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Johann Wilhelm Hittorf

Johann Wilhelm Hittorf

1824 - 1914, deutscher Physiker und Chemiker




Kathodenstrahlröhre nach Johann Wilhelm Hittorf

Johann Wilhelm Hittorf wurde am 27. März 1824 in Bonn geboren.

Seine früheren Arbeiten galten den Allotopien von Phosphor und Selen. Allotropien sind die unterschiedlichen Erscheinungsformen eines Elements, wie zum Beispiel der Diamant und der Graphit, die beide aus Kohlenstoff bestehen.

1852 wurde Hittorf Professor für Physik und Chemie an der Universität Münster. Dort beschäftigte er sich ab 1853 mit der Ionenwanderung bei der Elektrolyse und der dabei auftretenden Konzentrationsänderung. Er begründete diese Konzentrationsänderung damit, daß sich einige Ionen schneller bewegen, als andere und stellte das Konzept der heute so genannten 'Hittorfschen Überführungszahlen' auf.

Er führte Untersuchungen zu den Spektren von Gasen durch und beschäftigte sich mit der elektrischen Leitfähigkeit von Gasen (Hittorfsche Röhre, Hittorfscher Dunkelraum). Er ermittelte den Spannungsverlauf in der Gasentladung mittels Potentialsonden. Seine bekannteste Arbeit behandelt die Eigenschaften von Kathodenstrahlen. Wenn er zwischen die Kathode und einen Leuchtschirm ein Objekt plazierte erschien auf dem Leuchtschirm der Schatten des Objekts. Damit war bewiesen, daß sich Kathodenstrahlen geradlinig ausbreiten. 1869 stellte er ihre Ablenkbarkeit durch ein Magnetfeld fest.

Johann Wilhelm Hittorf starb am 28. November 1914 in Münster.

 
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