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Hertha-Sponer-Preis


Der Hertha-Sponer-Preis wird alljährlich an eine Nachwuchswissenschaftlerin für eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Physik vergeben.  Der Preis soll vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen durch öffentliche Auszeichnung ermutigen. Er ist mit 3000 Euro dotiert und wird auf der Frühjahrstagung der DPG verliehen. Der Preis wird seit 2001 ausgeschrieben.

Einsendeschluss für den Hertha-Sponer-Preis ist jeweils der 16.6. eines Jahres.

Erste Preisträgerin 2002 ist Dr. Karina Morgenstern von der Technischen Universität Berlin. Sie erhielt den Hertha-Sponer-Preis für dynamische STM-Untersuchungen an Nanostrukturen. Abstract 

Preisträgerin 2003 ist Dr. Uta Fritze von Alvensleben, Universitätssternwarte Göttingen, für die Entwicklung von Galaxien auf kosmologischen Zeitskalen, insbesondere unter dem Einfluss von Wechselwirkungen. Abstract

Preisträgerin 2004 ist Dr. Myrjam Winning, RWTH Aachen, für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Metallurgie und Materialwissenschaften. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen so genannte Korngrenzen, die sie per Röntgenstrahlung ("Röntgenbeugung") untersucht. Abstract

Preisträgerin 2005 ist Dr. Elena Vedmedenko, Universität Hamburg, für ihre herausragenden theoretischen Arbeiten auf dem Gebiet des Magnetismus von Nanostrukturen. Die Fragestellungen des Nanomagnetismus sind von großer technologischer Bedeutung für Arbeitsfelder wie die "Spintronik" oder "Magnetoelektronik", in denen neueste Konzepte für RAMs und Transistoren untersucht werden. Abstract

Preisträgerin 2006 ist Frau Dr. Ekaterina Shamonina , Universität Osnabrück, aufgrund ihrer herausragenden Beiträge im Gebiet der elektromagnetischen Metamaterialien. Hierbei handelt es sich um eine neue Generation synthetischer Verbundwerkstoffe, mit denen sich elektromagnetische Wellen, wie etwa Funksignale, manipulieren lassen. Das Besondere: innerhalb bestimmter Frequenzbereiche lenken Metamaterialien elektromagnetische Wellen in die "falsche" Richtung. Abstract

Preisträgerin 2007 ist Frau Dr. Christine Silberhorn , Universität Erlangen-Nürnberg / Institut für Optik, Information und Photonik, für ihre wegweisenden Arbeiten zur Quantenkommunikation mit kontinuierlichen Variablen. Seit 2005 leitet Silberhorn die Gruppe „Integrierte Quantenoptik“ an der Universität Erlangen-Nürnberg. Dort befasst sie sich mit den Eigenheiten des Lichts – insbesondere mit der Frage, wie sich einzelne Lichtquanten für die Datenübertragung nutzen lassen. Abstract

Preisträgerin 2008 ist Frau Dr. Sylvie Roke, Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart, für ihre herausragenden experimentellen und theoretischen Arbeiten zur Oberflächenspektroskopie an biologischen und organischen Oberflächen. Sie entwickelte innovative Messtechniken auf Grundlage der nicht-linearen optischen Spektroskopie, mit denen sich mikroskopische Oberflächenprozesse in kolloidalen Suspensionen, Polymere und Modellmembranen genau untersuchen lassen. Erkenntnisse über solche Systeme sind wichtig, um das Verhalten von Biomolekülen in der Zelle zu verstehen und von Bedeutung für die Entwicklung medizinischer Wirkstoffe und Implantate. Abstract

Preisträgerin 2009 ist Frau Dr. Corinna Kollath, École Polytechnique, Centre de Physique Théorique, Paris, für ihre herausragenden theoretischen Untersuchungen von Nichtgleichgewichtszuständen ultrakalter bosonischer und fermionischer Atomgase.

Preisträgerin 2010 ist Frau Dr. Na Liu, Universität Stuttgart, 4. Physikalische Institut, für ihre wegweisenden Beiträge zur Herstellung und Charakterisierung dreidimensionaler Metallnanostrukturen.


Es wird ausdrücklich darum gebeten, Kandidatinnen vorzuschlagen oder Kolleginnen und Kollegen auf den Hertha-Sponer-Preis hinzuweisen, denn eine große Anzahl qualifizierter Bewerberinnen verleiht dem Preis Gewicht.
 

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© Deutsche Physikalische Gesellschaft | letzte Änderung 09.07.2010, 14:57 | Impressum | Kontakt | Bearbeiten