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Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg

1742 - 1799, deutscher Schriftsteller und Physiker




Lichtenbergfigur

Georg Friedrich Lichtenberg wurde am 1. Juli 1742 in Oberramstadt bei Darmstadt geboren. Er war das 18. Kind eines evangelischen Pfarrers.

Von 1763 bis 1766 studierte Lichtenberg in Göttingen Mathematik und Naturwissenschaft. Schon zu jener Zeit begann er mit der Arbeit an seinen berühmten Tagebüchern, den 'Sudelbüchern'. Von 1765 an bis zu seinem Tod notierte er in diesen Büchern seine Gedanken und Einfälle. Die 'Sudelbücher' wurden erst nach Lichtenbergs Tod veröffentlicht, aber schon zu Lebzeiten war er nicht nur als bedeutender Naturwissenschaftler, sondern auch als Schriftsteller bekannt.

1770 wurde Lichtenberg Professor für Physik, Astronomie und Mathematik in Göttingen, ab 1780 war er Ordinarius für Physik in Göttingen. Er befaßte sich mit einem breiten Themenspektrum, arbeitete auf den Gebieten der Geodäsie, der Meteorologie und der Astronomie.

Zu jener Zeit war es Mode, riesige Gerätschaften zu Untersuchungen der Elektrizität aufzubauen. Lichtenberg konstruierte einen 2,5 Meter großen Elektrophor, eine Maschine die mittels Influenz sehr hohe Spannungen aufbaut. Mit seinem Elektrophor war er in der Lage, Funken von 40 cm Länge zu erzeugen. 1777 entdeckte er in Staub auf der Isolatorplatte des Elektrophors ein sternförmiges Muster. Dieses Muster wird heute als 'Lichtenberg-Figur' oder als eingefrorener Blitz bezeichnet. Eine Lichtenberg-Figur ist die sichtbar gemachte Form des Lichtes der Büschelentladung (stromschwache Gasentladung bei Atmosphärendruck).

Lichtenberg führte für die beiden Arten von Elektrizität die mathematischen Symbole 'Plus' und 'Minus' ein. Außerdem war er der erste, der in Deutschland den von Benjamin Franklin erfundenen Blitzableiter benutzte. 1780 brachte er an seinen Gartenhaus einen 'Furchtableiter' an und wartete sehnsüchtig auf die ersten Gewitter, um dessen Wirksamkeit zu beweisen.

Lichtenberg war wegen seiner analytischen aber auch skeptischen Denkweise und seine auf Experimente aufbauende Lehrtätigkeit wegweisend für die moderne Physik. Er starb am 24. Februar 1799 in Göttingen.

 
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