Preisträgerinnen und Preisträger 2004
Max-Planck-Medaille
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Herr Prof. (em.) Dr. Klaus Hepp (66), ETH Zürich Für seine bedeutenden Beiträge zur Quantenfeldtheorie und Laserphysik sowie für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Neurowissenschaften. Der gebürtige Kieler mit Schweizer Pass hat seit den 1970ern die Informationsverarbeitung des menschlichen Gehirns erforscht - insbesondere das Zusammenspiel zwischen Seh-, Bewegungssinn und Augenbewegung. Diese neuronale Abstimmung versagt bei Menschen mit Gleichgewichtsstörungen, auch bei Seekranken ist sie aus dem Takt geraten. |
Stern-Gerlach-Medaille
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Herr Prof. Dr. Frank Steglich (62), Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe (Dresden) Für die bahnbrechende Entdeckung einer besonderen Form der Supraleitung ("Schwere-Fermionen-Supraleitung") und seine Beiträge zur Physik der kondensierten Materie, insbesondere zum Magnetismus und zur Supraleitung "stark korrelierter" Elektronensysteme. |
Gustav-Hertz-Preis
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Herr Dr. Klaus Blaum (31), Forschungszentrum CERN (Genf) Für seine hervorragenden Arbeiten über die Massenbestimmung instabiler Atomkerne. Blaum perfektionierte das so genannte ISOLTRAP-Experiment, das am europäischen Teilchenlabor CERN in der Abteilung ISOLDE betrieben wird. Das Experiment untersucht geladene Atome (Ionen) mit Hilfe so genannter Fallen. Blaum erweiterte den Messaufbau um eine "Kohlenstoffcluster-Quelle". Dank dieser Eichapparatur ist es erstmals möglich, Kernmassen entlang des gesamten Periodensystems der Elemente bzw. der Nuklidkarte präzise zu messen. Kernmassen geben unter anderem Aufschluss über die "Schwache Wechselwirkung" - eine der fundamentalen Naturkräfte - sowie über die Entstehung der chemischen Elemente im Inneren der Sterne. |
Robert-Wichard-Pohl-Preis
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Herr Prof. (em.) Dr. Hans-Joachim Wilke (69), TU Dresden Der Physik-Didaktiker hat sich um die klassische Experimentierkultur zur Vermittlung physikalischer Sachverhalte verdient gemacht. Wilke hat in hervorragender Weise zu einer attraktiven Physikausbildung beigetragen und begeistert mit seinen Vorführungen ein breites Publikum. Die Markenzeichen seiner Vorträge sind spektakuläre Experimente mit "Aha-Effekt". |
Walter-Schottky-Preis
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Herr Priv.-Doz. Dr. Markus Morgenstern (37), Universität Hamburg Für seine hervorragenden Arbeiten über die elektronischen Eigenschaften von Halbleitern. Morgensterns Werkzeug ist das "Rastertunnelmikroskop". Damit untersucht der Festkörperphysiker Materialien, die starken Magnetfeldern und sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen elektronische Systeme in verschiedenen Dimensionen - etwa Elektronen, die sich in einem zweidimensionalen "Flachland" bewegen. |
Schülerinnen- und Schülerpreis
Internationalen Physikolympiade
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von links: Dr. Harri Heise (Betreuer), Mathias Merkel, David Schwandt, Daniela Taubert, Thomas Krämer, Igor Gotlibovych, Dr. Gunnar Friege (Betreuer) Bei der Physikolympiade, die im Sommer 2003 in Taipeh (Taiwan) stattfand, belegte diese Gruppe den siebten Platz unter 54 Nationen. Der gebürtige Ukrainer Igor Gotlibovych, Mitglied der deutschen Delegation, gewann eine Goldmedaille. Die Physikolympiade ist ein Einzelwettbewerb und besteht aus zwei mehrstündigen Klausuren, einer theoretischen und einer experimentellen. |
Schülerinnen- und Schülerpreis
Young Physicists' Tournament
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von links: Benjamin Obert, Alexander Zöllner, Natalie Müller, Lars Boyde, Dominik Schmid-Lorch Im Sommer 2003 gewann dieses Team das IYPT im schwedischen Uppsala. An dem Turnier beteiligten sich Jugendliche aus über zwanzig Nationen. Das IYPT ist ein Mannschaftswettbewerb. Vor dem Turnier haben die Teams mehrere Monate Zeit, um 17 verschiedene physikalische Probleme zu bearbeiten. So entstehen richtige Forschungsprojekte, deren Ergebnisse beim eigentlichen Wettkampf vorgestellt werden. |
Georg-Simon-Ohm-Preis
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Frau Dipl.-Physik-Ing. (FH) Stefani Dokupil (28), FH Münster und Forschungszentrum caesar (Bonn) Für ihre herausragenden Arbeiten über magnetische Schichtsysteme, die als Dehnungssensoren verwendet werden können. Dokupil führte diese Untersuchungen im Rahmen ihrer Diplomarbeit durch. Die hauchdünnen Schichtsysteme kombinieren "magnetostriktive" Materialien mit "Tunnelmagnetowiderstands-Strukturen" und reagieren auf Verformungen mit einem elektrischen Signal. Die Sensoren könnten in der Medizintechnik eingesetzt werden, zum Beispiel in der Kieferorthopädie oder bei der Fußdruckanalyse. Dokupil ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bonner Forschungszentrum caesar. |
Hertha-Sponer-Preis
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Frau Dr. Myrjam Winning (33), RWTH Aachen Für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Metallurgie und Materialwissenschaften. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen so genannte Korngrenzen, die sie per Röntgenstrahlung ("Röntgenbeugung") untersuchte. Diese mikroskopischen Strukturen beeinflussen Festigkeit und Elastizität von Werkstoffen. |
Georg-Kerschensteiner-Preis
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Herr Dipl.-Phys. StD Bernd Kretschmer (62), Hans-Thoma-Gymnasium, Lörrach und Herr Dipl.-Phys. StD Rudolf Lehn (53), Schülerforschungszentrum e.V., Bad Saulgau Für ihre herausragenden Erfolge bei der Förderung von Schülerinnen und Schüler auf dem Gebiet der Physik. Die beiden Physik-Lehrer engagieren sich auf vielfältige Weise in der Nachwuchsförderung und betreuen seit 1995 das deutsche Team beim "International Young Physicists' Tournament". An dem Physik-Wettbewerb beteiligen sich Jahr für Jahr rund zwanzig Schülergruppen aus aller Welt. Mit Kretschmer und Lehn an der Spitze holte die deutsche Equipe bislang dreimal den Titel - zuletzt im Sommer 2003 - und belegte ansonsten mindestens Platz 3. |
Max-Born-Preis
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Herr Prof. Dr. Matthias Scheffler (52), Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (Berlin) Für seine herausragenden Beiträge zur theoretischen Oberflächenphysik. Scheffler untersucht chemische Reaktionen auf Oberflächen - insbesondere die Katalyse - mit Hilfe von Supercomputern. Außerdem befasst er sich mit dem Wachstum von Nano-Strukturen und den Eigenschaften von Biomolekülen. |
