Ehrenmitglieder der DPG
Aus der Satzung der DPG
§ 11 Ehrenmitglieder
- Zu Ehrenmitgliedern können Personen gewählt werden, die sich um die Physik oder die DPG in hervorragender Weise verdient gemacht haben.
- Ehrenmitglieder haben alle Rechte und Pflichten eines persönlichen Mitgliedes ohne Verpflichtung zur Beitragszahlung.
- Der Ausschluss eines Ehrenmitglieds aus der DPG ist aus wichtigem Grund zulässig. Wichtige Gründe sind insbesondere ein Verstoß gegen die Satzung, eine unsachliche Herabsetzung der DPG in der Öffentlichkeit oder eine unsachliche Beeinträchtigung des Organisationsfriedens. Den Ausschluss eines Ehrenmitgliedes kann der Vorstand auf begründeten Antrag beschließen. Vor dem Ausschluss ist dem betroffenen Ehrenmitglied Gelegenheit zur Äußerung zu geben.Gegen einen Ausschluss kann Beschwerde beim Hauptgeschäftsführer oder bei der Hauptgeschäftsführerin eingelegt werden, über die der Vorstandsrat entscheidet.
2011
- Peter Grünberg
für seine im Jahr 2007 mit dem Nobelpreis in Physik (zusammen mit Albert Fert/Paris) ausgezeichnete Entdeckung der Zwischenschicht-Austauschkopplung und dem darauf basierenden Riesenmagnetowiderstand in dünnen Übergangsmetallschichten, deren technische Anwendung die magnetische Datenspeichertechnologie revolutionierte und ein neues Forschungsgebiet - die Spinelektronik - öffnete, sowie insgesamt für seine publizistischen Beiträge, mit denen er erheblich zur Steigerung des gesellschaftlichen Ansehens der Physik in Deutschland beigetragen hat.
- Theodor Hänsch
für seine Pionierarbeiten zur Laserphysik und Quantenoptik, mit denen er insbesondere durch das Verfahren der Laserkühlung das Forschungsgebiet der kalten Atome prägte und Präzisionsmessungen atomarer Größen ermöglichte. Mit der Entwicklung der Frequenzkammtechnik hat er außerdem die Präzision von Atomuhren wesentlich verbessert und damit neue Forschungsarbeiten in der Metrologie ermöglicht.
- Horst Rollnik (verstorben)
in Anerkennung seines wegweisenden und tatkräftigen ehrenamtlichen Einsatzes für die Deutsche Physikalische Gesellschaft und für die Physik in Deutschland. Hervorzuheben sind dabei die erfolgreiche Neustrukturierung der Satzung mit der Gründung des DPG-Vorstandsrates Anfang der 1980er Jahre sowie sein erfolgreicher Einsatz für eine hohe Qualität der Lehre in den Diplomstudiengängen aller Physik-Fakultäten in Deutschland.
2009
- Peter Egelhaaf
für sein außerordentliches ehrenamtliches Wirken in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Hiermit sollen insbesondere seine herausragenden Leistungen als Industriephysiker in der DPG und die Wahrnehmung von Ehrenämtern im DPG-Vorstand und DPG-Vorstandsrat sowie als langjähriges Mitglied im Beratenden Ausschuss der Industrie (BAI, heute AIW) gewürdigt werden.
- Markus Schwoerer
in Anerkennung seines unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes für die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die Physik. Hervorzuheben sind dabei sein außerordentliches Engagement bei der Organisation der 69. Jahrestagung "Physik seit Einstein" sowie seine zahlreichen Aktivitäten in DPG-Gremien und für das Physik-Journal.
2003
- Herbert Walther (verstorben)
für seine bahnbrechenden Experimente zur Wechselwirkung einzelner Atome oder Ionen mit einzelnen Photonen, mit denen er das Forschungsgebiet der Hohlraumquantenelektrodynamik mitbegründet hat, für seine unermüdlichen Leistungen und Erfolge, die Quantenoptik, Atomphysik und Laserphysik in Deutschland zu einer blühenden Forschungslandschaft zu entwickeln, sowie für seine kompetente Mitwirkung in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien der akademischen Selbstverwaltung und der Beratung der Politik.
2002
- Theo Mayer-Kuckuk
in Anerkennung seiner wegweisenden Beiträge zur Kernphysik sowie für seine herausragenden Verdienste um die Deutsche Physikalische Gesellschaft, insbesondere bei dem Erhalt und der Etablierung des Magnus-Hauses in Berlin für die Deutsche Physikalische Gesellschaft als wissenschaftliches Begegnungszentrum.
2000
- Heinz Bethge (verstorben)
für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklung elektronenmikroskopischer Methoden und deren Anwendung zur Erforschung molekularer Prozesse auf Kristalloberflächen und in dünnen Schichten, für seine Sachkompetenz, seine Weitsicht und sein Augenmaß bei der Leitung des Instituts für Festkörperphysik und Elektronenmikroskopie der Akademie der Wissenschaften der DDR in Halle, für seine wirksame Förderung der deutsch-deutschen Beziehungen als Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher LEOPOLDINA von 1973 bis 1990 sowie für sein vorbildliches Engagement als unkonventioneller Ratgeber in der Physikalischen Gesellschaft der DDR und nach der Vereinigung in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
- Klaus von Klitzing
für seine außerordentlichen Erfolge in der Erforschung von Festkörpern in hohen Magnetfeldern, die zu seiner Entdeckung des quantisierten Hall-Effekts geführt haben, sowie für seine unermüdliche und erfolgreiche Grundlagenforschung in der Festkörperphysik und deren Darstellung in der Öffentlichkeit.
1999
- Werner Buckel (verstorben)
in Anerkennung seiner Beiträge zur physikalischen Forschung in Deutschland, insbesondere zur Tieftemperaturphysik und Supraleitung sowie
in Würdigung seines großen Einsatzes für die Deutsche Physikalische Gesellschaft und für das Physikzentrum Bad Honnef, seiner wichtigen Rolle bei der Beratung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung und seines Engagements für die European Physical Society.
1989
- Heinz Maier-Leibnitz (verstorben)
in Anerkennung seiner Beiträge zur Physik und seiner langjährigen Verdienste um die Entwicklung der Physikalischen Forschung in Deutschland.
Sie würdigt insbesondere auch seine Ausstrahlung als Lehrer und seine unermüdlichen Aktivitäten zur Förderung nachwachsender Physiker, sein erfolgreiches Wirken zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse sowie sein entschiedenes Eintreten für die internationale Zusammenarbeit der Wissenschaftler und für die Wahrnehmung der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft unserer Welt.
- Wilhelm Walcher (verstorben)
in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um die Entwicklung der Physikalischen Forschung in Deutschland sowie seiner Initiative und tätigen Mithilfe beim Wiederaufbau der Deutschen Physikalischen Gesellschaft nach dem zweiten Weltkrieg.
Sie würdigt insbesondere auch sein erfolgreiches Wirken zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und zur Stärkung der Stellung der Naturwissenschaften in unserer Kultur sowie sein entschiedenes Eintreten für, die Wahrnehmung der Verantwortung für die Zukunft unserer Welt.
1983
- Wilhelm Heinrich Heraeus (verstorben)
Victor F. Weisskopf (verstorben)
1977
- Friedrich Hund (verstorben)
1963
- Hermann Ebert (verstorben)
Ehrenmitglieder von deutschen Physikalischen Gesellschaften vor der Wiedergründung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
(verstorben)1957
- Alexander Meissner
1956
- Erwin Madelung
Walter Schottky
1955
- Walther Bothe
James Franck
Walther Kossei
1954
- Max Born
Louis de Broglie
1951
- Max von Laue
Carl Ramsauer
Erich Regener
1949
- Ronald G. J. Fraser
1948
- Otto Hahn
Lise Meitner
1947
- Hans Gerdien
Ludwig Prandtl
Hermann von Siemens
Jonathan Zenneck
1938
- Gustav Mie
Arnold Sommerfeld
1937
- Walther Nernst
Max Wien
1932
- Carl von Linde
1928
- Max Planck
1924
- Carl Friedrich von Siemens
Rudolf Straubel
1923
- Carl Duisberg
Albert Vögler
1922
- Orest Chwolson
1919
- Eugen Goldstein
Wilhelm Conrad Röntgen
Karl Scheel
1917
- Emil Warburg
1904
- Georg Quincke Ehrenvorsitzender
1888
- Emil du Bois-Reymond Ehrenvorsitzender
