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Erster Würzburger jDPG - Science Slam


Ein wissenschaftlicher Votrag gekleidet in pointierter Unterhaltung: Für den von der Regionalgruppe der jDPG organisierten Science Slam traten am 26.10.16 im Hörsaal P der Universität Würzburg insgesamt 5 Kandidaten gegeneinander an, um im Namen der Wissenschaft um die Gunst des Publikums zu werben. 5 Kandidaten, das bedeutet 5 Voträge zu je streng einzuhaltenden zehn Minuten boten den Zuhörern populärwissenschaftliche Unterhaltung auf höchstem Niveau, ohne an fachlichen Fakten zu sparen. Den großen oganisatorische Aufwand vonseiten der jDPG belohnte ein bis auf den letzten Sitzplatz voller Hörsaal, gefüllt mit Zuschauern aus allen Fakultäten und Altersgruppen.

Den Anfang machte die Robotikerin Doris Aschenbrenner mit ihrem Thema “Industrie 4.0” und fühlte der schwierigen Schnittstelle zwischen digitaler und menschlicher Welt humoristisch auf den Zahn. Ihrem Vortrag folgte der von Prof. Dr. Thorsten Ohl mit dem Ziel, große Entdeckungen der Wissenschaft in neues Licht zu stellen und den Zuhörer auch für deren katastrophale Nachteile im Hinblick auf technischen Fortschritt zu sensibilisieren. Der Mathematiker Prof. Dr. Hans-Georg Weigand beleuchtete die teils skurrile, doch mit gnadenloser Effektivität verbflüffende Denkweise von Mathematikern bei der Lösung von Alltagsproblemen (wie beispielsweise die Frage, ob alle Menschen verschieden viele Haare auf dem Kopf tragen). Der vierte Kandidat Tobias Beuchert nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Entstehungsgeschichte des Universums, wie er sie einmal einem Freund namends “Andy” nachts im Club erzählt hatte, wobei er die Spezies Hamster als primäres Mittel der Veranschaulichung bevorzugte. Einen mehr als würdigen Abschluss steuerte schließlich der Biologe Prof. Dr. Klaus Brehm bei, dessen wissenschaftliche Forschungsarbeit offensichtlich einen Schwerpunkt auf Bandwürmer setzt. Ein quietschepinkes Exemplar aus Stoff bei sich tragend ging er insbesondere der Frage nach, warum gerade der Darm des Menschen einen so aufregenden Herd für den Bandwurm darstellt.

Wie bei einem Science Slam üblich, wird der Sieger durch das Publikum gekürt. Dafür wurde der jedem Kandidaten gewährte Applaus am Ende des Vortrags durch akustische Messungen erfasst und in eine wertende Punktzahl übersetzt. Diesem Verfahren ging schließlich der von viel Lachen begleitete Votrag von Prof. Dr. Hans-Georg Weigand über die eigenartige Funktionsweise von Mathematiker-Gehirnen als knapper Sieger hervor. Seine und die grandiose Leistung aller übrigen Kandidaten wurden mit schokoladigen und wohlduftenden Preisen gewürdigt. Mit großen Engangement befreien sie die harten Fakten vom Staub der Bücher und verhelfen ihnen durch ihre Vorträge zu neuer Lebendigkeit.

 

 

 
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