Auftaktveranstaltung zum Mentoring-Programm der DPG
Am 17. und 18. September 2010 startete das neue Mentoring-Programm der DPG mit der Auftaktveranstaltung im Physikzentrum in den ersten Jahrgang. 14 Mentees sowie die gleiche Zahl an Mentorinnen und Mentoren waren eingeladen sich in Bad Honnef in das Programm einführen zu lassen und sich kennenzulernen.
Der Präsident der DPG, Prof. Wolfgang Sandner, wies in seiner Eröffnung auf die Bedeutung des Programms hin. Es sei von großer Wichtigkeit den Austausch zwischen berufserfahrenen Physikerinnen und Physikern und dem Nachwuchs zu fördern. Prof. Sandner sprach sich ebenso dafür aus, das Programm in Zukunft auszubauen und weiteren Zielgruppen zu öffnen. Die Zielgruppe des aktuellen Jahrgangs war auf Absolventinnen und Absolventen beschränkt, die über einen Wechsel in die Wirtschaft nachdenken.
Den Teilnehmern wurde dann am Freitag und Samstag eine Reihe von Workshops und Vorträgen geboten, die zum Ziel hatten, die Mentorinnen und Mentoren sowie die Mentees auf das kommende Jahr vorzubereiten. Im ersten Workshop für Mentees stand die Karriereplanung der Teilnehmer im Fokus. Frau Dr. María Machón, die als freiberufliche Coach arbeitet, konnte hier als Referentin gewonnen werden. Darüber hinaus gestaltete sie für die Mentees auch den Programmteil „Ziele definieren und erreichen“, in dem die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen lernen konnten, ihre persönliche Ziele für das Mentoring zu entwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil des Mentorings ist das Geben von Feedback und konstruktiver Kritik. Dabei sind Konflikte nicht völlig auszuschließen. Aus diesem Grund konnten sowohl Mentorinnen und Mentoren als auch Mentees in einem gemeinsamen Workshop zu Konfliktmanagement bei Frau Dr. Machón Strategien zum angemessenen Umgang mit derartigen Situationen entwickeln. Ebenso war für beide Teilnehmergruppen eine generelle Einführung in Mentoring-Programme obligatorisch. Hier war es Frau Barbara Baumann, die durch ihre Erfahrungen beim Mentoring-Programm „Network21“ wertvolle Details und Hintergrundinfos vermitteln konnte.
Neben den Mentees sollten jedoch auch den Mentorinnen und Mentoren attraktive Vorträge geboten werden. Für die Physikerinnen und Physiker aus der Wirtschaft wurde daher Herr Prof. Albrecht Böhm nach Bad Honnef eingeladen. Der Teilchenphysiker aus Aachen besitzt ein nahezu unerschöpfliches Wissen über die Hintergründe und Entwicklungen an den großen Forschungseinrichtungen wie dem CERN oder DESY. Daher konnte Prof. Böhm den Mentorinnen und Mentoren einen aktuellen Einblick in die Arbeit am LHC in Genf vermitteln. Im Anschluss daran hatten die Mentorinnen und Mentoren die Gelegenheit sich im kleinen Kreis ohne die Mentees auszutauschen.
Am folgenden Tag wurde dann durch das Projetteam bekanntgegeben, welche Personen ein Mentoring-Tandem bilden werden. Daraufhin gab es dann ausreichend Gelegenheit sich in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen. Das Paar hatte dann auch die Aufgabe, die Mentoring-Arbeitsvereinbarung zu unterzeichnen. Darin sollten die Tandems ihre Ziele sowie konkrete Maßnahmen für das Mentoring festhalten. Für die Mentees, deren Mentorin oder Mentor nicht anwesend war, gab es eine Einführung in ein alternatives Konzept zur Bearbeitung von persönlichen Problem- und Fragestellungen, die kollegiale Beratung. Im Kreis der Mentees wurden durch diese Systematik Themen bearbeitet und damit den Fallgebern, die diese Themen in die Runde eingebracht haben, Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
