Neue Studie zu Karriereverläufen von Physikerinnen und Physikern –
die DPG bittet um Ihre Teilnahme
Unterscheiden sich die Karriereverläufe von Physikerinnen immer noch von denen von Physikern? Ist die Situation in der Mathematik anders als in der Physik?
In einem vom BMBF und dem ESF geförderten Verbundprojekt der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Universität Bielefeld sollen Karriereverläufe in Mathematik und Physik sowie auch Unterschiede in den Berufsverläufen von Männern und Frauen analysiert werden.
Die Zielgruppe der Befragung sind Frauen und Männer, die vor dem 01.01.2011 ein Studium in Mathematik, Physik oder verwandten Fächern abgeschlossen haben. Die Befragung dauert je nach Umfang Ihres bisherigen Berufsverlaufs zwischen 10 und 30 Minuten und ist bis zum 15.02.2013 aktiv:
Damit die Umfrage aussagekräftig wird, bitten die DPG und ihr Arbeitskreis Chancengleichheit Sie ganz herzlich darum, den Fragebogen auszufüllen. Die Beantwortung erfolgt anonym, zu keiner Zeit werden persönliche Daten von Ihnen an Dritte weitergegeben oder zugänglich gemacht.
Wir würden uns freuen, wenn Sie den oben aufgeführten Link zum Fragebogen auch an andere Interessierte, insbesondere an Industriephysiker(innen), weitergeben könnten.
Weitere Information zum BMBF-Projekt "Karriereverläufe von MathematikerInnen und PhysikerInnen" finden Sie unter: www.gender-und-mint.de
Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Mit Ihrer Teilnahme an der Studie leisten Sie einen wichtigen Beitrag, das statistische Datenmaterial im Bereich von Berufsverläufen in den beiden Fachrichtungen maßgeblich zu verbessern.
Prof. Dr. Johanna Stachel, DPG-Präsidentin Dr. Ilona Westram, AKC-Sprecherin
Zum Hintergrund der Studie
Über 10 Jahre ist es her, dass der Arbeitskreis Chancengleichheit (AKC) der DPG eine Umfrage zu Physikerinnen und Physikern im Beruf durchführte. Seitdem hat sich einiges verändert. Mentoringprogramme und verschiedene gleichstellungspolitische Maßnahmen wurden eingeführt, um Chancengleichheit zwischen Physikerinnen und Physikern herzustellen. Allerdings fehlen aktuelle Zahlen, um die jetzige Situation sowie auch die Wirksamkeit dieser Programme zu bewerten.
Wie bereits bei der ersten Studie wird auch die aktuelle von Soziologinnen durchgeführt, in einem vom BMBF und dem ESF geförderten Verbundprojekt der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Universität Bielefeld. Es werden Daten für die Physik und die Mathematik erhoben, da diese beiden Disziplinen sonst als "mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer" in der amtlichen Statistik zusammengefasst werden.
Neben neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Berufsverlaufsforschung sowie der Genderforschung sollen mithilfe dieser Studie neue Perspektiven auf die subjektiv wahrgenommene als auch die objektive Wirksamkeit bestehender Maßnahmen und Praktiken eröffnet werden. Zusätzlich zu der Betrachtung der Universitätskarrieren liegt auch ein hohes Augenmerk auf den Karriereverläufen in der Industrie.
