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Michael Faraday

Michael Faraday

1791 - 1867, englischer Physiker und Naturphilosoph




Michael Faraday im Labor

Michael Faraday wurde am 22. September 1791 in der kleinen Ortschaft Newington Butts, Surrey als Sohn eines Hufschmieds geboren. Seine Kindheit war schwierig, da die Eltern sehr arm waren. Manchmal mußte Faraday mit einem einzigen Laib Brot eine einzige Woche auskommen. Seine Schulausbildung war schlecht: In einer Sonntagsschule lernte er Lesen, Schreiben und Rechnen.

Mit 14 Jahren ging er bei einem Buchbinder in die Lehre. Er nutzte die Gelegenheit, die Bücher, die er binden sollte, auch zu lesen. In einer Ausgabe der 'Encyclopdia Britannica' stieß er auf einen Artikel über die Elektrizität. Er war davon so fasziniert, daß er begann, aus Holz und alten Flaschen erste einfache Experimente aufzubauen.

Eines Tages schenkte einer der Kunden der Buchbinderei Faraday Karten für eine Vorlesung des berühmten Wissenschaftlers Sir Humphry Davy. Faraday war von der Vorlesung so fasziniert, daß er sich bei Davy - mit Erfolg - als Assistent zu bewarb. Unter Davys Leitung erhielt Farady eine Ausbildung zum Chemiker. 1725 übernahm Faraday die Aufgaben seines alternden Mentors. 1833 erhielt er die Fuller-Professur für Chemie.

Parallel zu seinen Aufgaben als Chemiker beschäftigte sich Farady aber auch mit der Elektrizität. Er glaubte daran, daß verschiedene Kräfte ineinander umgewandelt werden können. 1821 baute er einen einfachen Vorläufer des Elektromotors. 1831 gelang es ihm mit Hilfe des von ihm konstruierten ersten elektrischen Generators, magnetische Kraft in elektrische Kraft umzuwandeln. Einige Jahre später erarbeitete er gemeinsam mit William Whewell eine neue Nomenklatur für elektrische Prozesse aus. Er prägte die Begriffe 'Elektrode', 'Anode, 'Kathode' und 'Ion'.

Nach einem Nervenzusammenbruch 1839 beschäftigte sich Faraday mit dem Phänomen des Lichts, speziell mit dem Zusammenhang zwischen Licht und Magnetismus. Faraday konnte seine Theorien nicht mathematisch ausdrücken, er legte jedoch mit seinen Experimenten einen wichtigen Grundstein für die Elektrodynamik, die mathematisch von Willian Thomson (Lord Kelvin) und James Clerk Maxwell formuliert wurden (Maxwell-Gleichungen).

Michael Faraday starb am 25. August 1867 in Hampton Court, Middlesex. Ihm zu Ehren wird die SI-Einheit für die elektrische Kapazität als 'Farad' bezeichnet (1 F = 1 m-2 kg-1 s4 A2).

 
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