zwei
Wissenschaftler aus den Niederlanden. Martinus J. G. Veltman und
Gerardus 't Hooft werden für ihre theoretischen und methodischen
Ansätze zur Quantenfeldtheorie der schwachen Wechselwirkungen
ausgezeichnet. "Die Leistung von Veltman und 't Hooft ist
herausragend und unumstritten", so Prof. Dr. Erwin Hilger,
Leiter des Fachverbands für Teilchenphysik der Deutschen
Physikalischen Gesellschaft, "sie haben gezeigt, dass das
Standardmodell mathematisch konsistent ist."
Das Standardmodell,
eine komplexe mathematische Theorie, ist Grundlage für alle
Berechnungen der Elementarteilchen-Physik. Martinus J. G. Veltman
und Gerardus 't Hooft entwickelten ihre theoretischen Ansätze
bereits in den 70er Jahren. Untersuchungen, die in den vergangenen
Jahren am CERN in Genf und am Fermilab in Chicago durchgeführt
wurden, haben die theoretischen Voraussagen von Veltman und 't
Hooft experimentell bestätigt. Heute gehören die Methoden
der beiden Nobelpreisträger zum mathematischen Repertoire
der Physik.
