„Ich bin Physiker und kann eure
Gedanken lesen“
Einstein-Slam auf den Highlights der Physik
Es ist der erste Auftritt von Moritz Zeiss bei einem Science-Slam und gleich wird das Publikum eingespannt. Aufgeteilt in vier Gruppen müssen die Zuhörer singen. Damit will Zeiss zeigen, wie sich durch akustische Signale auf einen Ort schließen lässt. Doch stattdessen schließt sich das Programm und der PC fährt herunter. Updates installieren. Zumindest Lacher sind Moritz Zeiss so sicher.Im Rahmen der „Highlights der Physik“ Ende September in Rostock traten beim Einstein-Slam wieder junge Forscher mit ihren wissenschaftlichen Kurzvorträgen gegeneinander an. Schnell wurden die Sitzplätze rar, nur Stehplätze noch verfügbar. Jens Kube von „Welt der Physik“ und Anna Backenecker von der jungen DPG führten durch den amüsanten Abend. Unter dem Thema „Ich bin Physiker und kann eure Gedanken lesen“ erklärte als erster Daniel Gallichan das Prinzip eines MRT. Anschließend präsentierte Christiane Licht die perfekte Mordwaffe: Apfelkerne, die Blausäure produzieren, werden vom Opfer selbst direkt vernichtet – ein Vorteil, der schon der Stiefmutter von Schneewittchen bekannt war.
"Tanz der Moleküle"
Silke Schirok ließ anschließend Elektronen in Form von Jonglierbällen durch die Luft fliegen, und veranschaulichte so die Heisenbergsche Unschärferelation. „Dies ist die elementare Formel meines Vortrages“, sagte Schirok. „Wenn Sie hier schon aussteigen, kann ich ja gleich einpacken.“ Doch das musste sie nicht: Das Publikum belohnte ihren Vortrag am Ende mit dem zweiten Platz. Michael Schmitt erklärte dann, wie jedes Molekül bei einem „Tanz der Moleküle“ seinen eigenen Tanzstil verfolgt.
Als letzter hatte Moritz Zeiss seinen musikalischen Auftritt. Er zeigte die Bildgebung des MRT, begeisterte trotz Tücken der Software das Publikum und gewann den Einstein-Slam.
Christin Baudisch

Das ganz Große und das ganz Kleine waren tonangebend auf der diesjährigen jDPG-Sommerexkursion in Hannover. Ums Große ging es bei den Themen Gravitationsphysik und Astrophysik. Das Kleine rückte mit Quantenoptik und Atomphysik in den Mittelpunkt.